Parts of the Process (3)

Ich fliehe in die Tagnächte

mit den Gebetsfahnen

auf den grauen Türmen.

Die Stille ist ein Antonym

mit tibetanischen Klangschalen

Verzicht ist Erleuchtung

Leere gleich Erfüllung

Trennung Befreiung.

Asoziales einsames Wissen.

Lasset uns lächeln.

Omm.

 

Alle haben Angst voreinander,

darum haben sich alle

nur noch furchtbar gern.

Gefühlszensur

Eckdatencheck

Ich will nicht die Maske

mit den Federn

haben sie denn nichts

mit Raubtieraugen?

 

Ich stehe als Eckdatum

vor einer weißen Fläche

suche nach Schatten

in denen ich Ähnlichkeit

erkennen kann.

Doch ich finde

Außerirdische

mit Antennen

auf dem Kopf

die meinen

mich entführen zu dürfen

und ihre schlechten Erfahrungen

aus mir heraussezieren

um sich selbst

besser zu verstehen.

ich bin ein Forschungsergebnis

ein Feldversuch

mit dem Rücken zur Wand

ich erschrecke

vor der Kälte

fremder Intelligenzen.

 

Sind Menschenbilder

im Laufe der Evolution

zweidimensional

geworden?

Ich schließe von mir selbst

auf andere

und will durch

ein Nadelöhr passen.

meine wechselwarme Sprache

stellt sich quer

wie der berühmte missing link

Gedankenammoniten

liegen herum.

 

Ich bin ein Fossil.

Finde mich.

Sammele mich.

Archäologisches Mantra.

Wir sagen Omm.

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7 Kommentare zu “Parts of the Process (3)

  1. finbarsgift sagt:

    ein sprachvielfalt
    die ich ein paar wochen
    sehr vermisst habe
    und an der ich mich nun
    wieder gierig labe
    aum sei dank
    omm…

  2. Trennung
    bedeutet Befreiung
    von tropfendem Gefühl
    manchmal zu viel
    für einen, reichte für viele
    sammelte sich, wuchs
    über sich hinaus
    ging ganz und gar
    aus sich heraus
    mit offenen Armen und
    prallem Herzen voll
    grimmiger Schmerzen

    ich höre die Schreie
    weine, umarme, halte fest
    wiege leicht wie der Wind
    in den Birken, verneige
    mich demütig vor den
    Gefühlen der Welt

    tröste,
    wo Tränen fließen,
    die keiner sieht, wo
    Schmerz noch nach innen
    fließt – weil der Weg
    nach außen nach einer
    einzigen überwindlichen
    Stelle sucht

    • karfunkelfee sagt:

      „wo Tränen fließen,
      die keiner sieht, wo
      Schmerz noch nach innen
      fließt – weil der Weg
      nach außen nach einer
      einzigen überwindlichen
      Stelle sucht“

      Wow, Bruni!

      …du Wortzauberin…

  3. liebe Fee, alle Deine Worte in dieser letzten Zeit sind wundervoll. Sie sind mächtig und kommen aus der Tiefe Deiner Seele, da haben sich alle versammelt und mußten heraus.
    Du wirst meinen Kommentar dahin zuordnen, wo Du ihn haben möchtest.
    Eine liebevolle Umarmung
    von Bruni

    • karfunkelfee sagt:

      Bruni, es sind seltsame Texte.
      Ich denke nicht über sie nach,
      jeden Morgen kommt einer heraus.
      Mal sehen, wie lange das noch so weitergeht.
      Wird noch ein Buch…

      Dein Kommi ist genau dort gelandet, wo er hingehört.
      Danke Dir…

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