Longing- Shlomo Oz / Nagwa

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Sterntänzer (für Kopernikus)

Liebe blogfreunde,

Der Herr Autopict hat sich ein astronomisches Gedicht von mir gewünscht. Also bin ich brav zu Tante Wicki und habe mich von Wissenschaft betören lassen. Ob ich was davon verstanden habe, werde ich spätestens dann erfahren, wenn ein erboster Kommentar mich darauf hinweist, dass ich kopernikanische Gesetze verbiege und fröhlich verdichte wie es mir zupass kommt. Nun, ich bin keine Wissenschaftlerin, aber durchaus lernfähig (wenn auch manchmal etwas schwerfällig und ungeschickt).
In diesem Sinne wünsche ich Euch Freude mit den Sterntänzern, die ich übrigens in der Bielefelder Altstadt in meinem Lieblingsblumenladen „Petite Fleur“ erstanden habe. Ich muss den mal ein wenig bewerben. Denn es gibt ihn schon sehr lange und ich wünsche mir noch viele interessante Blumenarten dort zu finden. Die Sterntänzer sind eine Sumpfpflanze und möchten gern immer nasse Füße haben, sonst machen sie Schlapp und lassen die Sterne hängen. Sie blühen monatelang.

Liebe Grüße von der Karfunkelfee

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Sterntänzer

Von Glitzerpartikelchen bestäubt der Bach, das Feuerlaub kurz vorm Verglimmen, ein lose hingetretener Teppich aus nassem Ahorn.

Zwingend kalter Nordost beschreibt die Keplerbahn als Ideal.
Was interessieren der Menschen ewige Träume wissenschaftliche Erkenntnisse?
Den Wind, den Wind, denn er ist ein nicht zu unterschätzendes Kind, welches vollkommen schwankend macht.

Im Sprungkraut summt es noch süß nach dem Überfluss der Blühwiesen vergangener Zeiten.
War ein Körper immer massereicher und wasserweicher als der andere gewesen und Insekten sanken tief ein in ihre Kelche.
Sie lesen die Samenfäden wie Apsidenlinien.

Der Eisvogel in seinem Blaugoldglanz stürzt als lang gestreckte Hyperbel in das zeitlose Umschwingen himmlischer Kreise einiger noch vom Sommer erhellter Sterntänzer.

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Aus den Geist(er)geschichten: Frühlingsmanöver

Liebe blogfreunde,

das kann auch nur mir passieren: eine Frühlingsgeschichte im Herbst. Doch ist es nicht an der Zeit, sie jetzt zu erzählen, wenn es kälter draußen wird?

Herzliche Sonntagsgrüße von der Fee 

Ich kenne einige dieser schmalen Hasenpfade, die hinaus führen aus den Labyrinthen der Unzulänglichkeiten, den Festungen gegen die Fremdheit und den Scheinhausgefängnissen alter Schuld. Solche Wege sind ähnlich den schmalen Strauchpfaden, die ich im Wald mit meinem Mountie gerne suche, oft als Parallele zu den breiten kalkgekiesten Wanderwegen. Hier siehst du wirklich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und die Wege sind teilweise zugewuchert, Stämme liegen quer oder Stümpfe ragen aus der Erde, glatte schmierige Steine spreizen sich auf dem Weg und ich muss so langsam fahren wie nur möglich, das Rad ist nicht sehr wendig im so einem engen Baum-Gestrüpp mit den großen 29-Zoll-Rädern.

Solche Waldwege sind so verschlungen wie oft auch meine inneren Wege und dieses Jahr im Frühling verhedderte ich mich auf einem von ihnen, allerdings draußen, in der Wirklichkeit. Magisch schimmert hier im Buchenwald das Aprillicht. Lichtfinger tanzen auf Schattenwegen vor dir her. In jedem Frühling besuche ich mittlerweile wie in einem Ritual den „Frühlingsberg“ bei Lämershagen, bewundere die weißen Schlehenschleier und suche Leberblümchen auf der Bergwiese.

