Heute Nacht

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Heute Nacht
bliebe ich
in eurer Nähe
wenn es später
rummst und kracht
wäre es schön
wenn ich euch sähe
in die Arme nähme
euch ein frohes neues Jahr sagte
das nach Zuversicht
nach Neubeginn fragte
sich noch über nichts beklagte
reinweiß unbeschritten
wie frisch
gefallener Schnee.
So sollte es sein
in dieser Nacht,
wenn ich
euch sähe.

Guten Rutsch!

Neujahrsgrüße und eine Wanderung

Eine bildhafte Wanderung in die Kindheit, ohne Worte.
Viel Spaß beim Anschauen der Bilder aus dem Teutoburger Wald:

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❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️

In eigener Sache:
In der Zeit zwischen den Jahren, noch vor den Inventuren scheint alles zu schweigen.
Die Bäuche sind noch voll, der Geist ist übersättigt vom Glamour der Gefühle und der Winter fand sich zwischenzeitlich doch noch ein.

Die Zwischenzeit zwischen den Jahren ist die Zeit des Rückblickes, der Erinnerungen, der Bilanzen.
Draußen ist es heute Morgen dunkel , weiß und nur vom Gekratze der Schneeschieber gestörte Stille. Die Autobahn rauscht schwerfällig gedämpft auf Winterreifen, nervtötend dissonant wie immer.
Doch im Wald hört man davon nix.
Nur ein leises Rauschen, Richtung Oerlinghausen immer leiser werdend.
Freie Zeit, die ich nutzen werde, um die alten Vorsätze neu zu formulieren und mir Gedanken über die schwarzen Texte zu machen, die Bestandteile eines Buchprojektes sind, das sehr langsam wächst, verschlungen wie Korkenzieherhaselnuss, es ist die Zeit gekommen, daran weiterzuarbeiten.

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch.
Wir lesen uns im Neuen Jahr wieder.
Ach, so: ich lese Euch weiter, Ihr wisst ja, Feen kommen und gehen manchmal still, heimlich und leise immer wieder, auf ihre Feenweise und manchmal Kommentieren sie, weils so gut gefiel und hinterlassen singend eins ihrer seltsamen Lieder.

Liebe Grüße
von der
Karfunkelfee

❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️

Après-Noel

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‚Du liest manchmal, wenn Dir langweilig ist,
meine Texte, Sohn?‘

Als ich das hörte, wie du das jemandem sagtest, fing mein Herz an herumzupoltern und innendrin baute sich ein Druck auf, der wollte unbedingt am liebsten sofort raus, Wunderkerzen anzünden, sie Funken sprühen lassen und deine Computer-LED-Beleuchtung, die ich an sich gruselig finde, fand ich plötzlich gerade genau richtig in ihrer buntblinkenden psychedelischen Farbüberschwallung.

Ich war in buntes Licht gewickelt und zündete später am Abend lauter Kerzen an. Einfach so und legte spanische Musik auf, tanzte einen Flamenco, den du glücklicherweise nicht sahst, denn ich kann nämlich gar keinen Flamenco und sah bestimmt komisch aus, während ich mit Kastagnetten bewaffnet zu Tierra Negra um die Teelichter herumhüpfte und deine Langeweile heraufbeschwor wie Aladdins Dschinn aus der Wunderlampe.

Vielleicht polierte ich deswegen die marokkanische Laterne, bis sie ihren Stumpf-Sinn aufgab und für mich glänzte an einer Stelle, an der ich nicht vermutet hätte , sie so dermaßen blank reiben zu können.

Schon seltsam, das alles.
Und das, wo Weihnachten vorbei ist und ich meinte, alle Geschenke schon bekommen zu haben.
Du hast mich eines Besseren belehrt, Sohn.

danke

Komm-Unikat-Ion

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‚Leicht will ichs machen dir und mir. Leicht muß man sein: mit leichtem Herz und leichten Händen, halten und nehmen, halten und lassen …Die nicht so sind, die straft das Leben und Gott erbarmt sich ihrer nicht.‘
(Hugo von Hoffmansthal, Der Rosenkavalier, Spruch der Marschallin, 1. Akt)

❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️❄️

Jeder Mensch ist nur so gut, wie ich ihn sein lassen kann für mich.
Es ist meine subjektive Wahrnehmung wie er ist.

Manchmal gibt es welche, die sehen mir tief in die Seele. Das ist eine Gabe, die jedoch auch erlernt werden kann bis zu einem gewissen Grad.
Diese Menschen berühren mich besonders in dem, wie sie sind, oder was sie sagen. Es ist eine Art Ähnlichkeit und sie ist ungemein anziehend und faszinierend – ein lebendiges frisches und elektrisches Gefühl.

Es ist eine tröstliche Erfahrung, dass diese Art Faszination und Anziehung nicht nur von einem Menschen ausgehen kann.
Die Vorstellung, nur ein einziger Mensch könnte so sein, würde eine Hoffnungslosigkeit in mir hervorbringen, die sich vorzeitig dem Tod verpflichtete.

Wie einsam wäre das Leben, im absoluten Wissen, einzig zu sein indem wie ich bin.
Es gibt immer andere, die mich spiegeln und faszinieren, mir Facetten meines Wesens zeigen, immer wieder neue und noch unbekannte.

Das ist der wahre Reichtum, der in jeder Art Beziehung zwischen Menschen, wachsen kann.
Er ist jenseits von Konventionen und gesellschaftlichen Moralvorstellungen zu finden, speist sich aus wechselseitigem Interesse füreinander und zeigt dies in seinem Verhalten.

Worte und Sprache sind Kommunikationsmittel, Instrumente.
Doch die Seelen brauchen sie nicht, um miteinander zu kommunizieren, sie finden tausend andere Wege, der Wille zeigt sie auf und führt.

Wenn Liebe nur ein Wort ist,
ist der Mensch, der es spricht, nur ein Muskel, ein Monitor, ein Display oder weißes Papier.
Eloquenz kann ein Fluch sein oder ein Segen, je nachdem, mit welcher Intention sie eingesetzt wird.
Im manipulativen Sinn wird sie sich gegen denjenigen wenden, der sie für diesen Zweck benützt.

Es lohnt sich also, sich gut zu überlegen, wie etwas wo wann jemandem mitgeteilt wird.

Echte Gefühle zeigen sich im Übernehmen der Verantwortung dem anderen gegenüber, die sich bereitwillig auferlegt, weil sie Glück schenken möchte.
Doch wie sieht das Glück des anderen aus?
Diese Frage geht, das eigene Wohl auch mitbedenkend den Überlegungen jeder tieferen Bindung voraus.

Liebe ist Loslassen.
Manchmal auch Nachfassen.
Doch das ist frei und liegt frei in den Händen einer Akzeptanz, die souverän verankert ist in der sich selbst wohl gesonnenen Persönlichkeit.

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