Alien 14 – Tod, Teufel und Turnschuhe

  

Sie benützt Fahrradklammern, damit die Schlaghosenjeans während der Fahrt nicht in die Speichen geraten. Ich komme kaum hinterher, sie fährt wie eine Verrückte. Ihr Fahrradkorb, in den sie die Jacke gelegt hat und obendrauf das pinkfarbene Ringschloss, hüpft während der Fahrt auf und ab. Ich schreie gegen den pfeifenden Wind an: Fahr langsamer, achte die Vorfahrtstraßen! Doch sie lacht nur. Wild, laut und fährt noch schneller als vorher. Mir bricht jetzt der Schweiß aus. Sie tritt mit aller verfügbaren Kraft ihrer vierzehn Jahre in die Pedalen, schwimmt bei den Leistungsschwimmern mit und hat jede Menge Luft in ihren jungen Lungen. Ich kann sie nicht einholen, irgendwann verschwindet sie einfach aus meinem Sichtfeld. Ich suche sie an ihren Orten. Im Park, am Ententeich. Dort ist sie nicht. Im Wald, am Jugendkotten. Der alte Baumstamm liegt verlassen in der Sonne. Ich denke an den Friedhof. Wir hatten uns gestritten. Mal wieder. Wenn wir uns gestritten haben, besucht sie anschließend manchmal den Friedhof. Dort ist sie viel zu oft, finde ich. Aufmerksam suche ich mit den Augen die Straße ab, ob ich ihren langmähnigen Schopf mit den störrischen borstigen Haaren irgendwo leuchten sehe, doch die Straße ist leer. Endlich komme ich am Waldfriedhof an. Ich schiebe mein Rad den breiten Hauptweg entlang. Die Rhododendren und Azaleen blühen. Es ist Frühling, die Vögel singen. Auf dem Friedhof herrscht die eigenartige Stille der Toten. Während ich dem Weg folge, werfe ich Blicke in die Seitenwege, auf die alten moosbewachsenen Grabsteine. Dann biege ich links ab. Dort liegt der alte Kinderfriedhof mit den ungepflegten vergessenen Gräbern. Wie vermutet, steht sie vor Johanns Grab. Sie hat einen Strauß Vergissmeinnicht irgendwo im angrenzenden Wald gepflückt, er liegt auf dem alten verwitterten Grabstein aus grauem Granit, der seine gemeißelte Form schon lange unter dem Zahn der Zeit verloren hat, eher wie ein Findling wirkt. Die drei roten Streifen ihrer Turnschuhe schimmern durch das Grün des ungemähten Rasens. Ihre Messinghaare sehen struppig aus, zerzaust von der wilden Fahrt.

Ich lehne mein Rad gegen eine Bank am Rand des Weges und nähere mich ihr langsam von hinten. Sie sieht mich nicht kommen, steht völlig versunken vor dem kaum erhabenen Erdhügel, der von dem Kindergrab noch übrig geblieben ist. Der Name des Jungen ist kaum noch lesbar auf dem alten Grabstein, die Buchstaben wirken dunkel und verschwommen. Ich komme ihr so nahe, dass ich ihren Teenagergeruch wahrnehmen kann: Eine Mischung aus Schweiß, Jugend und auf Hochtouren arbeitenden Drüsen. Sie riecht nicht wie ein Mädchen. Eher wie ein Junge. Zu viel Testosteron, denke ich beiläufig. Sie trägt nur ein dünnes T-Shirt, unter dem sich das charakteristische Schwimmerkreuz abzeichnet. Dicht hinter ihr bleibe ich stehen. Sie hat mich immer noch nicht bemerkt oder sie will es nicht, das kann ich nicht genau sagen. Ihr Kopf ist gesenkt. Sie weint. Ich sehe Tränen auf das Gras tropfen. Es fällt mir schwer, sie anzusprechen, weil sie so unglücklich ist, doch ich fasse mir ein Herz und versuche es.

