cupido

Liebe Blogfreunde,

Es ist Frühling und mich lockt die Welt der erotischen Gedichte. Liegt am vielen Vogelsang, an dem vielen verführerischen Grün und den händchenhaltenden Paaren auf den Straßen. Die Mädels machen sich besonders hübsch und die Jungs tun besonders verlegen. Zumindest dies ist noch was es war in Zeiten, in denen sich mir alles, alles was ich kannte, meinte zu wissen, langsam auf den Kopf zu stellen beginnt und mir immer wieder einflüstert, dass Leben Veränderung ist und immer wieder auch nach Beweglichkeit und Anpassung verlangt. Gestern Abend saß ich noch auf meinem Balkon. Es war eine sehr schöne Stimmung, nach Regen duftende Stimmung. Wenn ich mich darin befinde, kommen mir viele Gedanken und Worte. Diese hier verdichteten sich heute Morgen zu einer erotischen Poesie. Ich wünsche Euch ein schönes Frühlingswochenende.

Eure Karfunkelfee

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wollusker, cupido
reich besaite mich

rauhzwirne mir
die weiche flanke

fauniger
du lendenwirbelgedicht

dreh mich

dein fester griff
in mein haar

spann mich
über dir

aus

breite mich
bis du
bedeckt
bist

über und über
gefleckt

vom duft meiner regenhaut

—-

ABC-Etüden: Wer denkt denn dabei schon an Golf?

Liebe blogfreunde,

da hat der Textstaub-Ludwig ja formidable Wörter getextspendiert. Mal lieben Dank. ok, let’s talk about sex, liebe Poeten, Erzähler, Literaten und Bildwerker, liebe blogfreunde, viel Spaß mit meiner kleinen Szene.
Natürlich untermalt von Lana del Rey.
Liebe Christiane, mein Dank für das Initiieren und Organisieren der Etüden. Du machst das toll, Ihr habt Super-Ideen…ich lese stillfröhlich mit bei Euch❣️

Liebe Grüße von Eurer Fee

Golfrasen
Gebrauchsanweisung
Bürosex

Er träumte von Bürosex mit der Putzfrau und er fragte sich ob es eine Gebrauchsanweisung geben könne, mit der er dieses begehrenswerte weibliche Wesen kapern könne, denn er hatte Schlag bei Frauen, doch nur diese eine hier bewerkstelligte es in wenigen Sekunden, dass er sich wieder fühlte wie mit köstlich aufgeregten und aufgeheizten Highspeed-Fünfzehn bei seiner allerersten Verabredung mit einem Mädchen aus seiner Schulklasse.

Dabei war diese Putzfrau untypisch sexy, passte von ihrem Erscheinungsbild so gar nicht in sein sonstiges stark geschminktes, hochgehacktes und vorzugsweise blondes Beuteschema, obendrein hatte sie Füße so lang und groß wie Elbkähne, doch dabei einen irrsinnig sinnlichen und beweglichen Mund wie Lana del Rey, das Gesicht umrahmt von rabenschwingendunklen Wallalocken. Zarteste Härchen sammelten sich in ihrem Nacken zu einem Golfrasen en miniature, er zählte Küsse wie Handycaps quadratzentimeterweise aufs Feld gehaucht. Nun kam sie auf ihn zu mit diesem sich gelassen in den Hüften wiegenden Katzengang, der ihn schier wahnsinnig zu machen drohte und all seine südlichen Energien in die untere Leistenregion zu einem hell brennenden Dornbusch versammelte. Sie hielt einen Wischmop in der Hand und trug Einweggummihandschuhe, sie war eine Latexsirene mit Riesenfüßen und einem Blick wie Glut und Hölle! Ihm wurde sehr seltsam zumute und alle seine Gedanken kreisten nur noch um den Wischmop. Wann würde sie endlich bei ihm wischen kommen? Doch da stand sie schon vor ihm und duftete nach Bewegung in dieser statischen grauen Büroluft, war wie ein flamboyanter Quell verlockender Weiblichkeit oder ein pulsierender Lichtschlag in der tristen Gegenwärtigkeit seines Arbeitsalltags und sie sah ihn an mit einem perfekten Augenaufschlag. Guten Abend wollte er sagen und brachte wie immer kein Wort heraus, weil alle Worte sich in seinem Hals zu Golfbällen verballt hatten und seine Zunge nicht länger eine Zunge war sondern ein Lippenschläger, der seinen Atem vor sich herschlug und sie überall dort hintraf, wo er auf die Schnelle ihres kurzfristigen Verweilens bei ihm nur hinlecken konnte.
Sie schien allerdings von seinem wiederholten Vorfeierabendaufruhr nichts zu ahnen, denn nun schob sie völlig unbeeindruckt von den hochdramatischen Vorgängen und chemischen Prozessen in seinem Tiefinnersten mit einem entschuldigenden Lächeln ihren wohl geformten Hintern vor seine desolate Verfassung und bückte sich geradezu aufreizend langsam anmutig mit gestreckten Beinen aus dem Stand um den Papierkorb unter seinem Schreibtisch zu leeren und er war sich nicht sicher wie er das hier auch nur noch eine einzige Minute lang länger ertragen sollte ohne dass er begann Golfbälle zu spucken und er wünschte sich wie nie zuvor, endlich die richtige Gebrauchsanweisung für diese Frau in die Hände zu bekommen um sie mit den Enterhaken seines Charmes zu kapern und das Geheimnis ihrer obskuren Anziehung auf ihn ein für allemal zu lüften.