10 Wörter in Pauls Brief an Anne

Liebe Blogfreunde,

Tausend rief und ich folgte dem Getrommel nur zu gern. Wenn es dann noch ein Brief mit von an und durch Goethe wird, umso besser! Ich bin sein Groupie schon seit ewigen Zeiten. Pauls übrigens auch, doch das weiß Paul noch nicht. Hier schreibt er Anne, die wiederum Goethe einen Brief schrieb. Einen derartig schönen Brief, dass Goethes Geist davon so betört war, dass er Paul suchte und ihn fand. In 1.500 Zeichen beantwortet Paul Anne ihre Fragen mit Goethes Worten. Vielleicht habt ihr auch Lust einen Brief zu schreiben? Schaut doch mal bei Tausend vorbei, sie würde sich bestimmt freuen, wenn noch mehr Lust haben mitzumachen.

Liebe Grüße von der Karfunkelfee

 

Liebe Anne,

Hier ist Paul. Letzte Nacht zwang mich ein Gespenst namens Goethe Deinen Brief zu lesen! Das Gespenst sagte, es lebt jetzt in Arkadien. Liegt das in Australien? Goethe will, dass ich Dir antworte. Ich sagte, ich müsse nachts schlafen, er solle seinen Schnabel halten. Doch Goethe antwortete, dass meine Worte wie Zikadengesumm in seinen Ohren seien. Ich wollte ihn einen Esel schimpfen, doch er schaute mich so finster an. Du schreibst was von  Sonnenfinsternis. Goethe sagte, er habe sogar ein Gedicht während einer geschrieben, weil ihn das Dämmerlicht so tief bewegte. Er sei nicht wegen der Zikaden nach Italien gefahren. Und weise Augusturen (oder so ähnlich) gäbe es in Weimar auch. „Lebemann“ fand Goethe kein so schönes Wort für sich. Das habe einen faulen Beiklang. Er habe versucht, der Welt etwas zu geben und ihr zu dienen mit dem was er tat. Ich glaub, er war bisschen beleidigt. Bin ich ein „Lebejunge“, wenn ich keine Hausaufgaben aufhabe? Dann zeigte ich Goethe meinen Malkasten. Goethe sagte, dass er in Italien zusammen mit seinem Kumpel Tischbein seine Liebe zum Malen fand. Er habe sogar mit dem Gedanken gespielt, künftig mit Bildern statt mit Gedichten Umsatz zu machen. Ich kann übrigens nicht gut an einem Tau hochklettern, aber Sport und Mathe finde ich supertoll. So, nun muss ich aber los, meinen Fahrradlenker gerade biegen. Ich habe mich nämlich gemault, darum habe ich auch so viel Zeit, Dir zu schreiben, denn Goethe drohte mir mit irgend so einem komischen Mefistotilis wenn ich es nicht täte. Dabei hat er aber so ein bisschen schief gegrinst. Ich glaube, das war nicht so richtig böse  gemeint von ihm. Goethes Geist wollte wissen, was ein Eyeliner ist, ein Malwerkzeug?

Bleib so ein liebes Mädchen (soll ich Dir von Goethe noch sagen),

Dein Paul

 

(Bildquelle: Naomi Schick)

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