weiße chardenien

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50 Liebes-Sonette für Freyja

Numero 4

Du bist das
sich selbst öffnende
befehlsresistente programm
während ich schreibe
bringst du dich
bamm! bamm! bamm!
heftig hochhüpfend
in erinnerung
während ich fluchend versuche
mich auf degeneriert informierendes
zu konzentrieren
schickst du mir musik
machst dich publik
in zig worten und weisen
dies alles auf meiner
unteren leiste

versuche ich dich zu ignorieren
blockierst du meinen monitor
lässt dich nicht mehr schließen
beginnst deine kryptische daten
in mein blaues sauberes off zu gießen
ewig endlose zahlenkolonnen
lang liegen sie schwer schwebend
wie tausend traumhaft tiefe tonnen
…und jede einzelne zahl steht für sündigste wonnen!

ich bemüh mich vergeblich
in konzentration zu fließen
gehe in den garten
meine chardenien chießen
lasse dich warten warten…
oh, diese weiße…
shit, du weißt wie ich heiße
du bist das sich selbst
öffnende programm
auf meiner unteren leiste
du bist mein
hochhüpfendes icon
bringst dich in meine pflicht
das will ich aber gar nicht!

drum will ich dich
eliminieren
aussortieren und defragmentieren
am besten einfrieren in meinem chief-archiv
doch du gibst keine ruh
lässt dies nicht zu
schickst statt dessen
wilde bilder lächelst verse
reimst auf knopfdruck
bist meiner matrix inverse
willst dich mit mir
multiplizieren
bis mein dich
dauerzitierender computer
nur noch seufzend langsam
hoch eroromantisiert
lasziv vor sich hin schlürschliert
entschlüsselst du
heimlich meine ID
ich frag mich nur wie?
kann das sein?
bist du ein Trojaner oder ein Dämon?
ein auf mich programmierter stolperstein?
ein fieser hack oder ein computer-wurm?
mein stern, mein symbol oder bist du mein turm?
habe ich dich etwa neu entdeckt?
am ende noch selbst geschaffen?
etwas uraltes schlafendes versehentlich aufgeweckt?
ich will wissen wo du mein system leckst
suche deinen code, deinen booting-pfad
der mir irgend etwas erklart
und mach mich für dich zum affen.

doch nun muss ich
weiter schaffen
für mein täglich brot
schreib empört mit der hand
fixiere meinen computer
im lieblich-lyrischen abendrot
unter der alten uhr
auf dem schreibtisch
das ding piept schon wieder
als sei es nicht mehr ganz frisch
sag, bist du das schon wieder?
du bist das sich selbst öffnende
befehlsresistente pogramm
auf meiner unteren leiste
shit, du weißt wie ich heiße…

…ich hab so chern die chardenien
vor allem weil sie so weiß sind….

26 thoughts on “weiße chardenien

  1. finbarsgift sagt:

    Ziemlich cooooooooool *lächel*

    • karfunkelfee sagt:

      Übung macht den seidr…rrr…😎✨😉

      • finbarsgift sagt:

        *g* meinst du Cidre?! 😱

      • karfunkelfee sagt:

        Nein, Du Genießer! 💫

      • finbarsgift sagt:

        Deine sonetten Buchstabendörfer

      • karfunkelfee sagt:

        …hach ja und darin die länder, städte und Internetsurfer…😉👌

      • finbarsgift sagt:

        sind der Wahnsinn!!

      • karfunkelfee sagt:

        ach, danke Dir wie wohl wird mir, hach…✨

      • finbarsgift sagt:

        Und echt? Noch 47 Zugaben?

        Das wird ja der Hammer!

      • karfunkelfee sagt:

        …noch 46…🙄
        Ich muss völlig verrückt geworden sein, mich auf einen Deal mit Freyja einzulassen. Leider ist sie eine meiner totalen Lieblingsgöttinnen. Also bleibt mir gar keine andere Qual.
        Wer die Qual hat, hat die Wahl…also egal, wie auch herum – wer nicht fragt, bleibt dideldumm😎👌✨

      • finbarsgift sagt:

        Verrückt nicht, liebe fleißige Schreibe-Fee, sondern ambitioniert!

        Vergleichbar in der Musik zum Beispiel mit den Händel-Variationen für Klavier von Johannes Brahms oder seinen Haydn-Variationeb🙂

        Liebe Grüße zur Nacht vom Lu

      • karfunkelfee sagt:

        …danke, dass Du mir widersprichst, Freund! Das letzte Gedicht schrieb ich gestern Nacht, kurz bevor ich in den Schlaf abtauchen wollte. Mein Handy ramenterte Schlafmelodien und ermahnte mich, endlich ins Bett zu gehen. Nö…..
        ich bin der Geist, der stets verneint!
        Brahms schwebt mir als Musik zu meinem Weihe-Gedicht vor. Ich hatte eine Marienkäfer-Spieluhr für meinen Sohn, die Brahms Wiegenlied spielte. Mit Händel werde ich verflixt nicht richtig warm, ich habe es schon ein paar mal probiert, er zündet nicht in mir. Liegt nicht an seinem riesigen Genius, er ist einer! Ich werde halt nicht warm mit ihm. Sorry, Herr Händel…:(

