eins, zwei, drei, schwarzer Mann…

Liebe blogfreunde,

der hier vorliegende Text bezeichnet keinen Menschen, sondern setzt sich mit Alpträumen auseinander, die mich seit Kindheitszeiten quälten. Es ist ein Kriegstext, es ist dunkler Text, eine Kampfansage, die mir letztlich viel bedeutet wenn ich sie blogge, weil sie der Angstenergie etwas entgegensetzt: Mut und den Willen sich aufzulehnen, wenn etwas droht, der Seele, dem Körper, dem Geist, Gewalt antun zu wollen. Ich bin eine Pazifistin und lehne Gewalt ab. Doch manchmal ist eine Notwehr, eine Kampfansage erforderlich um zu zeigen, dass man theoretisch und auch praktisch die Kraft aufbringt, sich jederzeit wehren zu wollen. Ich lernte zwar vor dem schwarzen Mann zu fliehen in meinen Träumen, doch hier kommt jetzt endlich, nach langer seelischer Arbeit der Lohn: Das Stellen. Die meuternde Beute. Das Auflehnen, die Rebellion und schlussendlich eine Stärke, die so souverän sein kann, dass sie keine schwarzen Männer mehr zu fürchten hat, weil sie stark genug geworden ist, sich ihnen und ihrer Gewaltbereitschaft und Skrupellosigkeit, ihrer Kälte und Gefühllosigkeit und ihrer Feigheit entgegenzustellen. Notfalls eben auch mit ihren eigenen Waffen. Nur den weißen Männern schenke ich meinen Frieden und meine Weiblichkeit.

Wer schwache Nerven hat, sollte das Lesen hier bei diesem Text bitte unterlassen. Ich habe recht furios die Seele frei geschrieben, es musste und wollte genau so herauskommen.Die Karfunkelfee hat auch dunkle Facetten, darum wählte ich vor acht Jahren dieses Pseudonym, das ich mir aus Ingeborg Bachmanns Gedicht „Das Spiel ist aus“ sowie dem Mythologienschatz entlieh.

Danke für Euer treues Leseinteresse, Eure Kommentare, Eure Sternchen, Eure Sympathie! Ich bringe sie zu Euch zurück so gut ich es mit meiner wenigen Zeit vermag.An dieser Stelle begrüße ich auch herzlich alle Neuankömmlinge der vergangenen Monate. Ich habe Euch freudig bemerkt und will meine Blogroll erweitern. Schön, dass Ihr da seid. Ich wünsche allen weiterhin eine gute Lese- und Musikzeit bei mir im Kinderkönigreich.

Liebe Grüße von Eurer Karfunkelfee

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Du bist mein schwarzer Mann. Ich weiß mittlerweile wie du bist und sein kannst. Aus meinen tiefsten Träumen, in denen du mich immer wieder ermordet hast, schon von Kindheit an, mit einem Messer in die linke Seite. Während ich verblutete und mich vor Schmerzen krümmte, hast du lächelnd mein Gesicht gestreichelt und dich weggedreht um dein nächstes Opfer zu suchen. Du Schlächter, Herzmörder, Schatten und Gift meines Lebens! Wie sehr ich dich hasse, abgrundtief, wie sehr, vermag nur dein Name noch zu verraten und den spreche ich nicht aus, denn Namen sind Macht und Macht hattest du lange genug über mich.

Dein Herzeiter quillt aus der von deinem Gift entzündeten Wunde, hier fließt er mir direkt aufs Papier, gelbgrün und giftig schmerzend. All deine Wut, all deinen Hass, deine Unzufriedenheit und dein Böses lasse ich heraus und in dich zurückfließen, denn nur zu dir gehört es und nur dich soll es töten, damit ich weiter in mir Kraft gewinnen, heilen und gesunden kann von dir, schwarzer Mann mit dem mir teuflisch erscheinenden Namen! Du kannst nichts dafür, dass du heißt wie du heißt, doch für dein gewissenloses kaltes Verhalten kannst du etwas! Für dein gedankenloses Spiel auf der Klaviatur meiner Gefühle zeichnest einzig allein du verantwortlich. Du gehörst zu den Nutzern einer Sache, das ist deine Qualität. Du handelst grundsätzlich hochzweckorientiert und setzt deine Wünsche manipulativ zielgerichtet um. Du gehst buchstäblich über Leichen; du bist ein Pokerface vor dem Herrn, lügst wie gedruckt und siehst mir dabei geradewegs in die Augen. Nur wenn ich dich länger anschaute und deinen Blick erwiderte, hieltest du dem meinen nicht allzu lange stand., vielleicht war dies ein allerletzter kärglicher Rest deines Gewissens, das du in fossilen Urzeiten irgendwann haben mochtest? Alles andere verdrängst du, was kümmert dich schon das Leid und Elend der anderen, du hast mit deinen eigenen schließlich schon so viel zu tun, nicht wahr, mein Liebster? Du bist so zeitlos uralt und verdorben, wie andere in ihrem ganzen Leben nicht schaffen zu werden, ach, was! Nicht in hundert Leben…

