Kleine Frau

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Sie hörte das Geräusch bereits seit ein paar Stunden: Ein leises Schnaufen, dazwischen kleine Schluchzer und ein Rumoren, als würden Gegenstände im Raum bewegt. Zwischendurch hatte sie nach ihr geschaut, angeklopft, die Nasenspitze in das Zimmer gesteckt, nur um ein weiteres Mal unwirsch hinausgeschickt zu werden. „Lass mich allein!“, kam es jedes Mal von dem Mädchen im Zimmer. Es räumte herum, dann wieder saß es auf dem Bett und hielt sich den Kopf mit den zerzausten blonden Haaren.

Sie erledigte ihre Arbeit um sich von dem Drama im Zimmer nebenan abzulenken. Versenkte sich in die Artikel, markierte Textstellen und stellte Sätze um. Als sie später auf Zehenspitzen wieder an der geschlossenen Zimmertür vorbeikam, war es dahinter ruhig. Wahrscheinlich hatte sie sich müde geweint. Sie lauschte eine Weile und begab sich dann wieder zurück an die Arbeit.

Noch eine Weile später hatte sie den Artikel zu ihrer Zufriedenheit umgeschrieben und klopfte erneut an die geschlossene Tür des Zimmers nebenan. Dieses Mal kam ein leises, beinahe unhörbares: ‚Herein?“ Das Mädchen saß auf dem Bett und hielt sich den Kopf. Ihr Gesicht war rot und verschwollen, weil sie viel geweint hatte und ihre blonden langen Haare standen verstrubbelt nach allen Seiten ab. Sie setzte sich neben sie und legte ihren Arm um die schmalen Schultern des Mädchens. Spürte, wie der kleinere Körper sich an sie drückte. Der schwere blonde Kopf fiel gegen ihren Arm. So saßen die Beiden eine Weile einfach da. Im Zimmer hing noch das Schweigen nach dem Sturm, eine Art Mattigkeit, die sich auf die Puppen im Regal, auf dem Schreibtisch  wild verteilten Buntstifte und in das Knäuel von Kleidung auf dem Fußboden gelegt hatte. Das Handy in der hellblauen Glitzerhülle lag neben ihr. Ihre Hände waren verschwitzt und zu Fäusten geballt, im Körper war noch die Anspannung fühlbar, die nun jedoch langsam entwich, wie die Luft aus einem Ballon. Nun flossen auch wieder Tränen, doch keine wütenden mehr. Sie umfasste den Körper des Mädchens noch ein wenig fester. „Lass sie laufen, sie machen dich wieder sauber.“ Ihre Worte blieben in der Raumstille hängen, klangen nach. Die Zeit dehnte sich aus, während nun der Tränenstrom des Mädchens noch einmal anschwoll und sich freilief. Sie tropften auf ihren Schoß und liefen an ihrem T-Shirt herunter. Doch ihr Körper wurde zusehends weicher und der Atem beruhigte sich. Das Mädchen strich sich die Haare glatt und bewegte sich zögerlich in ihrem Arm. Dann stand es auf, holte eine kleine Schachtel, die auf dem Schreibtisch in dem wilden Durcheinander der Buntstifte gelegen hatte und gab sie ihr. Sie öffnete die Schachtel und sah hinein. Darin befand sich eine Kette, silbern mit einem zierlichen Engelanhänger. Sie lächelte und fragte: „Für ihn? Ein Geburtstagsgeschenk?“ Das Mädchen gab keine Antwort, stand auf und holte eine weitere Schachtel vom Schreibtisch, in Herzform, gefüllt mit Nuss-Nugat-Pralinen. Dann wühlte es in dem Stapel Bilder herum und suchte einen Brief heraus. Es hatte jeden Buchstaben in einer anderen Farbe gemalt und die Ränder des Briefes mit roten Herzchen verziert. „Dafür also ist das Taschengeld der letzten Wochen draufgegangen. Ein wunderschönes Geschenk, sogar ein dreiteiliges.“ „Er hat doch morgen Geburtstag!“, kam es trotzig von dem Mädchen. „Was mache ich denn nun damit? Soll ich es ihm in der Schule geben?“

