wie geht es dir?

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wie geht es dir?

 

die frage

tropfte

von den bäumen

lief einsame

zögerliche

schritte über

unausgesprochene

umwege

klang wider

im ersten

amselsingen

letzte woche

leise noch

an jenem tag

noch in der

strophenabfolge

stolpernd

 

ahnungen

in einem sonnenstrahl

gefangen

umgeben von regen

auf einem

glänzenden hausdach

auf braunfahlen wiesen

hinter abblätternden

vorgartenzaunpfählen

unwissenheiten wie diese…

in kahlastigen alleen

auch unter

dem alten morschen

eichenspalier

in einer kleinen  stille

gedacht

wie geht es dir…?

 

 

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6 Kommentare zu “wie geht es dir?

  1. Mir geht es leider viel zu oft so, wie ich es nicht möchte – ich bin aber auch zu wenig bereit, mich zu verbiegen, damit es mir vielleicht anders oder besser ginge – wie gesagt, vielleicht!!!

    • karfunkelfee sagt:

      Ist schwierig, sich treu zu bleiben, wenn man in sich selbst schwankt.
      Ich finde die Frage: wie geht es dir?
      Ist gar nicht so einfach zu beantworten….
      Ich ertappe mich dabei, wie ich fieberhaft nach Ausflüchten suche, wie geht es dir, ist eine Fluchtfrage, ich wahnsinnig gerne in Phrasen verkleidete.

      Vor ein paar Tagen war ich mal wieder bei meinem Fleischer.
      Die Dame meines Vertrauens vom Fach fragte mich sogleich, weil wir uns schon längere Zeit nicht mehr gesehen hatten, wie es mir ginge…
      Ich kam wie üblich ins trudeln, bekam heiße Ohren und wusste nicht recht, was ich antworten sollte.
      Bisher habe ich dann immer irgendetwas geantwortet, noch öfter habe ich dabei sogar gestottert. Und das obwohl ich eigentlich selten stottere.
      Bevor ich eine meiner üblichen Phrasen in ihre Richtung locker aus der Hüfte ganz die souveräne eloquente Frau voll äußerlich, ey… Voll gesellschaftskorrekt abschießen konnte, kam mir ein Gedanke, dass ich es einmal anders machen könnte.
      Ich hätte sie mit einer Gegenfrage erledigen können: und selbst?

      Das finde ich aber unelegant.

      Also antwortete ich ihr:
      Ich könnte zufriedener sein, aber ich bin auch nicht unzufrieden.

      Das war gut.
      Hätte sie mich nach meiner Unzufriedenheit gefragt,
      stand die Antwort in meinem Kopf vorgeschrieben, jedoch alternative enden suchend:
      Es gibt immer ein paar Dinge, die ich besser machen kann.
      Vielleicht kann ich dann irgendwann zufrieden sein.

      Sie fragte aber nicht weiter nach.
      Sie lächelte und erzählte ein wenig von ihrer Familie.

      Ich dachte, es könne sein, dass ich eine gute Antwort gefunden hätte, auf zukünftige Fragen nach meinem befinden, die, ohne dass ich etwas persönlich preisgeben müsste, dennoch einen Einblick gewähren in meine Zukunftsplanung und auf meinen derzeitigen Zustand Rückschlüsse zulassen.

      Ich hoffe ich brauche demnächst nicht mehr soviel nachzudenken.
      Ein Leben in Satzbausteinen.

      Haha…:)))
      (nein, keine Sorge… Wird nicht geschehen…)

      Einen lieben Gruß von
      Nicht einem rauchenden Colt, sondern dem qualmenden Karfunkelfeeschädel.

      • Ich habe immer das Gefühl, dass die meisten Leute auf diese Frage nur ein „gut“ oder sogar noch „sehr gut“ oder „bestens“ einplanen, denn da muss man ja nicht nachfragen.
        Auf ein „nicht so gut“ oder gar ein „schlecht“ müsste man ja eingehen, womöglich noch ausführlich. – Und das finden die meisten nicht so gut. – Und wenn ich nicht möchte, dass der andere die Wahrheit erfährt, sage ich meist ein „geht so“ und belasse es dabei, da eh meist keine Rückfragen komme.

      • karfunkelfee sagt:

        Ich mache es noch anders, ich antworte auf die Frage wies mir geht:
        Danke und selbst?
        Ich habe an meiner Intonation geübt.
        Ich kann danke und selbst so schnell aussprechen
        Dass Rudi Carrell vor Neid ablassen würde.
        Die anderen bemerken überhaupt nicht dass ich keine Auskunft über mein befinden gegeben habe.
        Im Gegenteil: bekomme ich dann eine Auskunft über deren befinden.
        Meistens sind die Leute so in ihrem erzählen begriffen dass sie ganz vergessen, dass sie gar nicht erfahren haben wie es mir geht.
        Wenn Ich keine Lust habe das jemanden zu sagen, dann mache ich das auch nicht.
        Was mich aber überhaupt nicht davon abhält, zu fragen wies dem anderen geht.
        Klappt natürlich nicht immer.
        Auf Antworten nach meinem befinden die nichts und gleichzeitig alles sein können eignet sich auch hervorragend ein schönes Land gezogen ist: och

  2. autopict sagt:

    Wie geht es dir? Ich mag diese Frage nicht so gern. Lieber ist mir: du siehts gut/müde/sowieso aus. Ich sage mittlerweile meist: „Mir geht es normal.“ Dann ernte ich erst ein Lachen, dann ein Zögern, und dann die Frage, das heißt? Das suggeriert mir, dass ’normal‘ nicht zwingend gut sein kann. Und dann muss ich feststellen, da dies die überwiegende Anzahl der Reaktionen ist, dass die überwiegende Anzahl derer, die mich das fragen, wohl fragen, weil sie sich nichts dabei denken, oder es ihnen vielleicht schlecht geht? Ich weiß es nicht.
    Wie geht es dir? Jetzt? Generell? Wer weiß was in 5 Minuten ist.
    Aber um die Frage zu beantworten: normal.

  3. unendlichkeitscode sagt:

    Es geht.
    Es geht so.
    Es geht so weiter.
    Es geht immer weiter.

    Halt !

    Wann geht er und sie ?
    Wann gehen wir ?
    Und wohin ?

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