Nothing without you – Vienna Teng

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15 Kommentare zu “Nothing without you – Vienna Teng

  1. finbarsgift sagt:

    schöner mono no aware song *lächel*

    nothing without you
    cannot be true!
    not all without you
    that is true!

    saying hello to you in the morning of life

  2. Wolfgang sagt:

    To know not who you are and to be nothing without you… that’s like longing for something unspecified.
    Take a close look at the inside of you and find what you thought was missing.

    Trotzdem ist es ein schöner Song, liebe Fee, und ich wünsche Dir einen schönen Tag.

    • karfunkelfee sagt:

      …seltsam…
      diese Textzeile sehe ich nicht als Statement, nichts ohne den anderen zu sein, sich nur durch dessen Augen gespiegelt zu fühlen…sein zu können…eine
      Vorstellung, die ich als beengend empfinden würde, wäre es so.

      Ich empfinde Vienna’s Song als einen Ausdruck der Wertschätzung des anderen…es könnte so sein, es ist nicht so…doch es könnte…weil der andere so viel bedeutet.
      Sagte es mir jemand, würde ich es als einen liebevollen Ausdruck meiner möglichen Bedeutsamkeit für ihn verstehen wollen.
      Dann wäre das fein…:)

      Es ist ein wunderschöner Song.
      Wie geschaffen für abendliche Kerzenmomente, wenn es draußen doof vor sich hin regnet und stürmt.

      Ich wünsch Dir auch einen schönen Tag.
      Fein, dass Du Zeit gefunden hast, vorbeizuschaun.

      Lieben Gruß von der Fee

      • Wolfgang sagt:

        Liebe Fee,
        wie man diese Textzeile interpretiert, das hängt vermutlich davon ab, mit welcher Seite der Medaille man sich am ehesten identifiziert. Natürlich möchte man/frau sich gerne in die Sängerin versetzen und der/dem Geliebten mit so wundervollen Tönen von den eigenen Gefühlen erzählen, von dem sehnen, dem inneren Verlangen, das nie aufhören will. Wenn dieser Zustand aber über Jahre andauert, dann sollte so jemand – aus rein psychologischer Sicht – dringend therapiert werden, und das kann ich sagen, weil ich schon recht lange auf der anderen Seite stehe, und ja, es ist beengend.
        Einen lieben Gruß zurück von Wolfgang

      • karfunkelfee sagt:

        Lieber Wolfgang,

        Für den Menschen, der glaubt, ohne den anderen nicht sein zu können, ist es ein qualvoller Zustand, weil er unter der ständigen Angst, den anderen zu verlieren, wie auch immer, leidet.
        Den meisten ist ihr Verhalten jedoch unbewusst und nicht immer ist es möglich, es überhaupt zu therapieren.
        Das hängt sicherlich auch davon ab, inwieweit der andere die ständige Verlustangst selbst irgendwann als so unerträglich qualvoll empfindet, dass er sich bewusst davon distanzieren möchte, um freier zu werden, auch die Kraft dafür aufbringt, sich gegen sich selbst zu wehren.
        Und es hängt davon ab, inwieweit der Betreffende auf seinen Partner schaut: Wie geht es Dir denn mit mir?
        Das ist eine Form von Achtsamkeit, Behutsamkeit – jeder kann es erlernen, doch vielleicht hängt es auch vom Naturell, der Erziehung und dem Charakter ab, es umzusetzen.

        Wenn Du nun schon so lange in diesem beengten Zustand lebst, lässt das viele Rückschlüsse auf die Tiefe Deiner Gefühle und auf Dein Verantwortungsbewusstsein zu.
        Es spricht sicherlich für Dich, wenngleich ich auch meine, aus Deinen Worten sehr viel Traurigkeit herauszuhören und hoffe, Du schaust auch gut auf Dich dabei.

