rein theoretisch

20140104-113821.jpg

rein theoretisch

gehe ich mit dir

hand in hand

ein paar sterne pflücken

eine weile ohne eile

mono-mental-glücklich

händchenhaltende synapsen

verschlungene syntaxen

denken sunbeams

in unser gesicht

körperliche abwesenheit

ist dabei pflicht

berührungslos schatte ich

in deine tiefuntiefen

du scheufliehst

bist wie geysire

heißhochverdampft

zeitweise erneut sprudelnd

ein bild alle bilder

wild, wilder, stopp!

anfassenverbotenschilder.

 

gelegentlich tieftspurt es

dann wieder

seichte oberflächlichkeit

als sei nichts gewesen

als könnten zeilen

zwischenlesen in verwittertem

das ungeschrieben

verblieben

inzwischenräumen

verfällt, rieselt, sich verpieselt

rein theoretisch natürlich

übergebührlich um dank bemüht

zeit die in zeit übergeht

welt, die sich

umstandsbedingt weiterdreht

gleichgültig dabei

auf dem Kopf stehend

obenunten keine frage

rein theoretisch

alles, was ich dir sage.

 

Advertisements

28 Kommentare zu “rein theoretisch

  1. Karin sagt:

    Virtuelles Lieben ….in dieser wwwWelt stark vertreten und praktiziert, man schaue sich nur um , weil der Mut fehlt, sich der Realität auszusetzen….rein theoretisch, rhetorisch perfekt und doch inhalts- und blutleer und diese Liebe ist vielseitig verteilbar…wie praktisch….
    aus Deinem Gedicht spricht Zorn….ich kann ihn gut nachvollziehen.

  2. lautleise sagt:

    Wieder wirklich anregend zu lesen:)

  3. Und das nächste mal machst du das alles rein praktisch – nur beim Sternepflücken sehr vorsichtig, das ist wahnsinnig hoch!

    • karfunkelfee sagt:

      Sterne pflücken immer wieder mit wem.
      Auch wenn die Dinger
      so ungeheuer oben sind…
      die Umsetzung in die Praxis
      erfordert das Wissen um die Funktionsweise von Warp-Antrieben, den Umgang mit einem insektoiden Schwarmgleitermodell in voller Schutzbeschildung und Fliegen mit Lichtgeschwindigkeit….;)

      🙂

      • uiuiui – bei Lichtgeschwindigkeitsflug dürfte ich davor nicht gefrühstückt haben, denn das käme rückwärts. – Ansonsten machbar 🙂
        Richtiger Begleiter natürlich vorausgesetzt.
        Mach mal, ich komme applaudieren!

      • karfunkelfee sagt:

        Dir trau ich das Fliegen himmelhoch zu und der ABC-Hund kommt auch mit…
        Alles klärchen…;)

      • Ich glaube, wenn ich nochmal richtig jung wäre und mit anderen Möglichkeiten aufwüchse als damals – ich würde mehr Dummheiten machen als ich zu DDR-Zeiten machen konnte.

      • karfunkelfee sagt:

        Dummheiten machen geht immer….
        Windschiefes Grinsen…
        selbst in abgeklärter lebensfeindlicher Umgebung…;)

      • Ich muss mal gucken, ob es an der VHS einen Kursus für die Erlernung von „windschiefem Grinsen in feindlicher Umgebung“ gibt. hihi

      • karfunkelfee sagt:

        VHS?
        Da ginge ich hin, um mich wissensstandtechnisch in Origami zu reloaden…
        Windschief ist nur krumm, aber noch nicht sturmgeplättet…;)

      • Origami-Kraniche würde ich für andere falten, nicht für mich!
        Die größte Bastlerin vor dem Herrn war ich nie!

      • karfunkelfee sagt:

        Himmel und Hölle…:)))
        Zurück zum Thema…;)
        Gefaltet, bemalt und dann kommt der Aufklapp(Himmelblau)-Zuklapp(höllenrot)-Daumen-Zeigefinger-Zukunftsbringer, ist wie Kino…;)

      • Na, das ist aber die Kindergartenvariante von Origami – das kann ja sogar ich. – Und dass ich nicht in den Himmel will, das weiß ja sogar ich 🙂

      • karfunkelfee sagt:

        haha…ja…das ist es!
        Ich konnte mal einen Origami-Frosch, der wurde aufgeblasen.
        Und die Kraniche…konnten mit den Flügeln wackeln.
        Ich konnte einen Kubus, der wurde auch aufgepustet, von innen…
        …und den Rest…über das Fliegenlernen über Mauern ohne VHS-Kurs mit einem Origami-Kranich…erkläre ich Dir via Mail.
        🙂

      • Ein 10jährier bei meiner Schwägerin holt sich die Anleitungen aus dem Internet und helfen musste ich ihm dann beim Falten. Die Blüten wurden auch aufgeblasen.

