Kai

Wer einmal Teil 
von einem war 
geht niemals ganz.

Das Gute bleibt
das Schlechte will 
sich auch verstanden wissen.

Dazwischen liegen die Distanzen 
weiteren Vermissens

es ist gut, lass so sein
was immer ist im Fundament
ruht still und zeitlos
die Gewissheit

sie ist wirklich ewig
geschmiedet aus Taten, Worten, Tränen, Treue

wenn es Dir, Verstand,
auch in die Quere
schießen mag,
befehle ich Herz, Dir ,Seele: Singe! 

Auf dass es gelinge und es gehört mehr als die Gewissheit im Vertrauen dazu, aus Eiswürfeln das Wort Ewigkeit zu legen und dabei nicht zu wissen ob Gerda kommt und für Dich weint.

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19 Kommentare zu “Kai

  1. Arabella sagt:

    Das beschreibt trefflich gut Trennungen. Manchmal sind sie notwendig, um selbst frei zu bleiben.

    • karfunkelfee sagt:

      Die Schneekönigin ist mein Lieblingsmärchen…
      Hans Christian Andersen beschreibt die Versuchungen, die Menschen verändern können. Sein Kai wurde von einem Splitter des Teufelsspiegels in Auge und Herz getroffen, so konnte er entführt werden, während Gerda jahrelang nach ihm suchte, die Liebe im Herzen war dabei ihr Motor. Doch Kai erkannte sie nicht als sie ihn fand, verblendet vom kalten Reichtum der Schneekönigin. Sie ließ sich nicht abhalten und weinte, weil sie ihn gefunden hatte. Erst ihre Tränen erwärmten sein Eisherz und spülten den Splitter aus seinem Auge. Alles wurde gut. Darum Lieblingsmärchen.

      Trennungen zu lernen, ist wichtig. Alles im Leben wird einmal Abschied sein. Doch es ist auch wichtig, sich die Menschen zu versuchen im Leben zu bewahren, die wertvoll oder geliebte Menschen sind. Versöhnlich mit diesen zu sein und immer wieder ohne falsche Scham um sie zu weinen, wenn sie kalt und fremd erscheinen. Die Tränen erinnern daran, wer sie wirklich sind und was sie sind – jede lange Suche wert und jedes Finden wiederum ein Glück.
      Freiheit ist das, was verbinden kann, wenn der Wille sich freimütig des anderen Wohl unterordnet ohne sich dabei beengt zu fühlen. Partnerschaften wie auch immer sie geartet sind brauchen den tanzenden Wind zwischen sich um frei genug füreinander bleiben zu können.
      Du weißt doch: Ewig währt am längsten😎✨

      • Arabella sagt:

        Du funkelst enorm.

      • karfunkelfee sagt:

        …danke…so gern…✨

      • Clara HH sagt:

        Deine Antwort erwärmt mein Herz, auch wenn es nicht aus Eis ist und du keine Tränen weinst (vielleicht nur keine hier sichtbaren) – mir gefällt das Märchen auch sehr. Es ist auch irgendwie typisch für unsere Zeit, wo sich viele von Geld und Reichtum blenden lassen.
        Liebe Grüße zu dir kommen von mir

      • karfunkelfee sagt:

        Gut erkannt, Clara. Ihr tieferer symbolischer Sinngehalt, ihre in Zauberei verborgene Gebrauchsanweisung für mehr Zufriedenheit in der Realität Leben, ist das wahre Geschenk, das uns Märchen machen….liebe Grüße zu Dir zurück✨

      • gkazakou sagt:

        Auch ich liebe dies Märchen. Es hat mich mit meinem altbackenen Namen versöhnt. Beste Grüße von Gerda

      • karfunkelfee sagt:

        Ah, Gerda, war da, fein…✨
        Siehst Du, so unterschiedlich kann das mit Namen sein. Ich bin regelrecht in die Namen Kai und Gerda verliebt, weil es Heldennamen sind. Dein Name kommt aus dem Altnordischen. Gerda ist ein märchenhaftes Beispiel für Lebensmut und ein gesundes Selbstvertrauen. Beste Grüße zurück

  2. Flowermaid sagt:

    … ein mal GELIEBT ist es wie ein Schatten, der flüsstert ‚du kannst das’… wie in der Musik braucht es die Resonanz…

    • karfunkelfee sagt:

      …wunderschön gesagt und das Resonanzprinzip liegt beinah allem zugrunde. So schwer zu akzeptieren, wenn eine Resonanz ausbleibt und dann zu erkennen, dass eine Liebe einseitig übergewichtet war. Diese Erkenntnis kann beides sein: bezwingend und befreiend zu gleicher Zeit. Bezwingend, wenn die Hoffnung auf bessere Zeit stirbt, befreiend, wenn das zeitlose und Geduld fordernde Wesen der Hoffnung sein Tempo finden darf. Wer noch hoffen kann, kann auch wachsen. Und Wachstum verursacht wie den Knochen in der Jugend der Seele im Älterwerden Schmerzen. Doch im Vertrauen auf das Resonanzprinzip kann die Seele lernen die Signale auszusenden, die die Menschen anzieht, die sie braucht um sich weiterentwickeln zu können und die ihr buchstäblich in der Seele gut tun…

  3. karfunkelfee sagt:

    …es scheint, ich habe heute philosophische Anwandlungen…🤓❣

  4. gkazakou sagt:

    Danke Karfunkelfee für deine Namens-Assoziation. Mir gefällt der Name jetzt auch. Früher meinte ich, „alle älteren Damen mit Kapotthütchen heißen Gerda“

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