40,3

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Sing dich, mein Ding, frierend über die trostlose Leere weiterer Feldversuche. Der Kopf schmerzt, die Träume sind bunte seltsam schillernde in einem kranken Himmel hochhängende Gebilde in dem, was einmal glücklicher schien. Es will seicht und doch verschlingt sich selbst, ein ums andere Mal. Das Fieber wütet neongrün mit saturnischem Charakter und verbrennt dabei alles Weitere zur flächendeckenden  Asche der Rosen. Währenddessen tobt es, ein Aufstand, ein Krieg im Körper, zu müde zum Schlafen, zu wach zum Aufbleiben, zu ruhig zum Entspannen, zu nervös zu koordinieren. Im nächsten Traum ist schon wieder Herbst, ein feurig roter, die Blätter brennen, die Berge stehen schwarz vor Einsamkeit. Weitere  Messungen zeigen rasanten Anstieg, für Fieber sind Höhenmeter keinerlei Problem, es jagt durch den Körper hindurch, es bleibt nichts mehr, als sich ihm auszuliefern, es toben und wüten zu lassen. Träume von Michael Ende, er befiehlt zu schreiben und nochmal zu schreiben und jede einzelne liebe Erinnerung rechtzeitig aufzuschreiben,  bevor sie vom kommenden Nichts aufgeschluckt wird oder hingestreut wie Fleischbrocken für das wilde Raubtier, den Seelenfrieden . Träume von einem Sandkorn, das ein ganzes Land sein will in absoluter Dunkelheit. Es leuchtet namenlos in  hohler Hand. Träume von Traurigkeit und Verlassensein und Weinen trocken wie die Wüste, dabei voll wie ein Meer. Es ist tot und darum heilt es umgeben von Sandland im modernsten Minimalismus aller Zeiten. Die furchtbare Schönheit der Süßwasserphantasien verstrudelt ohne Widerhall in der Tiefe.

Die Zeit glüht, sie hat sich komprimiert auf ein paar Stunden totalen Wahnsinns in der Nacht, sie beweist, dass alles nichts ist, vergängliches Chaos, gefolgt von universeller Erschöpfung. Hausstaub sollte rosa sein, befiehlt inzwischen der fiebernde Verstand, bist du nicht eine Frau und dazu verdonnert zu putzen, bis dass der Tod dich endlich einmal gut leiden kann? Filmriss, Wechsel, Schlaf, leichter Schlaf, aufgewacht, trockenlegen und jeder Atemzug ein Messerschnitt, das Rippenfell eine aufs äußerste gespannte Haut auf Knochenbögen, die das Fieber wie eine Buschtrommel schlägt,  jede Berührung in einen stechenden Elektroschock verzerrt. Im Spiegel begegnen der Idee von Augen glänzende Glasmurmeln ohne Ausdruck, ein Erschrecken und  Verkriechen unter die Bettdecke bleibt als der Weisheit letzter Schlussstein um den Friedhof der Gefühle. Das siechende Nochseinmüssen zieht sich zusammen wie eine sterbende Spinne.

Kaum noch traut sich zu atmen, flach ist alles und bleibt alles. Das sanguinische Luftholen, Gedanken wie muntere Bächlein und mittendrin ein alle Ufer rodender Flächenbrand. Die Augen schließen sich müde im Nichtsein, Nichtstunkönnen, im Zwischenzustand, verdammt und hilflos dem marodierenden Körper ausgeliefert. Sich müde frieren im sicheren Wissen, dass nichts auf dieser Welt jemals trostloser und kälter werden könnte als Todeskälte. Gegen schmerzende Gelenke und Trockennot antrinken, literweise Wasser hineinkübeln, es scheint zu zischen auf der wunden Zunge, hinten im rot angerauten Rachen bleibt das trockene durstige Gefühl laut lärmend bestehen. Gedanken verdampfen auf heißer Haut, bevor sie zu Ende fließen können, sie verlieren sich in glutigen Schlieren, die wiederum neue Chimären gebären. Im Läuterfieber, Fegefeuer das abgeliebte Dasein abgewiesen, eine glatte Abfuhr an das so genannte Leben. Oder doch genau das Gegenteil davon? Wer weiß das schon.

