inmitten weiß

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inmitten weiß im flockentreiben

dein gedanke an mich

ausgeschwiegen

bleib noch liegen

ich rieche dich

ahne schnee auf winterwiesen

 

hast du die frau

auf der straße gesehen?

ihre streichholzbeine

rennen über den vereisten gehweg

in ihren dunklen augen

erkenne ich ein stummes flehen

lass noch einmal

deinen atem

seidig über meinen nacken gehen

dieser wintermorgen gehört uns

unangreifbar und behütet

 

sieh nur, wie die kinder

unten vorm haus

einen schlitten ziehen

höre ihr unbeschwertes lachen

sie fragen nicht woher?

sondern nur wohin?

 

ein ganzes rudel sind sie

ein bunter mix aus allen farben

nur kinder kriegen das so hin

bleib so nah

bis gar nichts mehr dazwischen passt

ich nehme dich an mich und mit mir

in unsere frühemorgengaben

 

schließen wir den zauber

eines synchronisierten

lidschlags ein

in des ersten tages sonnenstrahl

stellen wir uns

in der zeit die uns bleibt

keine fragen

bitte halte

mich noch einen moment

ruhig in deinen armen

solange du mich so erkennst

will ich noch glauben

an eine art erbarmen

—-

18 thoughts on “inmitten weiß

  1. Ulli sagt:

    Was für eine wunderbare Stimmung du hier beschreibst! Ich rieche Bettwärme und ein Du …
    liebe Grüsse
    Ulli

    • karfunkelfee sagt:

      …ja…so spinnt die Fee aus Träumen Worte aus einer Welt voller Ideen und Wünsche…liebe Grüße auch zu Dir….und Dank…für Deine wohligen Worte…Stefanie Karfunkelfee

  2. Arabella sagt:

    Ich glaube mit …

  3. So schön, dass es weh tut…

  4. Sehnsucht aus allen Poren…

  5. Flowermaid sagt:

    … sich unendlich lange in die Augensehen können… wie viel mehr Nähe kann es geben…

  6. Meine Liebe, ich komme aus fabulösen Gründen, nämlich wegen direkter Winterglückaugenschauträumerey erst heute zum Nachlesen und weiß, was ich da zu lesen bekomme: Genau dies!

    Ich wiederhole mich zwar, doch das ist mir lipperbreiwurschtig: Schreiben Sie, schreiben Sie!
    Eilflinkfleißige Grüße, (Heute wäre ein Gestern nicht möglich gewesen) und natürlich ein klein wenig mehr wieder zugeneigt, die Ihre.

  7. finbarsgift sagt:

    …voller liebeszauber…

    …und blicken ins reich der kinder…

    Zartmenschliche Poesie

    • karfunkelfee sagt:

      Danke, lieber Freund. Dem täglichen Wahnsinn der Welt wollte ich dieses schöne Bild entgegensetzen. Dem Wandel den Gehalt der Beständigkeit eines momentanen, leider vergänglichen schönen Gefühls entgegensetzen und bewahren. Doch vor allem…bewahren…

      • finbarsgift sagt:

        Solch besonders feine Texte gehören in der FAZ Wochenendausgabe zum Beispiel veröffentlicht, damit viel mehr Leute sie lesen!

      • karfunkelfee sagt:

        Das wär was…hm…😊✨

      • finbarsgift sagt:

        Ps: würde ich dieses zauberhaft schöne Poem irgendwann irgendwie irgendwo zufällig finden und lesen, ohne Angabe des Autors/der Autorin, dann würde ich infolge alle Hebel des Weltalls in Bewegung setzen um das herauszubekommen, und vorher niemals ruhen!

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