wild wild west

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wild wild west
free soul rest
everytime time
on a quest
searching for
the wild
indians
conquistadoring
heart
heading for future
being everytime
a part of
farewells and
new starts
crying out loud:
Yippie yay yey!
today is the day
to re-find the
new world
in well-known
places and new
playgrounds
let’s saddle
free grey hounds
and feeding them
with spirit of route 66
and all
what theiy’ll need
to make them lucky
to force their speed
to sensible their
fine fine noses
wild west can be
a direction
on leaving streets
guiding through
desert prairies
or gardens
of roses.

Einstürzende Neubauten mit Anita Lane: Blume

Das Video hatte keinen Ton!

Da suchte ich noch einmal und ich fand:

Nick Cave! Mit einem Intro, einer wunderbar filigranen fragilen vorsprache (er wiederholt sich vor verlegenheit und qualmt wie ein schlot dabei….hahaha)…das musste ich unbedingt ändern und deswegen nun hier eine kleine „dreckige“   perle von früher (anlehnung an anitas lanes grandioses album, dirty pearl)

blume

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dein blattgrün

allegrün

deine blüten

immerblühn

von deinem

bunten

wildwuchernden

lichtatem

in jeden tag

in der nacht

von wassererde

genährter

sauerstoffhauch

blassen deine farben

ruhen deine wurzeln

schwankt unmerklich

in stetem wachstum

begriffen

same blüte frucht

schwelgerisch am tag

zart in der nachtluft

dein filigraner

blumenduft

in der basis erde

in der herznote

allelementare

tendenzen

holzfeuer

meerwasser

bergluft

rosenerde

in der

kopfnote ergänzung

fliegend duftig leicht

erinnerung

an die blume

ihr lebendiges original

unerreicht

vorlage, ideenfunke, gedanke

längst

tot und vergangen

selbst schon wieder

geworden

zu nährender krume

für die nächste blume…

Ein Wort: grün

Kraniche 2014 Frühjahr - Copycut 2

 

krokusblau

zaubernussgelb

in noch

schlafenden dingen

unter laub

in vorjährigen

hexenringen

feenstaub

ein frühmorgendlicher

gedanke

im hellen

vormittagsklang

ein schneller ton

ein mittagsblumensame

auf der fensterbank

im sonnenstand

ein vertrockneter ast

leicht und tot

aus einem

baume sich zu

boden sinken ließ

zu erde werdend

im kreislauf fließt

am vorabend

ein schattenriss

in lichtreflexen

krokusblaue träume

in zaubernussgelb gießt

gibt grün

geht hoffend

in die nacht

träumt von

lebendigen farben

vorm fenster

kranichklagen

kehrt  zurück

wollen mich

nach frühling fragen

ich singe

ein wort für sie:

grün

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Wer ist Paul?

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Wer ist Paul? – Streitkultur vor dem Hintergrundklang von Bauhaus-Architektur

Ich kann das nicht. Sagtest Du. Das geht nicht. Das will ich nicht. Davor – habe ich Angst. Du schautest mich an, in den Augen das P für Panik.  Wovon wir sprächen, fragte ich Dich. Was Dir Angst bereitete. Du sagtest nichts. Nanntest mich eine dusselige Kuh. Hast Dich abgewandt und dann Dein ganzes Feuerwerk abgefackelt, das Du sein kannst, wenn du eingeschnappt bist. Jeder Gesichtsmuskel kontrolliert beweglich und gleichzeitig wie eingefroren. Minimalistisch. Du bist minimalistisch und dabei makrobiotisch. Lach nur. Ich weiß. Ich werde so, wenn wir streiten. Wie Yoghurt, links- rechtsdrehend, dann Milchschaum, ganz süß und klebrig. Jetzt fängst Du schon wieder an von Vertrauen zu sprechen. Wer wem? Ich Dir? Tu ich doch. Du schaust mir in die Augen und sagst: Du wollest den Mantel des Vertrauens um mich weben. Das ist aber poetisch ausgedrückt, denke ich, Du meine Güte!