 

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60 thoughts on “40,3

  1. Ulli sagt:

    Liebe Stefanie, das klingt nicht gut, auch wenn du es so wunderbar poetisch aufgeschrieben hast. 40,3 ist hoch, sehr hoch! Hast du Hilfe, brauchst du etwas? Herrjeh, ich bin sooo weit weg, sonst käme ich jetzt mit einem Bündel Lindenblütentee und Gänsewein…
    bitte pass gut auf dich auf
    liebe Grüsse Ulli

    • karfunkelfee sagt:

      Liebe Ulli, ich bin seit vielen Wochen krank, jetzt ist wohl das Rippenfell entzündet. Es ist ein verschleppter Infekt, ich habe schon wochenlang Fieber, Antibiotika helfen nicht, hab ich versucht, Doktor im Urlaub, ich hab einfach keine Kraft mehr. Bekomme schnell Fieber, auch sehr hohes. Das Fieber gestern resultierte vermutlich auch aus der Erschöpfung, ich musste gestern in die Stadt, die Arbeit, das Leben gehen weiter, solange bis man/Frau umkippt.
      Ich sehe das relativ fatalistisch mittlerweile, funktioniere so gut ich kann und Strecke bei allem was nicht mehr länger geht und hinzunehmen ist alle Viere von mir. Mehr geht nicht. Danke für Dein liebes Angebot, Deine Worte tun auch schon gut…
      Viele liebe Grüße zu Dir von der flügellahmen Fee ✨

      • Ulli sagt:

        Liebe Stefanie, das ist ja das, was mich beunruhigt, dass du nun schon so lange krank bist. Hast du mal einen Borreliosetest gemacht? Bist du krankgeschrieben? Hat dein Doc eine Vertretung? ich weiss, sooo viele Fragen, sie sind aus der Sorge gespeist!

      • karfunkelfee sagt:

        Liebe Ulli, es ist ein Erschöpfungszustand, nicht der erste, den ich erlebe. Ich arbeite als Team-Mitglied freiberuflich redaktionell. Einer verlässt sich auf den anderen und jetzt kam unglücklicherweise die Projektphase zusammen mit der Grippe. Ich konnte nicht einfach krank machen…dann die Schulproblemen und was mein Doktor sagte: der Heilungsprozess von dem Beinbruch Ende letzten Jahres, das ich seit Monaten wieder aufbaue, der das Immunsystem zusätzlich belastet…mein Doc hat eine Vertretung, ja. Ich halte gar nichts von dieser und dem Umgang mit Patienten. Jetzt ist WE. Sollte das Fieber wiederkommen, der Zustand weiterhin unverändert bleiben, gehe ich zur HNO. Dann weitersehen…
        Ich hätte längst mit dem Bein zum CT gemusst, war zu krank, habe es nicht geschafft…
        Mit Zecken kam ich (klopfdreimalholz)bislang noch nie in Kontakt…

      • Ulli sagt:

        Gut zu lesen, dass die Zecken dich nicht aufsuchen. Ich kam darauf wegen der Fieberwellen darauf, habe selbst chronische Borreliose, weil sie zu spät erkannt wurde, bin aber seit einem Jahr beschwerdefrei, das heisst aber nichts, war es schon einmal drei Jahre und dann ging der Zirkus von vorne los.
        Ich habe mich fast gedacht, dass du freiberuflich unterwegs bist, ja das ist immer schwierig. Nun hoffe ich sehr, dass du Zeit für dich, dein Bein und deine Genesung findest, dir nimmst.
        herzlichst
        Ulli

      • karfunkelfee sagt:

        Im Süden soll es schlimmer mit den Zecken sein…allerdings bin ich noch nie auf Borreliose getestet worden und Fieberschübe treten bei mir immer nur als grippales Symptom auf, wenngleich sie oft hoch und heftig sind…ich bin zäh…keine Sorge. Hab in meinem Leben schon ganz andere Herausforderungen gehabt und bleib daher ruhig.
        Herzlichst zurück, Stefanie ✨

      • Ulli sagt:

        dann bin ich es auch🙂

      • Clara HH sagt:

        Wäre ich besser im Versorgen und Umsorgen, ich setzte mich ins Auto, suchte mir eine Pension in der Nähe und …. hielte dich vom Gesundwerden ab, da ich mit die spräche und du dann eher husten musst.
        Fang doch mal welche ein von den zu dir gepusteten guten Wünschen!
        Herzlichst Christine

