Verrate mir wer du warst (Korollar zu Ernesto Perudas ‚Erzähle mir von dir‘)

Liebe Blogleser,

Wederwill griff tiefstsinnigst in die Gedichteperlenkiste und ich las ein Gedicht von Perudas, das ich beinahe schon vergessen hatte.
Jetzt, wo ich es wiederfand, weiß ich, dass ich es vermisste.

Ich empfehle den Blog ‚Wederwill‘ allerwärmstens in den kommenden kalten Tagen.

Marlis, ich verlinke und danke für Perudas…

http://wederwill.wordpress.com/2014/11/06/erzahle-mir-von-dir-ernesto-perudas/

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IMG_3410-0.JPG

Erzähle mir von dir,
von deinem Landleben
wie war es
bevor du mich,
den Reisenden,
küsstest?

Erzähle mir, Frau,
von dir und deinen
Begegnungen
die am Ort verblieben
während ich durch
Umbria zog, durch
das weite trockene
schöne Land.

Verrate mir,
wer du warst, Frau,
bevor ich in dir
meine Heimat fand.

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6 Kommentare zu “Verrate mir wer du warst (Korollar zu Ernesto Perudas ‚Erzähle mir von dir‘)

  1. wildgans sagt:

    …und wie sehr eine Frau sich sehnt, auf diese Art gefragt zu werden…

  2. In jemandem eine neue Heimat finden ist eins der warmreichsten Gefühle, die ein Mensch haben kann. Schön haben Sie diese Gegenfragen formuliert. Bis heute fließen immer wieder noch neue Geschichten heraus aus dem Liebstlieblingsfamosgesellen und mir, von der Zeit, die wir voreinander lebten. Zeiten und Begegnungen, die uns formten und zueinander brachten, ohne das wir dieses wußten.
    Hach, ich hinterlege leicht romantisch angehauchte Grüße, Ihre Frau Knobloch, zugetan.

    • karfunkelfee sagt:

      Es ist manchmal so, das, was bleibt, langsam, dafür umso gehaltvoller entstehen kann zwischen Menschen, die sich immer mal wieder in den Berührungen und Wegen suchen, finden, bestätigen und das mit Beständigkeit.
      Es ist so lange romantisch, wie die Freiheit des Ungewissen zwischen einander verbundenen Menschen ein bewegliches Element sein darf.
      So lange fließen Geschichten und ist die Gemeinsamzeit inspirierend für Körper und Geist.
      Alles ist immer nur die alte Kinderwippe, die ich im Bild auch bei Candy Bukowki so schön in Worte gefasst, gelesen habe, die auch immer mein Bild für ein gesundes Kräfteverteilen ist.

      Liebstlieblingsfamosgeselle wird ein Feengruß überbracht, dankbar, weil er Sie immer noch zu Geschichten zu inspirieren vermag.
      Das ist für einen geliebten Menschen ein Geschenk.
      Ein Text, der ihm gehört, in den er mit einfließt.
      Auch eine Art, einen anderen zu berühren…mit Worten und ihrem Sinn.

      Herzlichst,
      Ihre Karfunkelfee

  3. wederwill sagt:

    Liebe Karfunkelfee, was für ein feiner, schöner Beitrag für den ich wärmstens und von Herzen danke!
    Ich war eine Weile arbeitsmäßig überfordert, deshalb ist er mir bis jetzt entgangen. Erst heute bin ich dazu gekommen, meine liegengebliebenen Sachen aufzuarbeiten. Ich stelle deine wunderbaren Worte bei uns auf der Seite „Beitrage/Interpretationen…“ ein und bin dir auf das Herzlichste verbunden!
    Marlis

    • karfunkelfee sagt:

      Ich freu mich…danke…
      ohne Wenn und Aber…
      Mangelzeit?
      Gibt es im Kinderkönigreich der Karfunkelfee nicht…
      Nur Stundenblumen und Momentaufnahmen in der rückläufigen Zeit…
      die hat dich längst gefunden…😉

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