Sofort habe ich natürlich den Heinrich Heine im Kopf mit den Webern, das war ein Totenhemd für Deutschland, weißt Du noch, dieses Gedicht? Das geht mir durch Mark und Knochen, heute immer noch, wie immer schon, von Anfang an. Du sprichst von einem Mantel, den Du um mich legen willst? Ich sage Dir was: Mäntel sind Behelfe gegen Kälte. Ein durchtrainierter Körper mit ordentlich Muckis und der beweglich ist, der kann rennen und sich bewegen. Der wird keinen Mantel wählen, der wird eine Jacke nehmen, wenn es schon sein muss, etwas Leichtes. Mäntel sind toter Stoff, tote Materie. Sie können zu groß sein, schlecht geschnitten, unvorteilhaft im Sitz, dann schlackern sie um Dich herum, und behindern Dein Laufen. Oder sie sind zu klein und Du kannst Dich in ihnen nicht richtig bewegen und gehst nur noch gebückt im schweren Mantelstoff. Ich denk schon wieder mal an Loriot, warum nur denke ich dauernd an ihn? Weil ich ihn so mag, schätze ich mal. Genau, wie die Evelyn Hamann, die habe ich auch so gern. Beide nicht mehr da, rest in peace… Erinnerst Du diesen alten Sketch mit dem Anzugkauf? Das war auch sowas. Geh zum Verkäufer Deines Vertrauens und bitte ihn, Maß an Dir zu nehmen und Du kannst sicher sein, dass Du bekommst, was Du verdienst. Das ist doch immer so, oder? Lass jemanden Maß nehmen und kenne Deine eigenen Maße nicht gut, dann gehst Du bald, als habest Du einen Ladestock verschluckt, in den Sachen, die Dir nicht passen wollen und Dir Du Dir hast, aus Unsicherheit aufoktruhieren lassen.

Also wenn Vertrauen schon ein Mantel sein soll, der partout um mich gelegt werden soll, was ich überhaupt nicht gut leiden kann, weil ich ein temperamentvoller Mensch bin und gern aktiv und beweglich, dann sage ich Dir: Ich frier gar nicht. Mir ist kein bisschen kalt. Leg ihn Dir selber um und wärm Dich, Du scheinst mir nämlich viel mehr zu frieren als ich. Ich hüpf dieweil ein wenig auf meinem linken Bein herum. Siehst Du? Das übe ich jeden Tag hundert mal.

Lach nur. Klar bin ich verrückt. Ein bisschen Bluna sind wir alle….manchmal ein bisschen viel für Dich, was? Aber was soll ich machen? Ich gebe alles und leg noch was drauf. Aber Vertrauen, das sehe ich anders. Da sind wir unterschiedlicher Auffassung. Hier ist mein Bild für Vertrauen:

Vertrauen ist ein Same. Wie gut die Pflanze gedeiht, hängt davon ab, wie gut Du Dich darum kümmerst. Mit welcher Sorgfalt Du den zerbrechlichen Keim beschützt, welchen Dünger Du ihr gibst, wie gut die Erde ist, in die Du diesen Samen behutsam einpflanzst. Du achtest auf die Lichtverhältnisse und die Bedürfnisse Deiner Pflanze. Du gärtnerst. Du arbeitest nach dem Mond, das tut Pflanzen wohl, sie sind wie wir Gezeitenwesen. Wenn Du alles Wissen das Du hast von dieser Pflanze, das Du Dir eigens, um sie bestmöglich gedeihen zu können, Dir angeeignet hast in langen Stunden mit Garten- und Blumenbüchern und alles beherzigst, was Du jemals gelernt hast von anderen Blumen und ihren Bedürfnissen und dies alles zusammengenommen als Rundumwohlfühlpaket mit Alleinstellungsmerkmal betrachtest, dann wird Deine Pflanze vielleicht eines Tages sehr gesund und kräftig sein, von starkem Wuchs und mit vielen Früchten, die Du dann essen kannst.

So betrachte ich für mich Vertrauen. Jetzt willst du wieder Schokolade. Ich wusste es! Das ist immer dasselbe mit Dir! Aber Du hast Glück, ich will nämlich auch ein Stück zum Zergehenlassen auf der Zunge. Schweizer Zartbitter mit etwas Chili, für sanfte Schärfe. So ist das gut. Heute ist Vertrauen Schokolade. Süß in der Herznote, leicht bitter-scharf im Gaumenabgang, cremig im Rachen. Es geht wieder.

All we ever wanted, is everything, lege ich die alte Bauhaus-Scheibe auf, die tut uns jetzt gut, denn Du lachst schon wieder, als Du zusiehst, wie ich sie suche.

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