      • karfunkelfee sagt:

        Ach, Duuu…danke! Meine Kinder helfen mit und ich bin ein zähes Stück, ich komm schon wieder auf die Beine. Und ja…Sprechen nix gut, sonst Husten und sehr gemeine Schmerzen beim Luftholen. Es ist schon besser geworden. Jetzt bleib ich dran, ist noch zwei Wochen Zeit bis Projektstart, das hab ich mir als Ziel gesetzt, wieder vollständig instand gesetzt zu sein. Ich halte es kaum noch aus, meine Fahrräder anzuschauen…die sehen genauso so traurigstaubig aus wie ich diesen Sommer…
        Ich kann jetzt nicht mehr schreiben. Brauch beide Hände zum Wünschefangen…
        Danke…😍

  2. wildgans sagt:

    Ja, poetisch aufgeschrieben, aber leiden wie Hund. Menschenskinder, das hört sich nicht gut an. Gern tät ich dir eine liebste Kümmerfreundin schicken. Ich hoffe sehr, es gibt so eine!!

    • karfunkelfee sagt:

      Mein Sohn macht heute das Treppenhaus, er hilft…
      Nee, Sonja, das hört sich nicht gut an, stimmt. Zuletzt war ich 2008 dermaßen krank. Das hat zwölf Wochen gedauert und ich bekam Hörstürze vor Erschöpfung. Es ist im Moment alles zu viel, mein poetischer Erguss ist das Surrogat letzter Nacht. Ich hoffe, ich komm wieder hoch und wenn nicht, bevölkert die Erde ein erfolgloser Poet weniger. Sorry, das ist allerschwärzester Galgenhumor.😉
      Ich danke Dir…wenn mein Schalk zu verrecken droht, dann wird es sehr ernst. Noch bin ich dort nicht angelangt…ich ergebe mich (und ihn) nicht kampflos. Bin halt nur nach wochenlangem Siechtum und Durcharbeiten mit Krankheit, völlig derangiert. So sieht dann ein Text von mir aus.
      Grüße auf Halbflagge von Stefanie✨

  3. finbarsgift sagt:

    Gute Besserung und Heilung!!!

  4. dieMondin sagt:

    Wundervoll geschrieben verehrte Fee! Auch wenn die Ursache eine Miserable ist. Ich wünsche baldige Genesung, auf dass die hängenden Flügel sich wieder aufrichten. Herzliche Grüße aus dem Süden

  5. bruni8wortbehagen sagt:

    Ach, Steffifee, es klingt nicht gut, obwohl es wundervoll klingt.

    Du solltest im Bett bleiben. Ein Arzt hat auch eine Vertretung u. bei dermaßen hohem Fieber darfst Du nicht mehr arbeiten, aber das weißt Du ja!

    Herzlichst Bruni

    • karfunkelfee sagt:

      Nee, wenn es über vierzig hinaus geht, bin ich auch platt….glücklicherweise ist Fieber eine vorwiegend abendliche Leibesertüchtigung…
      Doch selbst so ein vorübergehend platter Zustand quetscht noch Textchen herfür, das freut mich wiederum. Manches Fieber brennt tatsächlich etwas weg, kocht etwas Schlimmes kaputt, verbessert die Durchblutung und reinigt von innen heraus. Ich trink viel und lass ansonsten die Flügel hängen, das wird wohl das Beste sein…und…ein bisschen bei Euch herumjammern zu dürfen, liebe Worte hören…tut auch einfach nur gut.
      Danke also und herzliche Grüße von dem siechseuchen Flatterthier✨

  6. Art of Arkis sagt:

    Du weißt, das Fieber auf akute Infektion schließen lässt? Ab 41 Grad Celsius wird es für den Organismus gefährlich. „Stimmt nicht, denn Fieber ist selbstlimitierend. Das heißt über 41 Grad Celsius geht die Temperatur aufgrund von Gegenregulationsmechanismen nicht hinaus“, entkräftet Hinghofer diesen gängigen Mythos. Wer fiebert wird schneller gesund. Stimmt und nicht nur das: „Die Gesamtüberlebenschance einer Infektion ist bei Fieber deutlich erhöht“, so Hinghofer über die heilsame Wirkung hoher Körpertemperaturen. Schwerkranke Menschen, die nicht fiebern, haben demnach nicht nur einen verlangsamten Heilungsprozess, sondern auch eine deutlich schlechtere Prognose. – derstandard.at/1319181329630/Genauer-Betrachtet-Warum-fiebert-der-Mensch . Lieben Gruß und gute Besserung.