  4. finbarsgift sagt:

    klasse Duktus, Feechen!
    Recht haste, DAS musste auch mal wieder gesagt werden!

    Es gibt nun mal das RL und das VL, ist so,
    für manche ist das VL ein großer Teil des RL,

    und manchmal schwappen RL und VL über und ergiessen
    sich in einem gemeinsamen RLVL, werden gar zum fast nur noch RL,

    das haben wir beide alles schon erlebt,
    wie da die Erde bebt…

    hab ein schönes weekend,
    lg vom lu

    • karfunkelfee sagt:

      Es kann nicht oft genug erinnert werden daran, dass hinter den Tastaturen Menschen sitzen.
      Du blickst immer nur vor den Screen, schwarz-weiß.

      Und manchmal, ja, da lernen sich auch welche kennen im Internet und höre und staune:
      Täglich, stündlich, minütlich, sekündlich!
      Und noch mehr:
      Sie nehmen wer weiß wie Kontakt auf miteinander und befreunden sich oder lieben sich und wie im RL geht das auch manchmal schief und wieder auseinander, so what?

      So ist das Leben.
      Und die virtuelle Realität, da widerspreche ich Dir, hat längst schon in unser sogenanntes „Real Life“ Einzug gehalten, wir sind mobil, jederzeit.

      Ich habe erlebt und ich erlebe und ich werde erleben.
      Punktum.
      Für alles andere
      bin ich mir hoffentlich
      lebenslänglich
      zu jung.

      lg vom feechen

      • finbarsgift sagt:

        Natürlich sitzen dort Menschen, was, wer denn sonst?

        Und mit deinem „Widerspruch“ rennst du bei mir ja offene Türen ein, bin ich doch schon SEHR lange der Ansicht, dass das VL längst ein fester Bestandteil des RL ist, und übrigens auch vice versa… und die feste Brücke zwischen beiden Welten ist das für dich inzwischen längst unverzichtbar gewordene iPhone in deiner Hand…

      • karfunkelfee sagt:

        Sagen wir es mal so, Lu…
        …ICH, nur ich habe diese Wahl…und mir bleibt sie überlassen, ob virtuell, phonisch oder sonstwie….
        an Deiner Wahl zeigt sich Deine Gesinnung, das Handeln, nicht der Gedanke zählt, wie Du ja weißt.
        Worte…?
        Makulatur und Krücke.
        Und manchmal…
        …wenn es nichts anderes gibt als nur Worte, die eine Basis sein sollen,
        können Worte das Potential von Drachensaat entwickeln.

        So ist das…dazu braucht es nicht einmal einen Widerspruch, das geht von ganz allein.
        Türen?
        Ich bin jemand der anklopft und wenn keiner Zuhause ist, sich umdreht und wieder geht.

        That’s life.
        Virtuell oder real, es ist hierbei…
        …egal…

        Liebe Grüße von der Fee

      • finbarsgift sagt:

        rein theoretisch stimmt das ja alles, feechen,
        doch zu was taugen menschen ohne worte?

        und nochmals, zur klarifizierung:
        RL und VL gibt es nicht getrennt,
        es gibt nur (noch) ein RVLL,
        c’est la vie moderne…

        und natürlich ist es schön jemanden zu sehen,
        zu sprechen, ihm/ihr direkt in die augen zu schauen,

        aber es ist auch schön, mit jemandem zu schreiben,
        zu poetisieren, herauszufinden, was da alles so ist…
        so ist das leben auch, punktum.

        liebe sonntagsgrüße
        vom lu

      • karfunkelfee sagt:

        Sich die Treue zu halten, erfordert Konsequenz und Grenzlanderfahrung.