Heute jedoch war ich in einem noch nicht von mir erkundetem Gebiet unterwegs. Ein Rudel Rehe stand am Hang. Ich befand mich in einem der für den Teuto typischen buchenbestandenen kleinen Talkessel und trug meine neongrüne Waldjacke. Auf die Rehe musste ich wie eine Riesenheuschrecke mit meinem seltsam knatternden Fortbewegungsmittel gewirkt haben, denn als sie mich hörten, sprangen sie erschrocken auf allen Vieren gleichzeitig hoch, rannten jedoch überraschenderweise nicht vor mir davon, sondern verhielten sich eher unschlüssig. Ich war ebenfalls eher unschlüssig und überlegte hin und her, was ich denn nun mal machen solle. Umkehren? Den ganzen beschwerlichen Weg zurück, den ich über zwei Kilometer das Rad hinter mir her schleifend, schiebend, durch Brombeerdornen und über Baumstämme zerrend bis hierher gekommen war um in einer Sackgasse gelandet zu sein?

In meiner inzwischen eher einer Verzweiflung ähnelnden Unschlüssigkeit fragte ich also die unschlüssigen Rehe um Rat, sie waren ja gerade sowieso da und ein wanderkundiger Mensch, der mir hätte weiterhelfen können, nirgendwo in Sichtweite. Die Rehe standen jedoch einfach nur herum, wackelten mit ihren Nasen, Ohren und weißen Blümchenhinterteilen. Sie schauten aus feuchten großen Rehaugen zu mir her und kauten friedlich dabei. Was mach ich denn jetzt, fragte ich sie hartnäckig noch einmal, gerade so als könnten Rehe mit Menschen reden. Ich habe mich total verlaufen, jammerte ich und futterte erst einmal meinen Reiseproviant, eine Banane. Etwas Solidarität zu bekunden, könnte ja nicht schaden, meinte ich. Die Rehe fraßen ständig und ich wünschte mir Gruppenanschluss also musste ich mitfuttern. Stolz zeigte ich den Rehen meine Banane, während diese zufrieden Weiterästen, was auch immer. Sie rupften an irgend etwas herum, ich zupfte die Bananenschale ebenfalls und legte sie an eine Stelle, an der ich hoffte, dass niemand vorbeikommen würde und womöglich ausrutschen bis mir aufging, dass das total bescheuert war, weil an diese Stelle eh niemand kommen würde, mit Ausnahme von mir Hornvieh mit Fahrrad.

Als ich aufstand, das Rad am Lenker packte und mich ergeben vorwärts in mein selbst erwähltes Schicksal schob, bewegte sich das Rudel Rehe ein Stück weit den Hang hinauf und strebte leichtfüßig zick zack tanzend  auf den Berggrat zu, auf dem ich einen schmalen Pfad vermutete. Ich beschloss ihnen zu folgen um es herauszufinden. Das Rad vor mir her bugsierend, stieg ich Meter um Meter die Böschung hoch und hangelte mich dabei an den Buchenstämmen aufwärts. Ich trat im raschelnden trockenen Vorjahres- Laub auf moosüberwucherte Buchenstämme, glitschig vom vielen Regen der Wochen zuvor und meine Beine rutschten ständig weg, loses Gerölle kullerte hinter mir den Hang hinunter. Ich blieb stehen und verschnaufte. Die Rehe sprangen vierzig Meter parallel von mir weiter munter voraus wie Slalomspringer den Bergrücken hoch, blieben dann jedoch erneut stehen und futterten natürlich erst einmal wieder etwas. Sie fanden auch immer etwas im Gegensatz zu mir, denn ich hatte nichts mehr, nicht mal ein albernes Power-Gel, was ich nun gut hätte brauchen können. Allerdings hatte ich auch null Hunger. So eine Banane stopft schon recht ordentlich und versorgt Krampfmuskeln sofort mit Magnesium. Mein Rad wiegt nur zehn Kilo. Doch selbst dieses Federgewicht von Kamel kann auch sehr schwer werden, wenn man nicht darauf sitzt und fährt, sondern es zusätzlich zum Körpergewicht als sperriges Zusatzteil mit sich führt. Ich schwitzte wie ein Affe, das Fleecefutter meiner grünen Fahrradjacke war klitschenass und durchgeweicht, meine Brille vom Geschnauft beschlagen.