        Ich kann nur jemanden glücklich machen, wenn ich selbst glücklich sein kann, dafür sorge, dass ich es bin.
        Sonst kann es geschehen, dass ich meine Unzufriedenheit auf den anderen projiziere…
        Das Unbewusste ist immer präsent und es zeigt sich in den Handlungen und im Verhalten, wann es kann und wie es kann, weil es danach trachtet, wenn wir leiden, eine Änderung herbeizuführen.
        Unglücklichsein und Unzufriedenheit sind seelische Schmerzimpulse…so verstehe ich es für mich.

        ich schwafel hier psychologisch herum…weil mir das Leid tut, was Du schreibst und weil ich es so oft von anderen Menschen höre…und aber auch selbst weiß, wie schwierig es ist, wenn ich mich jemandem verpflichtet fühle, aus was für Gründen auch immer, bei ihm zu bleiben, obwohl ich mich mit ihm unwohl fühle oder etwas vermisse.
        Es ist ein Lavieren zwischen eigenen Bedürfnissen, dem besseren Wissen, Pflichtgefühl, Liebe…doch letztendlich stehen irgendwann die Herzensentscheidungen an und ich werde gefordert zu handeln, die Dinge aus- oder anzusprechen, zu ändern, bevor der Selbsterhaltungstrieb sich vehement durchzusetzen beginnt.
        Das ist schwer, vor allem, wenn ich dadurch vielleicht auch jemandem Schmerz zufügen muss, indem ich ihn auf mein Bedürfnis hinweise.
        Doch es hilft ja nichts…wenn ich ihn liebe oder bei ihm bleiben will, muss er es wissen, denn sonst wäre schlussendlich genau das eingetreten, was der andere durch sein Verhalten versuchte zu verhindern:
        Er würde mich nämlich verlieren -auf welche Weise auch immer…es würde sich bei mir zeigen – in meinem Verhalten und in meiner Gesundheit, die nach Heilung suchen.

        Das ist das Resonanzprinzip…hm…schwere Thematik…aber irgendwie auch logisch, oder?

      • Wolfgang sagt:

        Liebe Fee,

        du hast vollkommen recht, natürlich ist es für einen Partner mit solchen Verlustängsten ein äußerst quälender Zustand, der allerdings auch denjenigen belastet, den er oder sie glaubt, zu verlieren, einerseits, weil er/sie mitbekommt, dass der andere leidet, andererseits, weil die Versuche und Bemühungen, den Verlust zu verhindern, ihn/sie sehr einengen. Dieses beengende Gefühl führt tatsächlich irgendwann zu dem Wunsch nach Distanz und Freiheit und wird irgendwann genau dazu führen, was der Partner mit den Verlustängsten zu verhindern versucht.
        Wie Du schon sagst, geschieht dieses Verhalten meist unbewusst. Um das vorprogrammierte Ende der Beziehung abzuwenden, muss das einengende und „klammernde“ Verhalten bewusst gemacht werden, und ein vernünftiger Therapeut sollte dazu in der Lage sein.
        Ich selbst habe den beengten Zustand zuletzt kaum noch ausgehalten, jeder Versuch, für mich selbst zu sorgen, hat das Problem nur noch verschlimmert, sorge erst in letzter Zeit sehr gut für mich und versuche mich gleichzeitig auch als Therapeut, der versucht, der anderen Seite ihr Verhalten möglichst sachlich vor Augen zu führen. Dafür kann es manchmal auch hilfreich sein, miteinander trotz räumlicher Nähe per E-Mail zu kommunizieren.
        Verantwortungsbewusstsein ist möglicherweise eine Ursache für derartige Probleme, es kann aber auch der Ausweg sein, wenn beide Seiten erkennen, dass sie auch für sich selbst die Verantwortung tragen und es selbst in der Hand haben, das eigene Glücklichsein und das des Partners/der Partnerin zuzulassen.
        Für Deine lange, ausführliche, sorgfältig durchdachte und sehr persönliche Antwort danke ich Dir sehr, und ich habe sie überhaupt nicht als „Geschwafel“ empfunden.

        Einen lieben Gruß von Wolfgang

      • karfunkelfee sagt:

