Song for Zula – Phosphorescent

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Sonntags-Etüde (plim-plim)

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Manchmal

kann es wichtig sein

vor zornigen Fragen

nicht wegzurennen

sondern erstmal

alles säuberlich

voneinander zu trennen

 

Dies geht am allerbesten

allein

im stillen Kämmerlein

begibst Dich zu Dir

von allem fort

an einen

kontemplativen Ort

betrachtest um Dich herum

(dideldum)

den menschlichen Ringelreihn

splittest Dein Dasein

auf in die verworrenen Stimmen

die wie Öl auf Wasser

heißbrennend

oben schwimmen

die Dein Fell

gegen den Strich trimmen wollen

 

An Deinem Ort

(den Du nur allein betreten darfst)

hältst Du Dir erstmal die Ohren zu

von all dem lauten Gezier

dann greifst Du Dir Tastatur

oder ein Blatt Papier

schreibst auf

dagegen dafür

du bist eine Allür

du da – auch!

 

übrig bleibt zum Schluss

ein wenig Pistolenrauch

ein klareres Gefühl

in Deinem Bauch

das nennt man Ausschlussverfahren

es ist ein sehr kluges Gebaren

denn heraus

kommt manchmal

sogar etwas Kunst

geboren aus dem

vielstimmigen Dunst

der Gedanken

denn das funktioniert

(manchmal)

so nämlich auch recht gut

obendrauf gibts

(vielleicht, manchmal, nicht immer)

– als Sahnehäubchen

süßen Lebensmut

auf die kritische Schnut

und es ist gut.