Komm-Unikat-Ion

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‚Leicht will ichs machen dir und mir. Leicht muß man sein: mit leichtem Herz und leichten Händen, halten und nehmen, halten und lassen …Die nicht so sind, die straft das Leben und Gott erbarmt sich ihrer nicht.‘
(Hugo von Hoffmansthal, Der Rosenkavalier, Spruch der Marschallin, 1. Akt)

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Jeder Mensch ist nur so gut, wie ich ihn sein lassen kann für mich.
Es ist meine subjektive Wahrnehmung wie er ist.

Manchmal gibt es welche, die sehen mir tief in die Seele. Das ist eine Gabe, die jedoch auch erlernt werden kann bis zu einem gewissen Grad.
Diese Menschen berühren mich besonders in dem, wie sie sind, oder was sie sagen. Es ist eine Art Ähnlichkeit und sie ist ungemein anziehend und faszinierend – ein lebendiges frisches und elektrisches Gefühl.

Es ist eine tröstliche Erfahrung, dass diese Art Faszination und Anziehung nicht nur von einem Menschen ausgehen kann.
Die Vorstellung, nur ein einziger Mensch könnte so sein, würde eine Hoffnungslosigkeit in mir hervorbringen, die sich vorzeitig dem Tod verpflichtete.

Wie einsam wäre das Leben, im absoluten Wissen, einzig zu sein indem wie ich bin.
Es gibt immer andere, die mich spiegeln und faszinieren, mir Facetten meines Wesens zeigen, immer wieder neue und noch unbekannte.

Das ist der wahre Reichtum, der in jeder Art Beziehung zwischen Menschen, wachsen kann.
Er ist jenseits von Konventionen und gesellschaftlichen Moralvorstellungen zu finden, speist sich aus wechselseitigem Interesse füreinander und zeigt dies in seinem Verhalten.

Worte und Sprache sind Kommunikationsmittel, Instrumente.
Doch die Seelen brauchen sie nicht, um miteinander zu kommunizieren, sie finden tausend andere Wege, der Wille zeigt sie auf und führt.

Wenn Liebe nur ein Wort ist,
ist der Mensch, der es spricht, nur ein Muskel, ein Monitor, ein Display oder weißes Papier.
Eloquenz kann ein Fluch sein oder ein Segen, je nachdem, mit welcher Intention sie eingesetzt wird.
Im manipulativen Sinn wird sie sich gegen denjenigen wenden, der sie für diesen Zweck benützt.

Es lohnt sich also, sich gut zu überlegen, wie etwas wo wann jemandem mitgeteilt wird.

Echte Gefühle zeigen sich im Übernehmen der Verantwortung dem anderen gegenüber, die sich bereitwillig auferlegt, weil sie Glück schenken möchte.
Doch wie sieht das Glück des anderen aus?
Diese Frage geht, das eigene Wohl auch mitbedenkend den Überlegungen jeder tieferen Bindung voraus.

Liebe ist Loslassen.
Manchmal auch Nachfassen.
Doch das ist frei und liegt frei in den Händen einer Akzeptanz, die souverän verankert ist in der sich selbst wohl gesonnenen Persönlichkeit.

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3 Kommentare zu “Komm-Unikat-Ion

  1. Liebe kann so vieles sein – aber richtig schön ist sie erst, wenn sie beidseitig ist oder wenn sie eben erwidert wird.

  2. Wie könnten wir das alles benamsen, was nach uns ruft, nach unseren Gefühlen greift? Nur weil die Liebe so oft mißbraucht als Wort, als die einzige Zuwendung, die kaufbar ist und dennoch nie ihr Wesen verändert. Kein anderes Wort fällt mir ein. Ich habe gestern, gen Teuto heimwärts sausend, mir etwas aufgeschrieben. Ich fand die Liebe in Jugendfreundesaugen, den ich lange Zeit nicht sah. Ein paar Worte, ein tiefer Blick und die darauf folgende Umarmung war eine für meine kleine Ewigkeit. Und nun Ihre Worte hier. Mir quillt Augenwasser auf. Hach, meine liebe Karfunkelfee, schön Sie schreibend da zu wissen. Eine gute Zeit Ihnen und Ihren Lieben, auf bald. Herzlichst, Ihre Frau Knobloch.

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