Hey, sage ich zu ihr. Hast du den Teufel schlagen können? Sie schüttelt stumm den Kopf. Ich sehe einen Knoten in ihren Haaren. Der wird abends beim Bürsten böse ziepen, das steht schon mal fest. Du warst einfach weg, hast mich hinter dir zurückgelassen, versuche ich erneut ein Gespräch zu beginnen. Doch sie schweigt. Sie hat die Hände vor ihrem Bauch verschlungen, dreht und knetet die Finger. You make me nervous, leave me alone. Sie spricht leise, beinahe tonlos. Warum bist du hier? Was willst du? Ich stelle mich neben sie, so dass ich ihr Profil beobachten kann. Ihr Gesicht ist gezeichnet von schwerer Akne. Sie blüht wie ein Streuselkuchen. Die Haut wirkt braun. Ich weiß, dass dies die dicke Schicht Make-Up ist, die sie sich trotzig jeden Morgen ins Gesicht schmiert, damit man die roten eitrigen Pusteln nicht so sieht. Ich weiß, dass sie sich schämt für ihre Haut. Sie ist kein typisches Mädchen, wirkt eher wie ein langmähniger Junge und doch hat sie etwas an sich, das zutiefst mädchenhaft wirkt. Schließlich wendet sie den Kopf und schaut mir ins Gesicht. Ihre Mimik ist unbewegt und starr, ihre hellen Augen glänzen feucht. Du kannst mir auch nicht helfen. Sagt sie und wendet sich wieder dem Grab zu. Glaubst du, Johann kann dir helfen? Frage ich sie und zeige auf den alten Grabstein, auf den sie den Strauß Vergissmeinnicht abgelegt hat. Sie zeichnen sich überhell blau ab vor dem verwitterten Granit. Er ist seit über vierzig Jahren tot, du besuchst einen toten Jungen. Trotzig schiebt sie ihre Unterlippe vor. Er versteht mich, sagt sie. Ihm kann ich das alles erzählen. Wem könnte ich das sonst erzählen? Er weiß wie es ist, tot zu sein. Er findet mich nicht hässlich wie die anderen. Er findet nicht, dass ich kein Mädchen bin. Ihn stört nicht meine Haut und auch nicht, dass ich oft ernst bin. Ich lese ihm Shakespeare vor. Er lacht mich nicht aus, weil ich auf Beethoven und Mozart stehe, weil ich eigenartig bin, nicht zuzuordnen, anders. Ein pickeliger schwammiger Weißfisch, nicht Junge, nicht Mädchen, irgendetwas anderes. Er spottet nicht, weil ich kein Rad schlagen kann, obwohl ich es immer wieder übe. Er weiß, wie es ist, immer allein zu sein und keine Freunde zu haben. Nicht eingeladen zu werden, wenn Feten gefeiert werden. Immer mit Jungs herumzuhängen, weil die Mädchen nichts von dir wissen wollen. Mit einem uralten Fahrrad herumzufahren, das älter ist als du selbst. Da ist so vieles, das er weiß. Er hatte keinen Mathelehrer, der ihm vor der ganzen Klasse sagte, dass du dumm bist, weil du nicht gut rechnen kannst und die Textaufgaben nicht verstehst. Er weiß auch nicht wie es ist, hinter den anderen herzurennen und zu versuchen wie sie zu sein, irgendwie normal. Doch er hinterfragt es nicht, so wie du es tust und alle anderen. Er hört mir irgendwie zu, obwohl er tot ist oder genau deswegen. Er ist so alt wie ich, lies die Inschrift. Er hat es hinter sich, dieses beschissene Leben. Wie lange muss ich leben? Kannst du mir das sagen? Wie lange noch muss ich das aushalten? Diese Einsamkeit, diese Fragen, dieses ganze Anderssein? Das Gemiedenwerden. Das Tuscheln hinter dem Rücken, wenn ich vorbeigehe. Das Lachen, wenn ich versage. Ich wollte, ich wäre tot.