„Was hat er denn zu dir gesagt?“, wollte sie wissen. In die Augen des Mädchens schlich ein verräterischer feuchter Glanz und sie hoffte, mit dieser Frage nicht eine weitere Tränenflut losgetreten zu haben. Doch das Mädchen blieb gefasst und ruhig: „Er sagte, er wolle eine Pause haben. Es sei ihm zu viel gewesen und zu eng. Er wolle mich auch nicht einladen zu seinem Geburtstag, sondern nur alle seine Freunde. Er sagte, er wüsste nicht, ob wir uns lieben. Nun weiß ich nicht, was ich machen soll. Ihm die Geschenke in die Schule mitbringen und ihm geben? Auch, wenn wir nun nicht mehr zusammen gehen?“ Sie fragte: „Willst Du ihm die Geschenke geben?“ Das Mädchen betrachtete die Dinge, die sie von ihrem Taschengeld gekauft hatte und überlegte. „Ja“, sagte sie schließlich, „das will ich schon. Sie sind für ihn bestimmt.“ Das Mädchen nahm die Kette aus der Schachtel und hielt sie hoch. Der Engel an der Kette baumelte hin und her. „Das ist ein sehr persönliches und wertvolles Geschenk“, sagte sie zu dem Mädchen. „Eines, das für etwas steht. Doch das, für das es stand, hat sich jetzt verändert, nicht wahr?“ Sie sah das Mädchen an. „Versprichst du dir etwas davon, wenn du ihm diese Dinge, auch den Liebesbrief dennoch gibst? Wie ist dein Gefühl dabei. Solltest du es tun oder eher nicht?“ Das Mädchen raufte sich in den Haaren herum und überlegte. „Vielleicht ändert es etwas?“, sagte es schließlich, doch eher kraftlos, so, als würde es nicht wirklich daran glauben, dass sich durch das Schenken der Liebesgaben wirklich etwas veränderte. Das Mädchen lehnte sich wieder an sie. „Was würdest du denn tun? Ich weiß es nicht, ich denke schon die ganze Zeit darüber nach! Ich weiß es einfach nicht. Alles ist so…so seltsam und anders jetzt. Ich dachte, er liebt mich. Nun sagt er etwas anderes und lädt mich nicht einmal zu seinem Geburtstag ein und dennoch will ich ihm etwas geben, denn er ist doch mein Freund!“ Nun flossen auch wieder trotzige Tränen und tropften auf die herzförmige Schachtel mit den Pralinen. „Gut“, sagte sie zu dem Mädchen, „es wäre eine Möglichkeit, ihm die Pralinen zu schenken, um ihm etwas zu schenken, doch den persönlichen Brief und die wertvolle Kette würde ich ihm nun nicht mehr geben, es wäre vielleicht unangemessen, weil diese Dinge sinnbildlich für etwas stehen, das er so nicht mehr will. Pralinen sind unverfänglich, du hast an den Geburtstag gedacht und die Form gewahrt. Mehr nicht. So würde ich es machen.“ Das Mädchen ließ die silbernen Kettenglieder über ihre Finger laufen. „Was mache ich damit?“ Nachdenklich betrachtete sie den kleinen silbernen Engel.

„Behalte sie, bewahre sie irgendwo auf, das ist mein Rat. Vielleicht gibt es irgendwann eine Gelegenheit, sie ihm doch zu schenken, vielleicht behältst du sie selbst oder aber du lernst jemand anderen kennen und möchtest ihm diese Kette als Symbol eurer Verbindung schenken.“ Das Mädchen legte die Kette zurück in die kleine Schmuckschachtel und schloss den Deckel. „Leg sie an einen guten Ort, wo sie sicher verwahrt ist. Sie ist wunderschön und du hast dir viele liebevolle Gedanken gemacht. Auch der Brief ist sehr schön, doch diesen würde ich beseite legen. Er ist nicht länger aktuell und ich kann dir nur sagen: Persönliche Geschenke, die einen Zweck verfolgen, um eine Meinung oder eine Einstellung zu ändern, verfehlen ihr Ziel, denn sie schießen ins Blaue und ein Herz lässt sich nicht manipulieren oder lenken. Schon gar nicht durch materielle Dinge. Und wenn doch, dann ist es ein dünkelhaftes und verlogenes Herz und die Geschenke, die du gibst nicht wert. Gestehe ihm seine Entscheidung zu und versuche, ihm nicht böse zu sein.“ Das Mädchen nahm den Brief und sah ihn sich lange an. „Ich will ihn aber nicht wegheften, er tut mir weh zu lesen!“ „Vielleicht denkst du in ein paar Jahren anders darüber? Findest ihn und erinnerst dich daran, dass du dir einmal sehr viele schöne und aufmerksame Gedanken um jemanden gemacht hast?“, gab sie zu bedenken und staunte, mit welcher Akribie das Mädchen jeden Buchstaben des kleinen Liebes-Gedichtes auf dem Brief in einer anderen Farbe gemalt hatte. „Dieser Brief tut mir weh!“, kam es erneut trotzig und traurig zugleich von dem Mädchen. Dann nahm es den Brief und zerriss ihn in lauter kleine Fetzen. Sie fragte: „Geht es dir jetzt besser, nachdem du den verräterischen Brief zerrissen hast wie ein kleiner Papierteufel?“ Zum ersten Mal lächelte das Mädchen. „Ja,“, sagte es, „nun geht es mir besser. Ich werde ihm morgen in der Schule gratulieren und die Pralinen geben, dann ist es gut.“ „Ja“, sagte sie und strich dem Mädchen über die Haare, „dann soll es gut sein, kleine Frau.“