        Lieber Wolfgang,

        keine einfache Situation für Dich und sie, um die Du kämpfst.
        Es ist reine Nervensache und in der Regel steht Ihr Euch zu dicht gegenüber, als dass es ohne Emotionen ablaufen kann und die Sicht uneingeschränkt sein kann. Es ist so schwer, dieses Vertrauen zu entwickeln, dass ich immer, egal wie ich sei, sicher sein könnte, von meinem Partner geliebt zu werden. Das ist Urvertrauen. Manche haben es nicht. Manchen wurde es genommen. Sei es durch Traumata oder andere bittere Erfahrungen und Erlebnisse, denn imho kommt jeder Mensch auf die Welt mit diesem Vertrauen, angenommen und geliebt zu sein (von der Mutter oder einer anderen ersten Bezugsperson). Die Menschen, denen dieses Vertrauen, diese Fähigkeit der Hingabe an den anderen fehlt, leiden unter beständigen Verlustängsten. Sie müssen davon ausgehen, dass der andere nicht rechtzeitig signalisiert, wenn etwas nicht passt. Sie müssen davon ausgehen, dass sie verlassen werden, auf Grund ihres Verhaltens oder weil sie sich nicht für wert befinden, vom anderen geliebt zu werden – es gibt so viele Ursachen und Gründe für ein klammeriges Verhalten, doch es ist immer Ausdruck fehlenden Vertrauens und Verlustangst, großer Unsicherheit.
        Du versuchst, ihr zu helfen und ich wünsche Dir und ihr Erfolg.
        Was Ihr versucht, ist sehr schwer umzusetzen, doch es kann gelingen, wenn sie es auch von ganzem Herzen will und Du lange genug die Siutation erdulden kannst.
        Es ist ein Freiheitskampf, ihrer.
        Und Deiner.
        Ganz viel Glück wünsch ich Euch…:)

        Viele liebe Grüße,
        von der Fee

  3. Liebes Feechen,
    eine wunderbare Antwort hast Du da Wolfgang gegeben und dieser Satz „Ich kann nur jemanden glücklich machen, wenn ich selbst glücklich sein kann, dafür sorge, dass ich es bin.“
    ist zutiefst wahr. Es gibt Situationen, da kann , warum sei dahingestellt, man sich nicht aus einer Verbindung lösen ohne für sich und den anderen einen riesigen Scherbenhaufen zu hinterlassen, aber es gibt auch Lösungen, die ein Nebeneinander von Beziehungen zulassen…natürlich ist das nie etwas Vollkommenes…aber gibt es das überhaupt in Beziehungen?
    Viele Ehen sind nur noch Wohngemeinschaften, doch auch das kann funktionieren, wenn man nicht den Respekt voreinander verliert. Man muß dann nur dafür Sorge tragen, vom ( Liebes-)Glück ein kleines Stückchen für sich zu erhaschen, damit ich es weitergeben kann….das kommt dann allen zugute….
    liebeGrüße in Deinen Morgen
    Karin

    • karfunkelfee sagt:

      Im zusammengesetzten Wort: freilassen, steckt das Wort: ….lassen
      Und das scheint ein großer Widerspruch zum Wort: frei
      zu sein.
      Denn warum …würde es sonst so oft falsch verstanden werden, oder?

  4. ich bin so frei…..jemanden zu lassen…….
    ich bin nicht frei…jemanden zu lassen….
    ich lasse mich frei sein
    ich lasse

    • karfunkelfee sagt:

      ich…

      das ist die Lektion
      sie schmeckt bitter wie Tausengüldenkraut
      sie scheint gewissenlos
      sie ist unerbittlich konsequent
      schmerzt wie ein schlagendes Lineal
      auf den selbstgefälligen Fingern

      diese Lektion lehrt
      zu lassen
      worauf ich
      keinen Anspruch habe
      zu wissen
      dass ich mich verlieren werde
      wenn ich sie nicht lerne

      ich…

  5. Die Einsicht, daß ich etwas vom Anderen nicht bekomme, was ich mir von ihm wünsche, ist bitter und auch das Eingestehen, daß ich dem Anderen nicht geben kann, was er sich von mir wünscht…. es ist ein Hinterfragen der eigenen Gefühle…wie echt sind sie noch, bestehen sie nur aus Pflichtbewußtsein, der Angst vor Konsequenzen bei ihm…bei ihr…..
    Zusammenleben geht dann nur noch ohne Liebesanspruch an den anderen…….auch das geht….ein Ehepartner kann auch zu einem sehr guten Freund werden…..aber dazu müssen eben beide bereit sein und sich Freiraum geben…. es erfordert Größe….von beiden…
    Miteinander aneinander leiden….es kann die Hölle sein,
    ihr zu entrinnen muß man für sich Wege finden und so wie Wolfgang jetzt einen schriftlichen Austausch versuchst, ist das vielleicht für ihn die richtige Lösung…..
    möge die Übung gelingen….. und immer wieder:
    Ich kann nur jemanden glücklich machen, wenn ich selbst glücklich sein kann, dafür sorge, dass ich es bin.”

    Eine bereichernde Diskussion ist um diesen Liedtext herum entstanden.
    Mit lieben Sonntagsgrüßen
    Karin

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