Sie tut mir entsetzlich Leid. Ich kann sie verstehen und trete noch etwas näher an sie heran. Sie ist wie eine personifizierte Negation, dermaßen körperlich, dass allein ihre Ausstrahlung, ihre Präsenz wie eine geballte Abwehr wirkt. Fass mich nicht an! Zischt sie mich mit blitzenden Augen an. Ich stinke. Ständig stinke ich! Dieses Scheiß-Pubertät! Ich hasse sie! Ich hasse mich und dich hasse ich auch! Doch sie kann mich nicht schrecken, wie die anderen, die sie durch ihre Heftigkeit oft verjagt. Ich kenne ihre Ausbrüche, ihre ungeheure Wut auf das Leben und die Welt wie sie ist und ich kann sie verstehen, obwohl ich nicht Johann, der tote Junge bin. Das sage ich ihr. Die Pubertät wird vergehen, füge ich hinzu. Die Einsamkeit nicht. Du wirst einsam bleiben. Immer. Es gibt Menschen, die einfach so sind. Ich kann dir nicht sagen, warum es so ist. Sie sind wie Aliens. Sie verunsichern die anderen manchmal, eben weil sie anders sind. Mädchen im Teenageralter sind albern, kichern viel. Bei allen spielen die Hormone verrückt, nicht nur bei dir. Doch du hattest in deiner Genetik besonders viel Pech. Bei dir schwankte der Hormonhaushalt wie ein Wackelaugustin hin und her. Im Augenblick hast du zu viele männliche Hormone und ein paar Jahre später flippen deine Östrogene aus. Es wird lange dauern, bis es sich eingependelt hat. Viel länger als bei den anderen. Alles dauert bei dir viel länger. Das ganze große Erwachsenwerden. Weil du ein Mädchen bist und die Kommunikation brauchst und weil du leider auch wie ein Junge bist und ziemlich analytisch und lösungsorientiert zu denken pflegst. Damit jagst du den Mädchen Angst ein, weil du wie ein Typ denken kannst und den Jungs, weil du eben auch ein Mädchen bist und romantisch bis unter den Haaransatz. Das kann niemand wirklich einordnen. Verstehst du? Du bist kein Schubladenmädchen, du passt nirgendwo hinein! Jetzt und noch lange wird ein großes, ein riesiges Durcheinander in dir herrschen. Niemand wird dir dabei helfen können, das zu sortieren. Dein trockener und morbider Humor kann dir helfen, dir ein dickeres Fell wachsen zu lassen. Irgendwann wirst du feststellen, dass du den anderen voraus hast, was sie später im Alter vielleicht sehr bitter lernen müssen: Alleinsein zu können.

Alleinsein ist etwas, das du par excellence beherrscht. Weil du es von Kind auf lernen musstest, das auszuhalten, obwohl du dir dein Leben lang etwas anderes gewünscht hast. Du hast wenige Freunde, sehr wenige. Diese jedoch sind verlässlich und sie verzeihen dir, dass du ein Mensch bist, der immer wieder zu sich selbst die Nähe suchen muss, um sie den Freunden wiedergeben zu können. Selbst, wenn das bedeutet, dass du dich manchmal ganz zurückziehen musst.