    • karfunkelfee sagt:

      Danke schön und nein, ich sehe in Fieber, genau wie Herr Hinghofer und Du grundsätzlich erst einmal als einen Reinigungsprozess an. Es kann über 41 gehen, erlebte ich schon, oder besser nicht mehr, denn da dämmerte ich langsam weg. Ab 40 aufwärts lass ich erst mal toben bis 40,6. da ist eine Grenze. Ab da senke ich mit Schmerzmitteln, pack mich wieder weg und sehe zu, dass ich es wegschwitzen kann. Danach tot wie tausend Mann nach der Schlacht, klar. Trinken und nochmal trinken. Bis alles (hoffentlich) weggebrutzelt ist…liebe Grüße zu Dir✨

  7. Flowermaid sagt:

    … Süsse, ich hatte keine Ahnung womit du kämpfst… der Burggraben ist ausgetrocknet von zu viel Feuer… Wasser ist viel trinken, Musik, treibenlasen… mit Wasser löscht man das Feuer!!!

    • karfunkelfee sagt:

      …ich sag’s Dir, trockener Burggraben – Ring of Fire – Johnny Cash…😉
      Schlaf schön…✨

      • Flowermaid sagt:

        … du auch Fee, aufgiessen nicht vergessen , sonst verbrennt es dich!!! :herz:

      • karfunkelfee sagt:

        3 Liter bis jetzt…ich ersauf an mir selber zuhülf…

      • Flowermaid sagt:

        … wirst du nicht, wenn du Mut hast köpfst du eine wirklich fette Knoblauchzehe und ist sie roh auf was auch immer dir genehm ist… Sauna ist überbewertet…😉

      • karfunkelfee sagt:

        Ich vertrage keinen rohen Knoblauch, der ist in der Lage mich völlig auszuknocken.
        Ich bin eine Fee und für meine Flügel verbaute der was-auch-immer-mich zellteilte, anscheinend etwas zwischen vampirischer und nachtaktiver Fledermaus-DNS sowie Eintagsfliegen-DNS, wahrscheinlich, damit die Dinger transparent sind, schillern können, doch mit dem Einklapp-und Unsichtbarmodus der Vampire. Eintagsfliege und untote Unsterblichkeit vertragen sich nicht besonders gut und ich vertrage wie gesagt keinen Knoblauch. Weihrauchqualm stellt auch Seltsames mit mir an. Kreuze hingegen, auch silberne und geweihte finde ich prima. So, nun weißt Du auch das….😎

      • Flowermaid sagt:

        … dann werden wir uns wohl nie riechen können, ohne Knoblauch und Chili würden meine Grundnahrungsmittel wegbrechen aber wie du liest ist mir die Nacht vertraut…😉

      • karfunkelfee sagt:

        ….naja, zumindest müsste ich, wenn ich Dir näher käme, erst einmal meinen offenbar angeborenen olfaktorischen Knoblauch-Widerstand überwinden. Ersetze Knoblauch bei mir durch Ingwer, den vertrage ich besser, Chili sowieso. Alles feine scharfe Sauberputzer. Wer Knoblauch roh verträgt, ist zwar geruchlich nicht unbedingt ein wandelnder Wohlgeruch, doch wenns schee macht…und gesund hält?😉

      • Flowermaid sagt:

        … Ingwer ist auch fein! 🌺

      • karfunkelfee sagt:

        ich bin süchtig danach. Ist das bedenklich…?😁😁

      • Flowermaid sagt:

        … nur wenn du anfängst es rauchen zu wollen… 😋

      • karfunkelfee sagt:

        …das Zeuch törnt so schon genug, ich muss mir damit nicht noch die Lungen wegätzen….da platzen ja alle Bläschen vor Schreck….

  8. finbarsgift sagt:

    Was für ein grandioses Fieberopus!!