Ich ahmte die Rehe nach und bewegte mich wie ein Slalomläufer, schob das Mountie am Hinterrad vorwärts, hangelte mich von Buchenstamm zu Buchenstamm langsam weiter nach oben, fing mich immer wieder durch das Verlagern des Oberkörpers ab, wenn ich abzurutschen oder zu kippen drohte und prüfte vor dem dem nächsten Schritt ob der Untergrund mein Rad und mich auch halten konnte.
Zwischendurch spähte ich immer wieder zu den Rehen hin oder nach oben, denn dort klebte ein Blauzipfel Himmelhoch und die Kuppe wirkte wie eine scharf vom Berg abgegrenzte lang gezogene Schwertklinge, bedeckt vom braunen Laub und moosüberwachsenen Stämmen. Doch wenigstens hatte ich kein Brombeergestrüpp mehr zu durchqueren, das mir die Knöchel blutig riss. Ich war noch ungefähr zwanzig Meter vom Bergrücken entfernt und das letzte Stück Steigung war gefährlich. Ich schaute mich um auf den zurückgelegten Weg und mir wurde blümerant zumute als ich sah, wie steil das hinter mir bergab ging, mein Magen schwappte sauer auf und ich hatte einen metallischen Geschmack im Mund. Der Schweiß lief mir jetzt in Strömen am Körper, doch ich trug mein Stirnband und so konnte er mir nicht in die Augen laufen und brennen.

Ich musste mich sehr beherrschen nur schluckweise zu trinken, so, dass ich nicht mein ganzes Wasser austrank, die Flasche war noch halb voll und ich hatte noch ein gutes Stück Strecke zu bewältigen. Mein Rücken heulte und zeterte in den höchsten Tönen. Ich betete, während ich mein Rad weiter aufwärts schleppte, dass kein Mountainbikefahrer mich derart erbärmlich erleben musste. Ihr Spott und Hohn wären mir sicher gewesen. Das letzte Stück Steigung war oberfies.

Zum Glück fand ich immer Bäume zum Festhalten und zog mich meterweise weiter voran, bohrte die Absätze meiner flachen Fahrradschuhe in die raschelnden Laubgewölbe, klammerte mich wie ein Affe an den Buchen fest. Meine Hände waren völlig verkrampft, weil ich die Bremsen stop-and-go bedienen musste. Das Rad entwickelte einen ordentlichen Rückwärtsdrall, doch ich sprach leise mit dem Ding, als wärs ein Kamel aus Carbon: Du braver Geist bist doch mein Allerbester, wir schaffen das schon und dann fahren wir diesen blöden Weg nach Hause als wärs gar nix und dann kommst du in die Badewanne und wirst getränkt, geschrubbt und geölt bis du glänzt und quietscht vor Wonne.

Das half mir irgendwie noch weitere Kräfte zu mobilisieren, wenn ich nur an eine Badewanne dachte und die Rehe halfen auch, gewaltig sogar, denn ich fühlte mich gar nicht allein mit ihnen, sie waren Trost und Hilfe und sie wunderten sich vielleicht was dieser seltsame und schrill grün leuchtende Zweibeiner da mit seinem Knatter-Ding für einen ungebührlichen Lärm im Wald veranstaltete. Sie waren irritiert, das merkte ich schon, doch sie liefen nicht weg.
Ich muss hundert Meter gegen den Wind nach Mensch gestunken haben, doch sie blieben beinahe so als ahnten sie wie verzweifelt ich grad war und das war nicht meine erste Begegnung mit diesen Bambi-Viechern, wenn ich mal nicht weiter wusste. Rehe sind meine Delfine des Waldes.
Sie tauchen einfach immer irgendwie zum richtigen Zeitpunkt auf und begleiteten mich ein Stückchen auf meinen zeitweisen Irrwegen.