Nun weint sie richtig. Sie schüttelt sich wie ein junger Hund und ich kann sehen, wie sie sich verzweifelt versucht, gegen diese Aussichten zu wehren. Wie soll das denn weitergehen? Schreit sie schließlich. Soll ich eine Einsiedlerin werden? Mein Leben lang unglücklich? Die anderen immer nur aus der Ferne betrachten? Wissend, dass sie mich ablehnen, weil ich bin wie ich bin? Kummer und Einsamkeit haben einen besonderen Geruch. Diesen kann ich jetzt bei ihr wahrnehmen. Es ist eine spezielle Mischung, die kaum zu beschreiben ist. Doch ich habe sie schon bei vielen Menschen gerochen, die zutiefst unglücklich waren. Ich streichele sanft, etwas unbeholfen über ihren Rücken. Du bist ganz schön stark, sage ich. Das wirst du bleiben. Du wirst an manchen Stellen deines Herzens eisenhart werden, eine echte Amazone. Doch auch eine weiche Frau. Die zeigst du anfangs nicht jedem. Lerne, es zu vereinen. In den richtigen Momenten hart zu sein, wenn Härte gebraucht wird. Denn da draußen ist die Wildbahn und es gibt in ihr jede Menge echter Arschlöcher. Gedankenlosigkeit, Berechnung und Falschheit kannst du immer nur Härte entgegensetzen. Du wirst lernen, es zu erkennen, wenn jemand dir etwas vormacht. Doch dir werden auch genügend ehrliche Leute begegnen, bei denen du weich sein darfst und ihnen das zeigen, das noch in dir ist. Die anderen lässt du vor deine Fassade knallen bis sie sich an dir die Zähne ausschlagen. Lerne! Mein Griff in ihr weiches verschwitztes weißes Fleisch wird härter. Es geht darum zu überleben! Verstehst du nicht? Das da draußen ist kein Zuckerschlecken, kein Picknick! Du bist geil nach Wissen, weil du weißt, dass du damit schlagfertiger wirst. Denen gegenüber, die meinen, dich fertigmachen zu können, weil sie glauben, dass du Frau gleich Opfer bist. Beiß sie weg! Fahre ihnen weg! Auch denen, die meinen, dass sie dich einfach vergessen können, obwohl du alles tatest, um ihnen eine Freundin zu sein. Vergessen ist die härteste Strafe, die du jemanden antun kannst. Vergessen werden will niemand. Lerne, dein Herz zu zähmen, doch zähme es nur für dich selbst. Bei den anderen darf es ruhig undomestiziert, wild und frei sein und bei denen, bei denen es sein muss, lass dein Herz der böse Wolf sein.

Sie schaut mich an. Der Wind kühlt mild und lau unseren Schweiß. Ich habe mich in Rage geredet. Sie lächelt tatsächlich unter ihren vielen Pickeln. Ich habe so viele Fehler, sagt sie leise. Was mache ich damit? Ich ziehe sie an mich heran und nun rieche ich das andere in ihr, das, was ein Mädchen ist, durch und durch. Irgendwie blumig und süß. Haben andere keine Fehler? Frage ich sie. Schau sie dir an, diese Welt. In ihrer ganzen Oberflächlichkeit und all dem Hype, der um alles Mögliche veranstaltet wird. Wer dich sucht, akzeptiert dich auch so wie du bist. Vielleicht freut er sich, wenn du an dir arbeitest und versuchst, dich besser zu machen, wenn du lernst, mitmenschlicher zu werden. Doch verbieg dich bloß nicht mehr und krieche um Gottes willen niemandem mehr in den Arsch. Schon gar nicht denen, die meinen, dass sie selbst ohne Fehl und Tadel seien. Und davon gibt es mehr auf der Welt als Grashalme hier auf diesem alten Kinderfriedhof. Frag deinen Johann! Er war vierzehn als er starb, noch nicht mal ganz vierzehn und er wurde auch vergessen, schau dir sein Grab an. Das ist doch der wahre Grund, warum du ihn besuchst. Es ist jener tiefe Wunsch, nicht vergessen zu werden von der vergesslichen gedankenlosen Welt. Nicht eingeebnet zu werden, weil du überflüssig bist wie ein altes Kindergrab mit einem Jungen, von dem du nicht einmal weißt, warum er damals in den Dreißigern starb. Für immer und ewig, lautet die Inschrift auf dem Stein. Du hast sie ernst genommen.

