heul doch



durfte 
nicht mitspielen

wolltest

dass ich von dir
weggehe
ich sei langweilig
sagtest du
wolltest
dass ich mir
eigene 
freunde suche, 
ein eigenes leben
das tat ich.
und jetzt?
heul doch

Wunsch 




mach mich weich

hol  hervor
was ich 
am liebsten habe
sei um mein
tiefst innerlich
wie eine honigwabe 
mach mich
sprachlos
mach mich gleich
dulde meinen
wilden stolz
bin ich schwer
bist du leicht
genauso ist es
umgekehrt
die wippe 
ist aus 
gutem holz
ohne zwingen
ohne binden
bräuchtest du 
mich nicht zu schinden
um deines lieben
friedens willen
könntest du
was du dir wünschtest
in dem 
was ich dir gäbe
stillen
mach mich sanft
mach mich reich
wünsch uns
viel vertrauen 
wo einer nach dem
andern fragt
ist gut 
sein haus
zu bauen.

in der nacht 



träumte

hände häute 
leute haare 
vom zerstören
vom bewahren
wachte über
schwarzen fluren 
bannte alpdruckkreaturen
kämpfte 
schwer wie blei 
hörtest 
meinen schrei 
kamst zu 
meiner wacht

schlief schnell
in hellen
vollmondspuren
konnte deine 
stimme hören
wie sie sagte
sei
habe es vollbracht
ruhte aus 
an deiner seite
trugst mich 
in der
schrecken weite
durch die
grauenvollen zeiten 
dunkel ahnte
dein gesicht 
in der nacht