Der Wind blies ganz genau in ihre Richtung, sie mussten mich doch riechen können? Mein Jägerlatein ist sehr schlecht. Windrichtungen bestimme ich durch Anlecken meines Zeigefingers und halte ihn anschließend in den Wind. Achte auf den Sonnenstand. Ist eine Richtungsbestimmung anhand der „Windschur“ der Kronen möglich? Im Wald ist das schwierig, denn „Windschur“ findet man nur an Bäumen, die dem Wind ausgesetzt sind. Allerdings weisen die Buchenstämme an ihrer Südseite oft eine rissigere und borkigere Struktur auf, auch findet sich mehr Moos an der nach Süden gewandten „Wetterseite“. während die Nordseite glatt erscheint, wie vom Wind abgerieben. Doch dies ist nicht bei allen Buchen so und ich hatte die Orientierung verloren obwohl ein Rest inneres Gefühl noch da war, nur eben nicht klar und sicher. Mein Fahrrad wog inzwischen gefühlt Tonnen und ich kam mir vor wie eine Ameise, beladen mit dem Achtzigfachen ihres Gewichtes kurz vorm Einknicken in den Gelenken. Mein Körper veranstaltete einen Zirkus mit meinen Muskeln, dass ich dachte, ich käme jetzt keinen einzigen Zentimeter mehr weiter voran und als ich zu meinem Entsetzen auch noch feststellen musste, dass ein Baumstamm genau an der Stelle quer liegend wie ein Wall den von mir angestrebten Weg blockierte, hätte ich am liebsten vor Frust losgeheult.

Ich hatte schon Sternchen vor Augen und fühlte mich wie eine Comicfigur von Vögelchen umzwitschert als ich fest stellte, dass eine Sippe Kohlmeisen auf dem Bergrücken quasi über meinem Kopf saß und lautstark tratschte. Jetzt wusste ich es ganz sicher, dass ich eine Comic-Figur in einem Disney-Cartoon war. Es fehlte nur noch Micky Mouse. Die Meisen juckte allem Anschein nach kaum, dass ich stöhnend und ächzend mein knatterndes Rad schulterte und es unter inzwischen ziemlich vernehmbar gezischten Höllenflüchen über diesen Baumstamm zu bugsieren begann, während es mir vorkam, dass ich waagerecht vom Boden abstand und nicht senkrecht wie es richtig ist. Ich hatte Angst, dass ich hintenüber kippen könnte, nur dass dies kein Karussell mit Sicherheitsbügel und Lehne war, sondern hinter mir ein steil abfallender Hang mit scharfkantigem Kalkgeröll der nur wartete auf den Aufprall meines Körpers und meinem Fahrrad. Die Kohlmeisen flüchteten sich über dem Krach, den ich produzierte hinein in das Geäst einer jungen Birke, die sich versuchte einen kleinen Platz an der Sonne zwischen den hohen Buchenkronen zu erobern.

Entschieden blockierte ich die Idee, samt Rad hintenüber zu kippen und kopsterdibolter den Hang hinabzustürzen. Statt dessen pflanzte ich mir ein Bild in den Kopf, dass mich glücklich mit Meisen und Rehen kommunizierend (Original Disney!) fröhlich auf dem Rad sitzend und fahrend, darstellte. Diese sehr unangebrachte und haarsträubende Euphorie half mir mehr als alles andere, denn ich schaffte es irgendwie das Rad über den Baumstamm zu hieven und mich selbst hinterher zu zerren. Auf allen Vieren und mit Tannenzapfen und vielen kleinen Zweigen im Zopf. Das darf ich doch wirklich niemandem erzählen, da lachen ja die Hühner….