Du bist ein Jäger, ein ewig Suchender, ein Räuber, ein Scharlatan und die Gretchenfrage ist dein Lockruf. Du bist ein Blender, der sich selbst zu wichtig nimmt und dabei alles andere aus den Augen längst verlor. Was du fixierst, erlegst du gründlich, bis es nicht mehr zuckt. Die Eingeweide deiner Beute reißt du aus ihrem Leib heraus und hängst sie mit ihren eigenen Tränen eingesalzen zum Dörren zwischen die Äste der Bäume. Das sterbende Tier juckt eine Kreatur wie du es bist nicht die Bohne. Es ist dir egal. Hauptsache, du hast deinen selbstgerechten bedürftigen Willen bekommen! Das ist alles, was für dich im Leben noch zählt. Du, du und immer nur du. Du widerst mich an mit deiner Egozentrik, deinem immerfort nur um dein du Besorgtem. Du bist nichts wert, was deine äußerliche und oberflächlich agierende Spaß- und Funmentalität  rechtfertigen würde.

Du stehst mir ein weiteres Mal gegenüber, flachgesichtiger zerfurchtlinierter Schwarzer. Lächelst mich selbstverliebt kokettierend an und tust gerade so als würde ich dir anerkennungssüchtigem Selbstdarsteller und Narzissten irgendeinen mickrigen Dreck bedeuten. Die Flaneure beider Seiten neben uns, weiße gesichtslose Wesen, sie starren. Ich bin nackt und bloß und stelle mich dir endlich einmal. Du gehst auf mich zu wie jedes Mal bisher, wie immer, das Messer locker in der Hand tarierend, ein selbstgefälliges Lächeln in den Augen so blau wie Gletscherbergseen. Kenne ich schon, diesen Blick von dir, schon gefühlt gevögelt hundertzigmillionen Mal! Ich lernte fünfzehn Jahre lang fliegen wegen dir Arschloch! Ich lernte Kampfsport, ich lernte die Karateregeln des Shodokan auswendig um dir in meinen Träumen furchtlos begegnen zu können! Ich schaute mir abends Kampfsport an und tue es noch, die K1-Kämpfe im Muay-Thai, Boxkämpfe und jeder High Kick, den ein anderer in die Fresse bekam war eine Übung für mich, für meinen gezielten Tritt, mit aller Kraft geführt, in deine dämonische uralte faltige Visage!

So spielte ich Uhrwerk Orange mit mir ausdrücklicher Pazifistin und jetzt stehst du hier vor mir und wagst es mich so anzusehen? Du glaubst, ich kann mich nicht bewegen? Du denkst, ich kann nichts tun? Ich werde dir sowas von in die Eier treten! Dein Messer nehme ich dir ebenfalls weg und hol mir deinen Skalp, Mann! Los, komm schon…ich stehe hier und in Kampfhaltung. Ein Messer? Du willst mir damit Angst machen? Mir? Die ich tausend Indianerromane las und Beschreibungen von Messerkämpfen las, weiß, wie man Arschgeigen wie dich effektiv entwaffnet! Ich kann nur noch müde lächeln über dich. Los komm, traust du dich etwa nicht? Du zögerst ja? Ich habe dir zu viele Muskeln bekommen, richtig? Ich bin nicht mehr das hilflose weiche romantische schwammige und schüchterne Mädchen, dass du glaubtest, mit deinem Charme kapern zu können.