        Haydn hingegen wird mir langsam zugänglicher, auch für seine schwereren Kompositionen, er fordert mich ordentlich und die Sinfonie mit dem Paukenschlag ist und bleibt mein Superhit von ihm.
        Ich werde ihn dringend mal wieder hören.
        Und Händel gebe ich auch nicht auf! Manche Menschen oder Kunst, die fordernd sind, muss man sich langsam mit Zeit erarbeiten und dann wird man überreich belohnt und beschenkt. Darum…never say never!!!
        Liebe Morgengrüße von Deiner ambitioniert, allerdings dabei recht durchgeknallten Schreibe-Fee ….:)

      • finbarsgift sagt:

        Fein, was du über Händel und Haydn schreibst, liebe Fee, obwohl sie dir nicht so liegen…

        Ich hatte aber eigentlich nur auf die beiden genialen Variantionszyklen des Meisters der Romantik, Brahms, hinweisen wollen über zwei THEMEN von Handel und Haydn…🙂

        Wie dem auch sei: have a pleasant day!! Lu

      • karfunkelfee sagt:

        Lu, manches muss ich mir langsam erarbeiten. Ich mochte früher überhaupt keinen Sellerie und heute liebe ich das Zeug…genauso ist es mit manch großer Kunst. Einen Beuys oder einen Duchamps verstand ich erst später in der Bedeutsamkeit, Mussorgsky hörten meine Eltern nicht, auch Händel odeo Haydn nicht – ich bin eindeutig schwer Beethoven-Mozart-Tschaikowsky Grieg usw.-geprägt..an das andere, wie auch zum Beispiel an den zeitgenössischen und experimentellen Jazz musste ich langsam heran, Stück für Stück…Pessoa zum Beispiel hätte ich vor zwanzig Jahren überhaupt kein bisschen verstanden und auch heute erscheint er mir in manchem gigantisch…verstehst Du? Doch er trifft mich voll, er schreibt, wie ich selbst gern schreiben könnte, Beethoven komponierte, wie ich selbst es gern könnte und Händel ist für mich ein eher Fremder Freund. Noch…noch…:)
        Wenn Du eine Hörempfehlung für mich hast, bei der Du denkst, sie könne mir helfen für mein besseres Empfinden, bitte sag sie mir immer. Ich gebe niemals auf…:)
        You brighten up my day.
        -Stef

      • finbarsgift sagt:

        Händel war ja vor allem im Bereich der Entwicklung des Opern-Genres seeeeehr wichtig!

        Nur so ist zu verstehen, warum Beethoven in Händel den größten Komponisten aller Zeiten sah…

        hier mal ein Beispiel, warum:

        https://finbarsgift.wordpress.com/2016/05/26/ah-mio-cor-haendel-naglestad/

      • karfunkelfee sagt:

        Ja! Genau sowas wünsch ich mir. Mir qualmt der Schädel von dem Artikel an dem ich mich zähneknirschend mit zu vielen Zeichen festgebissen habe. Ich brauche eine Pause und gehe jetzt Händel hören. Danach kann ich besser kürzen und streichen. Jedes Wort blutet! Mistige Zeichenvorgaben, ach pfui…Artikel schreiben ististist…
        Händel, hab Dank!✨👌☺️

      • finbarsgift sagt:

        Hier noch eine Zugabe, aber die wirst du vermutlich schon kennen:

        https://finbarsgift.wordpress.com/2016/05/26/ombra-mai-fu-haendel-evancho/

        Pass auf, du wirst bald eine VZ-Stelle als Journalistin bekommen, wenn du sooo engagiert weiter Artikel für Zeitungen verfasst!!🙂

        Lots of Greetings from Lu

      • karfunkelfee sagt:

        Danke, Lu!
        Und ja…das kenne ich und mag es…

        Die Arbeit ist eine redaktionelle. Journalistik ist ein Studium von mindestens sechs Semestern bis zum Bachelor. Im Idealfall belegt man noch ein Zusatzstudium…
        Doch ich kann gut formulieren und die Arbeit mit den Menschen macht mir viel Spaß, ich stecke Herzblut und Fleiß hinein…darauf aufbauen und einfach schauen was noch kommt…👌
        Lot’s of greetings back to you and have a nice week-end!✨

      • finbarsgift sagt:

        Bei Haydn ist das ganz anders, ohne ihn wären die großartigen Sinfonien und Streichquartette von Mozart und Beethoven kaum möglich gewesen!

        Da du Sinfonien von ihm ja kennst, hier mal der schöne Beginn des Sonnenaufgangsquartetts:

      • karfunkelfee sagt:

        Oh, kenn ich und mag ich sehr!
        Du triffst zielgenau meinen Nerv😉
        Danke…✨

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