tages fernes glück

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leiser noch
als die einsilbige nacht
der stumme morgen
seine sonne brandhell
zwischen häuser taucht

will sie nicht sehen
doch du hängst
ihre andacht höher
in den unverbrauchten tag
wie ein fernes glück

11 thoughts on “tages fernes glück

  1. Genau so heute der Frühflug gen salzigem Leichtkessel, die Sonne flutete Feld, Waldrand und Straße und schob mich förmlich in den neuen Tag hinein. Und ich dachte an einige Nahfernmenschen und wünschte ihnen andächtig, daß ihre Wege heute ebenso glücksgeflutet sein mögen.
    Dir natürlich vor allem wieder Draußenglück und freies Gehen, liebe Karfunkelige.
    Alles Liebe und danke für dieses schöne Poem, Deine Käthe.

    • karfunkelfee sagt:

      Es war gestern ein lieblicher Tag. Ich war im Wald und saugte mich mit lauter grünen Knospen voll, dem Duft nach Holz und Erde. Es waren wunderbare Wege, glücksgeflutet allein schon deswegen, weil ich sie endlich endlich wieder laufen kann…jeder Schritt ist so ein kleingroßes Glück.
      Ich habe nun, da ich selbst die Erfahrung gemacht habe, einen noch ganz anderen Blickwinkel bekommen auf Menschen, die gehbehindert sind. Er ist noch einmal geschulter und schärfer nun. Es ist ein großes Glück, wenn man zwei gesunde Beine hat und damit laufen kann…
      Danke für Deine Worte. So kurz das Poem, so seltsam schwer schrieb es sich…ich stellte endlos um und am Ende rang ich mit mir und kürzte und knappste und nahm immer noch mehr weg.
      Das Poem schrieb sich aus drei Gedichten. Ich habe es einreduziert wie ein Koch die Soße…haha….:)
      Ich wünsche Dir einen erholsamen und schönen Sonntag, denke gleich draußen im Wald mal fest an Dich. Schau mal übern Knapp, da funkelt was für Dich.
      Deine Karfunkelige

      • Danke für Deine Sonntagswünsche, nach einem gräßlichen Vormittag erfüllten sie sich sogar. Kurz der Gedanke an den geliebten Asenwald, doch dann war mir die heimische Terrasse wichtiger. Jetzt bin ich kaputtbeglückt und die Terrasse blitzt. Alle raren Samen sind topfig wieder beheimatet und Winterdreck ausgeputzt. Neugrün wurde begeistert in Empfang genommen und die Vogelfutterstelle verräumt.
        Hach, das alles dank geschützter Lage im Dünnkleidchen, auch die Fensterputzerey. Eine Frühlingsstola legte sich um die nackten Schultern…

        Ich freue mich so für Dich mit, meine Liebe. Lang war die Zeit, da Du Flinkfüßige ausgebremst warst. Und Du hast die Lektion offenbar angenommen, Du Starksanftwesen, Du.

        Liebe Sonnenwindgrüße aus dem Kleinkesselchen gen Knapp, Deine Käthe.

      • karfunkelfee sagt:

        Ich hab schöne Wanderbilder aus dem hiesigen Räuberwald, wüst wie immer. Mal sehen wie und ob ich sie vertexten könnte…?…es ist zwar nicht Dein lipperlandiglieblicher Asenwald, sondern nur einer mit Zwergenhöhlen, Hünensauds und Wasserschutzgebieten, doch es ist ein freundlicher, wenn auch teils schluchtig (muss dringend mal zur Schopke…)
        Zum grässlichen Vormittag lieferte ich ja bereits eine Präventivmaßnahme subtilster Art und Weise, um vorzubeugen. Kaputtbeglückt…das klingt so…ach Käthe, Dunuwieder…nee…ichnuwieder…✨
        Mein Balkonputz steht noch aus, statt dessen schnauf ich mich kaputt beglückend (hach…Lieblingswortpotential)…über die Berge und taumele im Endorphinrausch die Teutosteilhänge rauf. Der Doktor hat heute gesagt, ich solle lieber Radfahren, das sei weniger gefährlich….Rennrad darf ich leider noch nicht…😥
        Den Lavendel päppele ich mit Dünger, kommt langsam. Später Frühling…
        oben auf dem Kamm noch kein Grün, nur ein Hauch auf den Buchen.
        Meine Blaumeisen sind noch beim Nestbau. Sie kommunizieren eher lautstark schimpfend das Revier (meins!) verteidigend mit mir. Aber…die haben bei mir Narrenfreiheit. Das wissen diese Vögel sehr genau. Die schimpfen im Nahkampfmodus auf 50-Zentimeter-Distanz mit mir. Diese blaufiedrigen Schlingel…
        Du hast das Richtige gemacht:
        Dem Grässlichen etwas Schönes entgegengesetzt.

        Ich saß Sonntag auch im zarten Tüdelü auf dem Balkon. Käseweiß mit LSF50+ 😉

        Deine Freude flinkt mir die Füße, Holde.
        Die Lektion hat Wild Thing angenommen, ja…
        Nachtwindgesäumte Grüße,
        Deine Karfunkelige, Stefanie

  2. Silbia sagt:

    Herznah und ergreifend die Worte und ein Bild dazu zum Dahinfließen.
    Ich komme nicht um den Eindruck einer sanften Woge, die von der Sonne erhellt und erwärmt wird.

    Beste Grüße,
    Silbia

    • karfunkelfee sagt:

      Liebe Silbia, das Schönste an Deinen poetischen Worten ist für mich, dass ich Deine Gedanken ins Weiterspinnen der Sonnenidee brachte. Dein Wellenbild wärmt wunderbar.
      Danke dafür und herzliche Grüße von der Karfunkelfee

  3. finbarsgift sagt:

    …ein feiner poetischer Hauch
    mitten hinein in den Sonnenmorgen…

    Liebe Frühlingsgrüße
    vom Lu

  4. Ronald Klatt sagt:

    Das wärmt das Herz…
    eines Gefährten.

    Arriving somewhere- maybe here

    Ronald

    • karfunkelfee sagt:

      …so soll das sein…
      …was wären die Wege des Lebens ohne
      die Gefährten? Mit Gefährten lässt sich sogar die brennende Sonne teilen bis ihr Feuer mild ist….

      …some will guide you – hold you dear…
      Stefanie

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