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15 Kommentare zu “Kleine Frau

  1. Menschenskinder, da haben aber beide alles richtig gemacht. Die kleine Große und die große Kleine. Der erste Liebeskummer ist echt schlimm, man denkt man könnte nie wieder… Dabei läßt sich Liebe weder lenken noch bezwingen. GrüßenSe mal die Zerzauszopfte und sagen Sie ihr, da gäbe es eine da drüben überm Knapp, die hätte noch immer den Ring ihres Jugendfreundes, trotz Schlimmsterstkummer. Denn der hat sich in lächelndmachende Erinnerungen verschwummst.

    Strahlleuchtendblaue Grüße aus dem wasserplätschernden Hinterhof, Ihre Käthe, herzvoll zugetan.

    • karfunkelfee sagt:

      Verliebt, verlor’n verbrannt, gelacht, geweint und weggerannt…und dann im Regen steh’n, das Herz in der Hand…nie wieder, nie wieder, nie wieder…
      …bis zum nächsten Mal…
      sang Ulla Meinecke in den Achtzigern.
      Der Song ein zeitloser, einer, der hier auch gut musikalisch hingepasst hätte.
      Erinnern Sie sich dran?
      Was für schöne und wahre Worte Sie auch wieder fanden, vielen lieben Dank!
      Es bleiben irgendwann hoffentlich lächelnde Erinnerungen bei der kleinen Frau…über die Irrungen und Wirrungen des Herzens…😉
      Zypressenduftende Grüße zu Ihnen, das Wetter heute erinnert mich an Sommer in Griechenland.
      Herzugewandt,
      die Ihre✨

      • Und ob ich mich dran erinnere, meine liebste Karfunkelige! Meine Herzinnenlieben waren alle sososo erstmaligverzweifelnd schön. Stücker Zehn (Echt?! Ich verhusche mich gerade selbst…) Moooment:
        L., der allererste, der mit dem Ring, wie unschuldig da die Liebe noch war!
        B., der eigentlich nur eines wollte und nicht warten konnte, Dösbattel, was habe ich um den geheult!
        T., der selbst noch unschuldig war, wir haben solange geübt, bis… hachachach!
        F., wegen dem wäre ich schier in Bozen heimisch geworden.
        A., wir haben uns viel zu verzweifelt geliebt und ahnten, daß wir uns nicht genügen würden (A. war eine Sie)
        M., der zeigte uns beiden auf, daß wir uns nicht genügten und brachte mir die Männerbeglückereyfreude zurück.
        T., der erste, mit dem alles denkbar war, sogar eine gewisse Spießigkeit (Oder auch nicht- ich bin später seine Trauzeugin geworden)!
        M., diejenige, die mir mehr als Trost schenkte, doch ich hatte mich für die Männerwelt entschieden.
        E., der Eine, die schlechthin große Erstblickliebe, den habe ich sogar verhext, bekam ihn und riss ihn mir aus tiefstem Herzensgrund.
        U., der famoseste aller Famosgesellen, von dem handelt die Knoblochverpilcherungsgeschichte.
        Tatsächlich zehn, die immernoch eine Parzelle in meinem Herzen beharken, mal recht, mal schlecht. Zehn aus geschätzten…., nein da passe ich.
        Wow, was so eine Erstkummererzählung aus einem rauslocken kann!
        Grüße vom Untermahorn, die Ihre, himmelbeäugend nebenbei, die Hängematte harrt ihres Einsatzes.