Ich fühlte mich wie Herkules nach dem Ausmisten der Ställe des Augias. Ich wollte einfach nur noch in stabiler Seitenlage liegen bleiben, die Augen schließen und in diesem wonnigen Zustand hinüber gleiten in einen total heroischen Tod. Mein höchstpersönliches Frühlingsmanöver war das hier. So eine kreuzdämliche Aktion bringst auch nur du hin! schimpfte ich.. Die Meisen saßen ein Stück weiter im Gebüsch und spotteten. Man muss auch Spott gönnen können und wer den Schaden hat, so wie ich, spottet bekanntlich jeder Beschreibung. „Lacht mich nur aus!“ moserte ich leise und beleidigt, eingepellt in mein schweiß triefendes Zeug wie eine Leberwurst.

Die Rehe verabschiedeten sich nicht von mir, das machen sie nur selten. Sie sprangen einfach davon. Ich beobachtete die leichte und behende Anmut, mit der sie über die laubbedeckten Hänge setzten und folgte den aus meinen Augen nun schnell entschwindenden Blümchenhinterteilen, das Rad schiebend, erst einmal auf dem schmalen matschigen Pfad in südlicher Richtung. Dieser Bergrücken nahe Lämershagen ist einer der reizvollsten, die ich in dieser Gegend kenne. Man braucht aber Kletterfestigkeit. Rechts und links wächst an den Hängen wilder Bärlauch, nach Knoblauch duftende Maiglöckchen, die heute in der regionalen Küche schon fest etabliert sind. Jetzt waren sie noch am Anfang, ein zarter Grünschimmer über den Hängen. Zum Ende des Weges wurde es dann doch noch einmal abenteuerlich, denn ich musste den Berg auf dem ich wie auf einem Drachenrücken entlang gegangen war, wieder hinunter und wieder ging es steil hangabwärts, doch diesmal geführt vom schmalen Pfad.

Wie zur Belohnung voran gegangener Strapazen öffnete sich vor meinen Augen eines der lieblichen Langtäler des Teutoburger Waldes. Der Blick auf die anderen Berge machte mir Kopf und Brust frei, ich ließ die Augen kuppenwandern und ausschwärmen bis ich mich fit genug fühlte um mich an die Abfahrt zu machen, ich hatte noch ein kurzes Stück Straße bis ins Tal und freute mich auf eine glatte schnelle Fahrt. Meine Knochen sehnten sich nach einem heißen Bad und frischer Wind wehte mir um die Nase, die ersten Amseln sangen laut und versprachen die Ankunft des herannahenen Sommers und dieser ließ sich dann Zeit bis der Herbst eintraf.

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herbsthefe vorm abendbrot

Für die gern gemochte  Frau Wildgans für ihr Wort des Tages. Hier im Teuto bindet der Regen Fäden, ich sitz schon wieder, nein stehe, unter Termindruck und schlechtes Wetter weckt mein Lürikmonster auf. Dieser chronische Optimist reimte heute Morgen auf Hefe los weil er kalte Finger vom Schreiben bekommen hat, hier sind es zu wenig versammelte Plus-Grade für warme Hände. Kommt gut durch den Matscheherbst, mit herzlichen Modder- und Pampegrüßen, Eure Fee, die gerade zur Nixe mit Kiemen und Schwimmhäuten mutiert. Karfunkelnixe. Ich organisiere mir hier im Teuto bald ein knallrotes Gummiboot wie das von Wencke Myrrhe und erprobe die Schiffbarkeit des Senner Hellweges. Zum Gedicht mit der Hefe, es folgt nun hier für die Sonja, wie oben erwähnt:

Ein Hefeteig,

so weich wie Titti

lässt sich walken und matschen,

form schönen und auf die Arbeitsplatte klatschen!

Dafür dankt er,

verbindet sich um so besser

je heftiger Hände ihn berühren,

zum Abschluss zart glättend drüber spüren.

Ein solcher Laib ist wie ein Weib.

Die Hitze knackt die Roste glutig,

ab in den heißen Ofenschlot!

Die Küche duftet warm.

Am Berg hängt schon das Abend(b)rot.