        Liebe Grüße vom feechen

  5. Karin sagt:

    welches Medium die Menschen benutzen, um Kontakte zu pflegen ist letztendlich wirklich egal, ich befürchte nur, dass sich inzwischen viele Menschen hinter ihrem virtuellen ICH verstecken, sich dort eine Scheinwelt aufbauen und der wirklichen Realität gar nicht mehr gewachsen sind bzw. sich ihr nicht mehr stellen. Darin sehe ich eine Gefahr vor allem im zwischenmenschlichen Bereich.
    Einem Gegenüber in die Augen zu sehen, ist etwas anderes, als gegen den Bildschirm, das Display zu schauen.
    Deine Aussage mit dem Anklopfen, evtl. vor verschlossenen Türen zu stehen und wieder zu gehen, finde ich ein schönes Bild und vor allem ein konsequentes Handeln.
    Für mich ist die reale Begegnung mit einem Menschen immer noch vorrangig…ich möchte ihm gewachsen sein und er soll es mir.
    Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Freundschaft, Liebe, Interessengemeinschaft o.ä. geht…..auf die Menschen in natura bin ich gespannt, nicht auf ihr rein virtuelles Leben…

    das ist meine subjektive Meinung dazu -:)))

    • karfunkelfee sagt:

      Das Bild der Tür taucht immer wieder in meinen Texten auf.
      Ich lasse sie auch gern angelehnt, wie Du weißt, weil es nicht gut ist, etwas vorweg zu nehmen, das erst durch die Entwicklung der Dinge, den Fluss, eine Richtung entwickeln könnte. Auch mit Positionierungen möchte ich nicht im Raum herumstehen, das brauch ich nicht, sie blockieren mich.

      Doch es gibt manchmal Situationen im Leben, in denen es wichtig werden kann, Distanz aufzubauen, manchmal auch endgültige, um zu heilen, innerlich.

      Ich möchte noch vielen Menschen begegnen, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet. Wer mir gut tut, für den nehm ich mir gern Zeit, so ist das doch?
      Doch wenn Kür zur Pflicht wird und sich in oberflächlichem Positivismus verseichtigt, sollte nachgedacht werden und das tat ich.

      Lieben Gruß vom feechen

  6. Karin sagt:

    Kennst Du die Geschichte von Ovid über die Nymphe Cardea?
    Diese machte sich ein Spiel mit ihren Verehrern, die sie zum Stelldichein bat, nur um ihnen dann zu entwischen, sobald sie diese aus den Augen ließen.
    Nur einer hat sie gebändigt, der doppelgesichtige Janus, der ihr als Dank dafür die Herrschaft über Schwellen, Türschlösser und Türgriffe verlieh.
    Ovid’s Metamorphosen sind immer wieder unerschöpflich und auch seine ars amatoria.

    vom Hölzchen auf’s Stöckchen bringt so ein Eintrag…..Lebendigkeit im Blog….. ernst und heiter…..sehr belebend…

    • karfunkelfee sagt:

      Alles klar.
      Dann will ich mal Herrn Ovid und seine Nymphe suchen gehen, vielleicht kann ich sie überreden, mit mir zum Wortverspielen nach draußen zu gehen.
      Janus?
      Der sieht auch nicht alles, dem Kopf fehlt eine Rotationsvorrichtung, weswegen in seinem perspektivischen Sehen…
      …tote Winkel entstehen…:)

  7. rein theoretisch hätte ich an Deinem feinen Text vorbeigehen können, doch es trieb mich dann real, doch im VL zu einigen eigenen Zeilen.

    Anfassenverbotenschilder tun weh, real und virtuell.

    Doch beides hochinteresssant, poetisches Prickeln im virtuellen Land, das sich ins reale Leben ergießt und dann in beiden sprießt.

    Leider versteckt sich im VL auch vieles, was im RL Farbe bekennen müßte. Hier ist die Gelegenheit günstiger, sich zurückzuziehen, es beim Virtuellen zu belassen und keinerlei Risiko einzugehen.
    Das kann dann der einen oder auch anderen Seite kriminell weh tun und nicht nur virtuelle Schäden hinterlassen.

    So wundervoll es ist, diese beiden Leben haben zu können, so können sie auch zerreißen und Schmerzen bereiten, alle beide, das VL und das RL .

    Wenige Gedanken zu einem brisanten Thema
    von Bruni

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s