      • karfunkelfee sagt:

        Chapeau, meine Liebe! Wer so offen und frei wie Sie über vergangene Lieben sprechen kann, hat viel gelernt. Hat es müssen und jede vergangene Hoffnung war wieder ein Herzbaustein auf dem langen Weg. Die Architektur der Liebe verkompliziert sich auf dem Weg zum Dach. Verpilchern ist ein Wort, das mich wirklich mit Rosamundes Märchen für Erwachsene versöhnen könnte, denn hinter meinem harten Urteil steckt ja in Wirklichkeit ein junger Wunsch und ich freue mich über jedes Glück, das es zuwege bringt, über die rosa Zuckerwattezeit wie die Gnadenlosigkeit anfänglicher Idealisierungsmechanismen hinaus in die Beständigkeit und Tiefe einer Partnerschaft hinein und hinunterzuwachsen. Tatsächlich ist die Liebe eine Pflanze, die umgekehrt vom Licht in den Grund wurzelt und erst dann Halt findet, wenn sie ganz unten angekommen ist, denn im siebten Himmel ist schlecht zu säen und um zu ernten, braucht es guten fruchtbaren Boden, das weiß wer wie Sie, die so viel vom Wachstum versteht, dass sie es sich zum Beruf machte.
        Ihr famoser U. profitiert von jeder einzelnen Ihrer Erfahrungen und Sie behandeln diese mit dem Respekt, den jede Liebe verdient, wie sie auch gewesen sein mag, denn jeder dieser Menschen war einmal ein Wegbegleiter und eine Erwiderung und ich habe zu oft unglücklich und unerwidert geliebt, als dass ich nicht wüsste, wie wertvoll und schön erwiderte Gefühle sind.
        Ich habe jetzt den Kopf voller Musik und hier bekommen Sie jetzt den Song von mir noch zum Kommi dazu, der zu meiner ersten Liebe gehörte. Die Single liegt im Plattenschrank und wurde ewig nicht gehört, doch es gibt ja zum Glück yt, wo ich bei so vielen Schätzen fündig werde – auch bei diesem…
        Für Sie und Ihren famosen U.✨
        Heute Nacht denke ich an Sie und Ihre Hängematte unterm Beinahvollmond.
        Danke für Ihren wunderbaren Kommentar!

      • Oh, Sie charmantöse Erinnerungsschubladenaufreißerin! Die Diskussionen im Freundeskreis! Schlagerscheiß oder doch Deutscher Rock?! Was waren wir poppig unterwegs. Black, Erasure und natürlich DM. U2 selbstverständlich und die Ewigliebe Billy. Und mittenmang ein knutschendes Pärchen in Schwarz, T. und ich, anfangs stehbluesig und dann hüpfend vor Scheißherzchenverliebtheitschmetterlingsgefühlen…
        Ach und Hach…

        Danke natürlich auch für Ihre trefflichen Worte, wieder einmal fanden Sie besonders einfühlsame Silben und zeichneten die passenden Wortgemälde, Sie sind was ganz besonderes, mein Liebe.

        Sonnenglitzergrüße über den Knapp, der Spiegelmondbruder bewachte meinen traumlosen, ruhigsanften Schlaf.
        Von Herzen zugeneigt, die Ihre.

      • karfunkelfee sagt:

        Also…heute stelle ich den Song eindeutig in die rockige Schlagerecke und auch damals schon. Doch was soll das schon heißen? Er hat eine schöne Aussage und ist mir in diesem Sinn geschenkt worden, eine kleine Vinylscheibe mit großer Bedeutung, weil ein Mensch dahinterstand, der mir damit auch etwas von sich gab und sagen wollte und nur das zählte für mich. Erasure und Black, U2…später The Cure, Bauhaus, Nick Cave und Joy Division…und immer wieder neue Newcomer, die doch etwas bezeichneten, das immer wieder neue Worte findet und sich unaufhörlich beschreibt und für jede Stimmung, jeden Geschmack findet sich etwas dabei.
        Nur an den Fragen darüber nicht.
        Mit Schlagern kann ich generell nicht viel anfangen und doch gibt es immer mal welche, die wieder zu jemandem gehören. Denke an Zweiraumwohnung, Ich+Ich oder aber diesen jungen Fabian Römer mit seinem ‚Blauwalherz‘, das mehr ist als ein Song, der sich gefällig ins Ohr schmeicheln will.
        Billy Idol gehörte übrinx auch zu meinen Fabs und ich hatte in meinem Leben immer mal wieder tiefschwarze Phasen eines Revoluzzertums, das immer wieder sang in bester R&B-Manier:
        I will survive! 😎😉
        Danke für alle Ihre Worte.
        Treffende und sehr schöne…
        Ich Schwing mich jetzt aufs Rennrad und fahre in der Sonne die schweren lyrischen Gedanken der letzten Nacht frei und denk an Sie und letzte Woche, ganz in freudvoller Märchenmanier…🌞🌺🚴✨

