Another world – Antony and the Johnsons

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Fatum Atem

 

Verwunschenes Gefühl. Herbstglut im Blut. 

  
 Entlaubtes Herz vorm vom Licht enteigneten Himmel. Warme alte Seelen an den Händen haltend. 

  
Vertraute Stimmen, hoch die Wege. Wiegend gegangen, wild wie ein Tier. Schritt für Schritt steil voran. In fließender Mitte. 

  
Ruht auch die Angst in den schwarzen Tannen. vorm letztem Licht. Kein Zagen, kein Bangen. Siehst mich nicht.
  
Im lezten Stück ein Kleingeist Dunkelheit mich neigt. Weigere mich schweigend im Fatum meines schnelleren Atems.

  Finde die alten Wege im Berg immer. Springe bergab mit der Kraft der Kindheit. Zeit rast sich im Duft der Erde überholend an mir vorbei. Ein Blatt weht vom Baum, verendet vor meinen Füßen. Gelbzackig süß, unendlich frei zu sein was es will. Ich halte im Lauf inne, stehe still. Nehme es auf und streichele ihm den Tod aus den Adern. Tadele es sanft. Wer wird denn hadern?   
Vergängliche Wunden heilen von innen nach außen in steter Bewegung. Inniges regeneriert unaufhaltsam in jeder Regung Bist du mit dir allein wissend. Ein Nächster grüßt, hat dich gesehen. 
  

Wie tote Blätter vor Füße wehen. 

  

Visionary sleep (Rain drop Riddle) – Variations

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In my visionary sleep
great rains
inscrutable sinfony
graining my skin
in sizes
of weeping water
with silence
memorised
sun beams
clamorous HipHop
summer dreams

Every drop telling
who I might could be
speaking big wet
water words
green kind
of spring in puddles
filled up in bottles
without the comfort
of moonlight’s
orange lovely balloon

my deadhead
beneath the mirror room
in ways
between
echoes of rainy minds
like being blind
balancing
on greasy wire ropes
searching for some
easy hope
holding straight
the middle
life is meant to be
abandonded
in this
rain drop riddle
you hold the light
and I will see.

Bis das Maß voll ist

  
In deine Augen weine ich herbstrote Blätter; in meine kleine Ewigkeit den kurzen gewaltig großen Trost randvoll betrachtet im Wellenmaß haltlos umnachtet als ich in dich vollkommen komme suche ich Frieden im Glanz deiner Stadt vor den offenen Toren; liege ich im Sand das Wasser aufgebraucht die Tränen vergoren verbrannt und verloren in all dem was du bist, wirst du in meiner Erinnerung Schall und Rauch. Ist es der Mond der mich mit meiner Blöße bedeckt ist es dein abgewandter Blick der mich erneut aufschlägt als ich erkenne, dass jede Träne die ich dir einst schenkte Trugs flüssiger Schein ist, der nichts vergisst. Ich renne in meine Vergänglichkeiten zu dir und komme bei mir an. Am Ende kreise ich über der strukturellen Zerstörung in einem neuen Anfang. 

Du nimmst mich im Zwielicht meines Wissens und reißt mich auf bis auf den tiefsten blassesten Grund. Ich werde wild, singe dir ein Kriegerlied vom Leben, vom Lieben, vom Vermissen, schlage dir entgegen, werde in deinem Begehren gesund. 

Bis das Maß voll ist will ich leben, will ich lieben, will ich geben. Alles was ich weiß schenke ich dir. Das Alte und das Neue. Das beständige und treue. Das was nicht ist und noch wird. Das Ungewisse, das eine neue Zeit gebiert. Das Harte findet das Weiche im unermüdlichen Umkreisen rund.

Einsam geht es sich auf unvertrauten Pfaden. Herbst ist ein Lied: blau wie Blut, bunt voll Gier, fahl wie die zarte Haut an deinem Hals, in den ich so gern beiße. Zukunftsangst ist ein wütendes Tier, Ressentiments will es wie Impalas auf der Flucht in hohen Sprüngen reißen. Ich will es wegbeißen. Habe es sämtlicher Illusionen beraubt. Wer träumt, der noch glaubt.

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