in den zweigen klirrt leise das eis

 

Wenn du glaubst

du hast,

hinterfrage was du hast

oder das

was immer du glaubst

zu haben –

es ist auf Zeit

 

in den zweigen klirrt leise das eis

 

nur geliehen

sind die Herzensgaben

in der Geborgenheit

des Zusammenseins

gewachsen, gediehen

zueinander getragen

das bedenke

wenn du bereit

es zu verschenken

im Fliehen

in tiefen Tälern

mit deinen Träumen tagst

in denen das Unbekannte

mit dem Vertrauten

hadert und zagt

 

erstes winterweiß auf wegen

 

wenn du glaubst

was du hast

wäre verblasst

hinterfrage

was du willst

stille tief in dir

den Hunger

der dich ins Ungewisse treibt

dich bedrängt

verfängt im Netz der Zweifel

aussaugt und zerreibt

bis nur noch Leere

übrig bleibt

 

übermorgen wieder regen

 

wenn du weißt

was du willst

ist ein Teil des Wunsches

tief in dir

ohne Widerruf

erfüllt.

—-

(Bildquelle: mit frdl. Genehmigung v. Noel S.)

Advertisements

25 Kommentare zu “in den zweigen klirrt leise das eis

  1. Jetamele sagt:

    Klare, ehrliche, stimmige Worte. Und da ist soviel ‚Wahres‘ dran…
    Danke dafür. Ich nehme es mit in meinem Tag!

  2. Arabella sagt:

    Sonne und Schnee, ein Geglitzer voller Freude.
    Beste Gedanken zu dir .

    • karfunkelfee sagt:

      Danke…nur die besten Gedanken schickst Du mir und genau die kann ich gerade heute besonders gut gebrauchen. Hier glitzert die Sonne…gestern Nacht klirrten die Bäume vor Eis…

  3. Flowermaid sagt:

    Was läuft schief, wenn man anfängt darüber nachzudenken wie es anders sein könnte… auch hier ist es kalt und verschneit aber in grau… liebe Grüße vom Blumenkind 🙂

  4. Ulli sagt:

    Gestern schrieb ich etwas (für mich) über die Dankbarkeit und dass man (ich) immer etwas noch besser oder anders haben will, aber ist das nicht gleichbedeutend damit, dass man das, was ist, schlichtweg nicht wertschätzt, sondern Gefangene von Unerfüllbarem bleibt? Dass man nicht Jetzt ist, sondern irgendwo zwischen bald und nie?
    Liebe Fee, ich danke dir für diesen spätmorgendlichen Input und grüsse dich herzlich vom grau-weissen Schneeberg
    Ulli

    • karfunkelfee sagt:

      Sehr gut erkannt, worauf ich hinauswill.
      Doch auch die Träume und selbst die Unerfüllbaren halte ich für wichtig, sie sind Antriebsmotoren, sonst tritt ein Stillstand ein.
      Im Bewusstsein des Jetzt lassen sich bald und nie besser einschätzen, dies jedoch immer unter der Option des ‚vielleicht eher doch‘, das als Joker durch das Spiel wandert.
      Liebe Ulli, ich danke Dir fürs Weiterdenken und sende Dir herzliche Grüße aus dem klirrend kalten Teuto

  5. Ohne Wünsche und Bedürfnisse gibt es nur Stillstand. Der Antrieb

    • Der Antrieb zur Erfüllung und Erreichen eines anderen Levels ist der Antrieb des Lebens.

      • karfunkelfee sagt:

        Ja. Ich gebe Dir bedingt Recht. Denn der Ehrgeiz Träume zu leben für eine bessere Lebensqualität, ist nur ein Teil des Wunsches. ein anderer Motor ist den Daseinsgenuss zu pflegen und sich in ihm selbst zu genügen. Das entzündet Freude im Herzen um es bereit und stark zu machen für die Veränderungen, die es sucht. Das eine ist ein zweckorientierter Pragmatismus, das andere eine Art Herzensverpflichtung. Gesund bleibt der Glückliche…

      • Wenn das deine Überzeugung ist … nichts dagegen.

        Ich spreche hier nur für mein Empfinden, was sicherlich nicht 1:1 auf andere Menschen übertragbar ist.

      • karfunkelfee sagt:

        Das Empfinden ist bei jedem Menschen anders.

  6. Clara HH sagt:

    Danke an dich für die Worte und danke dem Fotografen für die „Pixel“. – Vorhin brachte meine zukünftige Mitmieterin ihre Sachen – ihr Freund begleitete sie und half. Bei den beiden machte einer einen sympathischer Eindruck als der andere – ich bin ganz fest überzeugt, das wird eine gute Zeit.
    Hier ist es nicht sonnig, eher diesig. In ein paar Minuten gehe ich zu meiner ersten Reha-Sport-Veranstaltung.
    Und dann habe ich meine über alles geliebte Funkuhr mit Metallarmband repariert zurück bekommen – es war ein Garantiefall. – Lauter Freudengründe.
    Und tschüss für dich sagt Clara

    • karfunkelfee sagt:

      Gern, Clara, ich freu mich und danke fürs Lesen und Schauen.
      Was Deine Mitmieterin anbelangt: klingt alles sehr gut!
      Das, wovon Du überzeugt bist, steuerst Du mit in eine gute Richtung. Du hast mein Gedicht gründlich gelesen…eine solche Botschaft transportiert es auch…✨

  7. autopict sagt:

    Ein schöner Text von der Herrin der Buchstaben und ein schönes Winterbild aus dem Hoffotografenpool dazu – Spuren im Schnee, so klar wie vergänglich.
    Wünsche dir ’nen schönen Abend!

    • karfunkelfee sagt:

      Meine Hoffotografen sind unschlagbar. Ich weiß…✨
      Die ‚Herrin der Buchstaben‘ knickst artig bis 45 Grad (weiter geht zur Zeit umständebedingt leider nicht) und wünscht einen bezaubernden Wochenendbeginn…mit und ohne Spuren, denn manche Spuren sind glücklicherweise vergänglich und die es nicht sind und bestehen bleiben, weil sie sich tief ins Erdreich eintraten und viele darübergingen, werden Wege für neue Spuren…

  8. Ach ist das schön! Und macht mir Mut, an meine Kraft zu glauben, was zu tun, was lange überfällig ist. Danke 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s