Weiß er es wohl, dass ich hier stehe? So oft, so lange und Blumen bringe? Ich lächele und ordne die wilde Mähne auf ihrem Rücken. Klar, antworte ich. Tote wissen alles. Sie hören alles, sie sind um uns. Er freut sich, dass du da bist. Er hat dich oft getröstet, still, in der besonderen Art und Weise, wie es Toten zu eigen ist. Ohne groß Worte zu machen. Einfach durch das Gefühl, dass sie sich freuen, wenn du an sie denkst. Sie sind Geister. Nun gehen wir, ja? Wir machen eine Reise durch die Zeit und du wirst sehen, dass manches bleibt, wie es immer war. Der Duft blühender Azaleen und der Geruch frischgemähten Grases, in das du dich gern legst. Manches wird auch anders sein. Die Welt ist lauter geworden als sie damals war. Du wirst oft die Stille deiner Jugend vermissen. Es wird mehr Autos geben und noch viel mehr Oberflächlichkeit. Doch wenn du zum Himmel schaust, wirst du die alten Sterne sehen. Sie haben sich in der kurzen Zeit nicht verändert und manchmal wirst du dort deine geliebte Stille finden im kosmischen Atemanhalten und Lauschen. Nun ist sie weich geworden, sie lässt ihre Schultern hängen. Ich sehe, wie sie in ihrer Jugend nach innen blutet, ohne dass es jemand bemerkt. Sie geht langsam zu ihrem Fahrrad, das sie an eine Föhre gelehnt hat. Eine alte hellblaue NSU, wird schon lange nicht mehr gebaut. Es gehörte ihrer Tante. Ihr Großvater hatte es ihr wieder hergerichtet, die Fichtel & Sachs-Gangschaltung repariert, die Kette geölt. Mein Bergamont-Trekking-Rad wartet an der alten verwitterten Bank. Ich grinse sie an. Weißt du eigentlich, was du für ein geiles Fahrrad hast? Es ist antik! Es ist inzwischen eine echte Rarität, das war es schon, als du es bekamst. Und du bist allen, auch den Jungens auf ihren tollen Rennrädern damit weggefahren. Was glaubst du, wie sehr du diese eingebildeten Typen damit geärgert und beeindruckt hast. Ist dir das klar? Sie steigt auf ohne sich anmerken zu lassen, ob sie gehört hat, was ich sagte. Dann tritt sie in die Pedalen. Ich muss mich gewaltig anstrengen, um ihr hinterherzukommen und ich staune, wie frei und gelassen sie jetzt schon wirkt, sobald sie auf ihrem uralten Fahrrad sitzt und mal wieder den Teufel schlägt. Ich denke, auch das, sollte ich ihr bei passender Gelegenheit unbedingt mal sagen.

17 thoughts on “Alien 14 – Tod, Teufel und Turnschuhe

  1. akpancho sagt:

    Liebe Karfunkelfee,
    sehr berührend. und so gut geschrieben von Dir das ich denke
    ich stehe dabei auf diesem Friedhof im Wald.
    Es ist wie ein Film -nur viel echter.
    Danke für diese sehr nahe gehende Geschichte.
    Einen schönen Tag für Dich und
    Liebe Grüße, Andreas

    • karfunkelfee sagt:

      Lieber Andreas,
      Ein solches Lob ist für einen Geschichtenerzähler das Schönste, denn dann ist es gelungen, die Stimmung zu transportieren.
      Ich wünsche Dir ebenfalls einen schönen Tag.
      Liebe Grüße,
      Stefanie

  2. Heute nachmittag so: Lesen -> Bämm!!!!!!
    Jetzt abends so: Lesen -> Verdammte Hacke, es bämmt!!!!!! wieder und eigentlich mußte dir Zeit nehmen und die Verfasserin mit Neidworten befüllhornen und dann mußte vielleicht deinen neid erklären und dabei ist der neid einer von den guten und den mußte ja nicht erklären weil der einfach nur eines ist: Bämmmmmmm!!!!!

    Sie erkennen mein Dilemma?
    Danke, einfach nur danke. Die Ihre, gebämmt.