  9. autopict sagt:

    Tststs, und da heißt es, nur die Männer wären so stur und gestehen sich keine Erholung zu. Dir mal ne gute Besserung. Ich werd ja ‚gerne‘ krank wenn Urlaub ansteht, ist ja auch ein Hinweis! LG an die Fieberfee!

  10. autopict sagt:

    ‚Keine‘ fehlt vor Erholung.

  11. akpancho sagt:

    Liebe Stefanie,
    so gut geschrieben und so doll krank !
    Ich wünsche Dir alles Liebe und gute Besserung.
    Nieder mit dem Fieber !
    Ich denke an Dich;
    liebe Genesungs-Grüße
    von Andreas

  12. gkazakou sagt:

    ich würd dir auch sehr gern was Hübsches schreiben, doch am Schreiben und Lesen fehlt es dir ja nicht, und auch nicht an guten Ratschlägen. So bleibt nur der von Herzen kommende Spruch: Pass auf deine Lungen auf und: Schnelle Genesung! Gerda

    • karfunkelfee sagt:

      Liebe Gerda, herzlichen Dank, die Lungen sind glücklicherweise frei, es ist das Rippenfell, das meine Hustenattacken boykottiert. Nehme Antibi…der Notarzt war da, alles unter Kontrolle (hoffe ich…🙄)…
      Liebe Grüße von der grad ziemlich mickrig vor sich hinkarfunkelnden Stefanie✨

      • gkazakou sagt:

        Rippenfellentzündung ist ein Horrorwort für mich, kriegte meine Mutter, als ich klein war, nach einer verschleppten Grippe, da sie mit drei kleinen Kindern natürlich auch keine Zeit hatte, sich hinzulegen. Sie schrammte, da unser Hausarzt schließlich ein Machtwort einlegte und sie ins Krankenhaus verfrachtete, haarscharf an einer Lungenentzündung vorbei, die nach seiner Aussage auch tuberkulös hätte werden können. Drei Monate lag sie im Krankenhaus…
        Huch, ich bin grad sehr hilfreich, merke ich. Es ist halt, dass du mir zu feurig-zuversichtlich bist und dich nicht wirklich für krank hältst. Ich versteh dich allzu gut, denn ich bin da ähnlich. Aber wenn niemand da ist, um dich ans Bett zu fesseln oder zu Ärzten zu karren, müssen eben die Freunde gut zureden. Nimm dies für echte Besorgnis, und nimm meine Herzensbitte entgegen, dass du dir die nötige Zeit zum Ausheilen nimmst. Gerda

  13. karfunkelfee sagt:

    …es tut teuflisch weh, darum wird das auch ‚Teufelsgrippe‘ genannt, las ich.
    Ich nehme es ernst, zum Bewegen tut diese Geschichte viel zu weh- dieser Schmerz lässt sich nicht wegtiefatmen sondern nur flach und wenn ich mal husten muß, hänge ich am Türrahmen vornüber und zieh mich länger, damit das überhaupt geht, ohne durch die Decke zu schießen oder praktischerweise gleich einfach ganz aufzuhören zu atmen…was allerdings aufgrund meiner menschlichen Beschaffenheit unratsam wäre…
    Ich muss es mit Humor und Geduld anpacken, sonst leide ich noch mehr als so schon und glaub mir, mein Humor ist ein tiefernster und seiner Sache sich überaus bewusster.
    Meine Kinder haben nichts von Mama im Krankenhaus, mein Cheffe braucht mich auch als kreativen Geist und ich…brauch mich sowieso und ganz anders als jetzt grad. Ich bin also vernünftig. Diese Krankengeschichten schocken mich nicht. Ich nehm sie als lehrreich sein wollende Parabeln des Alltags. Menschen geben auf diese Weise mitfühlend ihr Wissen weiter. Das sortiere ich respektvoll in die richtige Ecke. Hat sich Deine Mutter wieder gut erholt …?

    Meine feurige Zuversicht ist eine hart erarbeitete. Dahinter steht der Wunsch nach Gesundheit und glückliche Antikörper machen ihre Sache vielleicht besser als skeptische, denke ich mir. Mein Körper sowieso. Der ist immer gleich lösungsorientiert und so wenig analytisch wie möglich. Das zu sein überlasse ich in solchen Fällen wie jetzt diesem hier, den medizinisch Gelehrten.
    Einen lieben Gruß und meinen Dank zu Dir.
    -Stefanie

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