      • finbarsgift sagt:

        Famoser Kommentar-Dyalog wieder mal von euch beiden!!
        Da möchte ich zusammen mit dem verehrten Tom Waits euch zurufen, ja zusingen: clap hands!

      • karfunkelfee sagt:

        Tom Waits…für den bin ich stets zu gewinnen!
        Danke und ja…famos können Dialoge sein, wenn man sich viel zu sagen weiß.
        Liebe Wochenstartgrüße…✨

      • finbarsgift sagt:

        Yep, so isses…
        Liebe Sommersonnengrüße vom Lu

    • Wenn man die gleiche Sprache versteht, nämlich die, die innerhäutig pulst, mal sachtsanft, mal lauttobend; dann dialogisiert es sich bonfortionös einfach. Du weißt, was ich meine, lieber Lu. Und die zartstarke Elfenamazone hier soundso.

      Danke für den Austausch und zum Runterkommen jetzt geht nur einer:

      Von Herzen, eure Käthe, sommerasonnenglücklich.

  2. Schön erzählt. Ich erinnere mich auch noch gut an meinen ersten Liebeskummer. Ich hatte damals auch einen Brief verfasst. Besprüht mit Mutters Parfüm. Ich habe ihn niemals abgeben. In einer Art Ritual, haben meine Freundinnen und ich den Brief malträtiert und dann in auch in viele kleine Fetzen gerissen. Am Ende schwammen sie auf unserem Flüsschen auf und davon….und auch der erste Kummer.
    Liebe Grüße, Polly ☺

    • karfunkelfee sagt:

      So ist es genau richtig – Flüsse eignen sich bestens zum Wegschwemmen von Liebesbeweisschnipseln! Ein Hoch den Ritualen, die sind so wichtig!
      Einen Liebesbrief mit Füller schreiben bei Kerzenlicht, ihn dann ‚beduften‘ mit dem Lieblingsparfum – das würde ich heute noch genauso machen, denn es ist so herrlich – romantisch!!!💖👍
      Ganz lieben Dank auch Dir fürs Teilhabenlassen an einer schönen Erinnerung.
      Freundinnen sind etwas Wunderbares.
      Bei meiner ‚kleinen Frau‘ durfte ich diese Freundin sein und sie ist äußerst souverän mit ihrer Herzensangelegenheit umgegangen.
      Dass ich stolz deswegen auf sie war, erzähle ich ihr irgendwann einmal. Oder ich schreibe es ihr.
      Zum Beispiel – in einem Brief.😉✨
      Liebe Grüße zurück…

  3. Das ist eine wundervolle Mutter-Kind-Geschichte über Vertrauen, über Liebe, über Offenheit und über Zurückhaltung. Sehr, sehr schön zu lesen mit vielen eigenen Gedanken dabei.
    Gute Nacht! – Da ich morgen bzw. natürlich heute um 7.00 Uhr bei „meinen“ Malern sein muss, geht es heute früher ins Bett.

    • karfunkelfee sagt:

      ….danke für Deine Gedanken! Die Geschichte wollte ich schon länger aufschreiben. Diese vier Dinge, die Du benennst…sie sind etwas sehr Wichtiges. Um sie miteinander leben zu können braucht es Respekt. Dies sind die Grundlagen, damit er auf gesunde und freie Weise entstehen kann…
      7:00 Uhr…? Das ist hart! Meine Tochter hat ein T-Shirt mit der Auffschrift: Der frühe Vogel…
      …kann mich mal!😀
      Ich wünsch Dir gutes Gelingen(und Aufstehen)✨

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