    • karfunkelfee sagt:

      Sie brauchen mir niemals nicht etwas zu erklären. Seien Sie einfach nur Sie selbst.
      Dann bämmts bei mir beständig und gern immer wieder.
      Ganz herzliche Grüße…🌹✨

  3. Zwei Sachen kann ich zu dieser unheimlich nahe gehenden Schilderung nur sagen:
    1. Deine Tochter wird ihren Weg gehen – und sie wird anders als die anderen sein, auf keinen Fall schlechter
    2. Hätte ich je in meinem Leben meine Mutter so erlebt wie du mit deiner Tochter gesprochen hast – ich hätte sicher ein besseres Verhältnis zu ihr entwickeln können.
    Ganz, ganz liebe Grüße an die beiden Amazonen

    • karfunkelfee sagt:

      Clara…es ist nicht meine Tochter….sie ist blond und ein sehr hübsches Mädchen. Diese zornige 14-jährige…das war ich.
      Meine Tochter allerdings steht am Anfang dieser verdammten Pubertät, die alles durcheinander bringt. Auch sie hat eine sehr empfindliche Haut. Doch heute weiß man mehr über Ernährung als früher, als Milch noch als gesund propagiert wurde. Ich habe ihr beigebracht auf was sie achten muss um keine Pickel zu bekommen. Sie ist (dem Himmel sei Dank!) ein Mädchen, das sich genau richtig in dieser Welt fühlt. Sie lacht und kuschelt gern, genauso wie mein großer Junge. Die beiden werden ihren Weg gut schaffen und ich werde ihnen dabei helfen, so gut ich es vermag bis sie flügge sind.
      Danke für Deine schönen Worte.
      Ich denke gern und oft an Johann, meinen toten Kumpel Anfang der Achtziger. Das Grab wurde mittlerweile eingeebnet.
      Ganz liebe Grüße✨

  4. Jetamele sagt:

    Ich fing an zu lesen und dachte, ich les mal ein paar Zeilen und den Rest in Ruhe heute abend. Von wegen!😉
    Es hat mich hinein gezogen. Und mitgenommen. Sehr beeindruckend. Wort für Wort. Etwas erfasst, eine Stimmung, ein Zustand, ein Haufen von Empfindungen. Und diese Kraft, die es einen kostet, dieses Alleinsein in der Welt, in diesem Leben, zu akzeptieren. Eine Kunst, wenn man es manchmal kann.
    Selbst wenn man inmitten vieler Menschen steht und lebt. Das ist harte Kost, in einer Phase wie der Pubertät erst Recht.
    Ach, mir fällt noch mehr ein. Aber ich nehme die Gedanken mit in meinen Tag.
    Danke für diese Geschichte.😉

    • karfunkelfee sagt:

      Liebe Jetamele,
      Was für ein wunderbarer Kommentar.
      Sogwirkung…der Geschichtenerzähler in mir reibt sich vergnügt die Hände, so schön ist es solches zu lesen.
      Von der Einsamkeit weiß ich zu berichten, dass sie mir inmitten Menschen oft größer erscheint , bewusster, als allein in der Natur.
      Immer wieder einzigartig und dankbar das Gefühl, jemand schaut genauer hin, erwidert vielleicht sogar den Blick, fragt nach aus menschlichem Interesse.
      Auf hundert Menschen mag einer kommen, der so ist.
      Doch für genau diesen lohnt es sich, sich nicht einsam zu fühlen, bevor das Leben wieder weitergeht und zur anonymen Quantität der überwiegenden Begegnungen wird.
      Danke für Deine sehr schönen beobachtenden Worte und viele liebe Grüße
      von der Karfunkelfee✨

  5. finbarsgift sagt:

    Ja, Jetamele hat recht, liebe Fee, eine beeindruckende Geschichte mit Sogwirkung …
    Liebe Abendgrüße vom Lu

  6. lettercastle sagt:

    Deine Bilder und Videos sind toll!🙂
    Liebe Grüße,
    Lettercastle

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