Seide des Tages

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Des Tages kühles Seidentuch, der Wind wirft glänzende Falten, ein Träger in Lavendelblau für besondere Tage scheint die Sonne auch unter den dunkleren Wolken hervor ist sie eine Zeitrafferillusionistin an einem verwunschenen Ort im wandernden Muster des Lichtes auf Schatten in den satten nassen Bäumen schmeichelt Regen tanzt weich von Blatt zu Blatt in die Gelenke setzt die  Füße unter Spannung atmen ein die sanfte Asche der verbrannten Träume hebt das Tuch das lavendelblaue Seidentuch wie es nach alten schönen Sommern duftet und jeder flüchtige Traum war eine andere noch schönere Braut oder war es nur der Wind das Kind der Luft im Verwehen an der bloßen Schulter kurz den Schleier des Vergessens reibt bis das Verstehen auch die letzte dunkle Kluft erreicht und das Erkennen die krustige Trauer aufweicht wirft des Tages kühles Seidentuch glänzende Falten und flüstert dass es vergehen will. Ich will es gar nicht behalten  lege es um mich halte für die Weile die der Wind mich lässt in seinem Moment inne und ergebe mich ihm still.

4 thoughts on “Seide des Tages

  1. autopict sagt:

    Passender Text, insbesondere da ich das Bild noch aus der Tageslichtvariante im Sinn hatte.
    ‚Zeitrafferillusionistin‘ ist klasse.
    LG aus dem baldigen Traumland.

    • karfunkelfee sagt:

      …ich mag Beständiges aus verschiedenen Perspektiven. Die ‚Zeitrafferillusionisten‘ sind wie das ‚Zeitstromtreiben‘ karfunkel’sche Überthemen für eine Reihe von Gedichten, die sich mit dem Thema immer mal wieder befassen…
      Ich freue mich auch schon auf meine kleine schwappende Waterworld.
      Schlaf schön…✨

  2. Ulli sagt:

    Ohne Punkt und Komma nenne ich solcherlei bei mir und finde es nun auch bei dir und lese, lese noch einmal, lass mich durch den Regen vom Wind in stille Momente tragen und sage: hach …
    hab Dank- im Hintergrund läuft deine Musik des Tages, klar, mag ich😉
    herzliche Grüsse vom heute eher kühlen Berg, tut guuuut
    Ulli

    • karfunkelfee sagt:

      …liebe Ulli, ohne Punkt und Komma, genauso…ich nenne es: Flow-wow-wow-wow….und liebe diese Art zu schreiben sehr..es ist wie in Worten zu atmen…

      Gone to earth – ein Wahnsinns-Album vom Sylvian.

      Hach…:)

      Hier in den Teuto-Bergen nebelfetzt es und ist feucht, doch warm dabei. Sonne eher verhalten….ich versuche sie zu locken…:)

      herzliche Grüße von Stefanie

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