Una parte de la totalidad- ein teil vom großen und ganzen (aus den Geist(er)geschichten

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Immer wieder lehrt das Leben über seine Grenzen zu gehen – sie auszuloten, sie zu erweitern… was ist das menschliche Miteinander anderes als eine Art seelisches Konditionstraining – wie beim Rennradfahren? Wenn Du nicht aufgibst, wenn dir nicht die Puste ausgeht, kannst Du immer nur wachsen und stärker werden, deinen Radius erweitern, neue Landschaften kennenlernen und frischen Wind in deiner Nase spüren.

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Magie entsteht, wird Energie, wenn sich Berührungspunkte und Ähnlichkeiten suchen und finden
im täglichen menschlichen Miteinander.
Rennradler grüßen einander freundlich und verbunden im gleichen Momentgefühl.
Sie kennen die Steigungen, an denen du strampeln musst, nach Luft ringst auf dem kleinsten Ritzel im Stand, sie wissen um den Genuss, das Gefühl den Teufel schlagen zu wollen in den adrenalingetriggerten Schussfahrten talwärts in denen du fliegst und dich leicht fühlst wie eine Feder im Wind.

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Die langen Strecken, die du über flaches weites Land fährst, manchmal mit heftigem Gegenwind, manchmal bei kaltem Regen, der dich frieren lässt unter deinem Schweiß und dann wieder mit dem Wind im Rücken bei wunderschönem Sonnenschein, wenn du wieder weißt, warum du auf diesem Rad sitzt.
Weil es jeder Meter den du zurücklegst wert ist gefahren zu werden, weil du es bist, der ihn fährt, deine Muskeln deine Kraft deine Freiheit dein Wille…
aus Schwere mach Leichtigkeit im Gefühl von Geschwindigkeit.

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Zwischendurch innehalten, staunen über die Schönhaut der Welt, dies zusammen mit jemandem tun dürfen, der das gleiche empfindet, am Berg, ohne Puste, mit meuternden Muskeln unvermittelt unverhofft den Druck einer Hand im Rücken zu spüren, zu wissen, das ist der Freund, der dir von seiner Kraft abgibt, dich weiterschiebt, heraus aus dem Energieloch – wunderschönes unglaubliches Gefühl
besonders, lebendige Magie, wie Du selbst es bist.

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11 Kommentare zu “Una parte de la totalidad- ein teil vom großen und ganzen (aus den Geist(er)geschichten

  1. Was für ein schöner, lebendiger Text. Und die Hand im Rücken ließ mich wirklich lächeln.

  2. kormoranflug sagt:

    Eine wunderschöne Geschichte.

  3. Die Hand im Rücken ist wirklich ein schönes Bild. Ich bin zwar keine Rennradlerin, aber empfinde alles genauso. Die Energie, die sich beim Fahren überträgt, das Genießen der Würzluft, das Versauern der Muskeln und das weiche Gefühl, wenn sie sich wieder entspannen. Einfach schön beschrieben, liebe Karfunkelfee. Und das Sonnengrußvelobild, das ist bonfortionös! Feinstgrüße, immer die Ihre.

  4. „in den adrenalingetriggerten Schussfahrten“ – ich denke noch an die eine Tour, wo wir so eine unendlich lange Abfahrt hatten – dabei aber zum Teil mehr Angst als Vaterlandsliebe. Eine kam unten an, der hatte nichts mehr als Belag auf seinen Felgenbremsen. – Die etwas besseren Bremsen geben ja mehr her. – Und kreuzgefährlich wäre es beinahe für einen geworden, dem der Rücktritt auseinander flog – zum Glück gleich am Anfang, so dass er sich seitlich ins Gras werfen konnte. – Diese schiebende Hand habe ich auf einer meiner vielen Touren auch erlebt und war so unendlich dankbar dafür. Berge waren nie mein Ding!
    Das Fahrradstemmfoto ist einfach nur „wow“ – hat es die Tochter aufgenommen?

    • karfunkelfee sagt:

      Tja, ich hab den Teuto vorm Fenster hochgefaltet und wenn ich spektakuläre Abfahrten haben will, dann muss ich da hochkrabbeln und runtersausen und beim Lesen Deiner Beschreibung denke ich an die Riesenarmee Schutzengel, im Dauereinsatz bei den Radfahrern, an Glück im Unglück, wie oft ich das schon hatte, wenn alle Besonnenheit nutzlos erschien in der Tücke des Schicksals…
      es ist kein ungefährlicher Sport, …

      Das Bild hat einer aufgenommen, der was von Poesie und Sport versteht- eine gute Mischung.👍😊

  5. Liebe Karfunkelfee 😉
    „die Hand im Rücken“, ja … sie hat etwas Lächeln machendes ❤ Ein gutes Gefühl einfach 😉
    Beim lesen dieses wunderbaren Textes kam in mir nur der Gedanke hoch:" Beschreibt sie nun das Radfahren oder das Leben zu leben?" Passt irgendwie zu beidem und ich fand diese zwei Sichtweisen in einem Text zu lesen, toll ❤
    Wünsche dir einen tollen Start in den heutigen Tag
    Liebe Grüße
    Heike

    • karfunkelfee sagt:

      Liebe Heike,
      erst einmal herzlichen Dank für Deine schönen Worte und ja, ich arbeite gern mit Bildvergleichen im Text und meine Texte möchten die Leser zum Spiel bitten mit freien Gedanken in alle möglichen Richtungen.
      Man könnte sagen, dass manche meiner Texte wie Multifunktionsdinge funktionieren, aber das Wichtigste ist, dass sie überhaupt funktionieren und diesen schönen Eindruck machten mir Deine Worte und Freude auch.

      Auf bald und stets herzlich Willkommen in meinem Blog,
      wünscht die Karfunkelfee

      • Liebe Fee ❤
        deine Multifunktionsdinge haben wunderbar funktioniert *lächel*
        Ich liebe es nicht nur, ansprechende Zeilen zu lesen, sondern fast noch viel lieber die verborgenen dazwischen. Sie sagen oft noch so viel mehr aus und das gefällt mir.

        Ja, liebe Fee 😉 Auf ganz bald wieder, ich verspreche
        Wünsche dir jetzt noch einen wunderbaren Tag
        Liebe Grüße
        Heike

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