Zeitengedicht (Eyes wide open)

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Es gibt Zeiten

in denen es wichtig ist

gemeinsam zu sitzen

miteinander zu sprechen

in die Vergangenheit

tief einzutauchen

um in ihr die Gründe

dafür zu finden

warum jeder

so geworden ist

wie er ist

jeder für sich selbst

jeder mit den anderen

zusammen.

*

Es gibt Zeiten

des Schweigens

der Suche nach Kraft

der Heilung wenn

einander Verletzung

geschehen ist

im Schweigen

schläft die Klarheit

des eigenen Herzens

Sie wird geweckt

durch uns

eine jede

in ihrem Tempo.

*

Es gibt Zeiten

in denen

keine Zeit ist

die Liebe all-täglich

ausdrücklich

miteinander zu leben

*
Darum ist es wichtig

in allen Zeiten

denen des Sprechen

jenen des Schweigens

dies zu bedenken:

Wieviel Lebenszeit bleibt

uns miteinander?

Wie oft noch

werden wir uns im Arm halten

einer in der Wärme des andern

Wie oft noch

haben wir noch Gelegenheit

dem anderen zu zeigen

dass wir ihn lieben?

*

Jeden Tag,

in allen Zeiten

haben wir Gelegenheit

diesen Fragen

einen roten Teppich

zu Füßen zu breiten

auf dem sie einherschreiten

um unser Auge zu weiten

für ein anderes Leben

Jeden Tag haben wir

diese Zeit

dem anderen

außer unseren

täglichen Fragen

auch unsere Liebe

zu zeigen und zu geben.

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2 Kommentare zu “Zeitengedicht (Eyes wide open)

  1. Karin sagt:

    und es gibt Zeiten, in denen scheinen die Hürden, den Anderen zu verstehen bzw. sich verständlich zu machen, unüberwindlich zu sein….ich wünsche mir Zeiten des Miteinander trotz räumlichen Getrenntseins……es wäre so leicht….und scheint so schwer…..
    und es sind oft die Menschen, die einem die Liebsten sind…..
    einen lieben Gruß an Dich
    Karin

  2. karfunkelfee sagt:

    Ich weiß schon, was Du meinst.
    Doch die Hürden, den Anderen zu verstehen, bzw. sich ihm verständlich zu machen, sind oft auch eigene Hürden, deren Beschaffenheit zu kennen, das Risiko des Wunsches einen Sprung darüber zu wagen, besser einschätzbar macht, oder…?

    Über eine kilometerweite Distanz einen anderen erfühlen zu können wäre ein unrealistischer Wunsch, selbst, wenn man sich noch so nah stünde und bei aller Empathie.
    Man bekommt immer nur einen Teileinblick in den für sich geschlossenen Lebenskreis des anderen.
    So können natürlich auch schnell Missverständnisse entstehen…
    vor allem, wenn zweie ganz schön unterschiedlich sind. :))

    Die liebsten Menschen machen Dich am verletzlichsten, das ist die Kehrseite der Medaille.

    einen lieben Gruß zurück
    vom feechen

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