Hier steht etwas anderes vor dir.  Hier steht eine Frau, die gelernt hat, im Leben zu kämpfen für das was sie will. Dich will ich nicht. Schon lange nicht mehr. Ich dachte mal, ganz früher, ich bräuchte so einen selbstherrlichen Klappspaten wie dich um mich zu beschützen. Ich dachte mal, solche hirnamputierten Scheißkreaturen unterster Höllenkreise wie du, seien beeindruckend! Ich war echt so blöd, so bescheuert, so gnadenlos dumm und ich habe für meine Dummheit bezahlt mit bitteren Tränen. Menschen wie du einer bist, sind grundsätzlich Täter, sind nie Opfer und können sich, weil sie sich selbst jedoch als Opfer empfinden, nie eine wirkliche Opferseele verstehen. Sie schützen sich gegen Verletzungen mit ihren kugelsicheren Herzen. So bist du. Ein kugelsicheres Herz, längst verroht, längst zu gallenbitterem Schwarz verhärmt, durch und durch.

Was ist das nun? Du zweifelst, schwarzer Mann? Vor mir etwa? Komm schon, du stehst da ja immer noch teilnahmslos herum und überlegst? Legst die Stirn in Falten? Wegen mir etwa? Passe ich dir nicht mehr in dein Jägerkonzept? Deine Beute meutert! Die Gaffer warten schon, sie wollen  Blut, das weißt du, oder? Sie gieren nach Blut, welches ist ihnen sowas von Achtundachtzig. Ich werde dich langsam zu Tode spielen oder es schnell machen, das darfst du dir gern aussuchen. Du darfst auch fliehen, du blöde armselige Lusche! Du hast doch eh keine Eier in der Hose, zumindest sind sie so klein, dass ich ihren Sitz nicht wirklich ausmachen konnte, als ich zum ersten Mal voll in deine Überraschung hinein fest zutrat und dabei habe ich echt sensible Füße. Na, nix los im Schritt bis auf bedauernde blöde Sprüche? Bist in die Jahre gekommen, was? Nix mehr mit Libido? Macht dich nur noch Essen froh, schwarzer Mann? Warte, ich schneide dir mit deinem Messer deinen behäbig gewordenen Speck von den Rippen und brate ihn mit grünen Tomaten. Dann lasse ich dich dein Fett fressen bis du dran verreckst, so mache ich das. Dann betöre ich die Bienen und sende sie aus, in deine Richtung. Mit ihrem süßen Gift sollen sie dich langsam und genüsslich zu Tode stechen. Nein. Das wäre zu viel der Lust, des Begehrens für dich armselige Höllenkreatur. Perlen vor die Säue, du hast nichts verdient, außer meiner Gleichgültigkeit Typen gegenüber wie du einer bist. Fügst du anderen Schaden zu und bekomme ich das mit, hast du mich auf der Pelle sitzen und ich werde dich durch sämtliche Höllenkreise bis ganz nach oben und wieder nach unten jagen, mein liebster alter Lieblingsteufel! Bis ich dich gestellt habe, Du uraltes böses Gezücht, aus welchen Tiefen du auch immer emporgestiegen sein magst wie ein Faulgas!

Ich wache heute Morgen auf und das Gefühl in mir bleibt, dass ich ein Remis erzielt habe. Zum allerersten Mal ein Remis mit dir! Darum, mein holder Schwarzer, hier meine Kampfansage an dich:

Für das, was du mir angetan hast, verlange ich eine Rechtfertigung von dir. Für jahrzehntelanges tiefes Leid. Falls du dich das traust, denn du bist der größte Feigling, der mir jemals unterkam. Ein Betrüger und Schweiger vor der Sonne. Du bist weniger noch als nichts, nur eine Ausgeburt der Hölle, nur ein weiterer Teufel in dieser Welt, auf dieser Erde, dem Einhalt geboten werden muss. Dein Opfer hat sich stark gemacht, hat trainiert, für diesen Kampf mit dir. Das, obwohl dein Opfer Gewalt hasst, durch und durch ein Pazifist ist. Am liebsten wäre es mir, du würdest einfach still Leine ziehen und dich aus meinen Träumen subtrahieren. Dann bräuchte ich keinen Dreck zu machen mit dir. Welches Säuberungskommando räumt anschließend auf meiner Traumstraße das weg, was ich von dir übrig lassen werde? Ich habe die Geier und Raben der Dachmas vom Malabar Hill  schon gerufen und ihnen Futter in Aussicht gestellt. Ich baue dir ein eigenes Dachhma, einen Turm des Schweigens, was hältst du davon? Fange ich gleich heute mit an. Jeder einzelne Stein steht für einen meiner unzähligen Schmerzen; Leiden und Tode, die du von mir über Jahrzehnte eingefordert hast, als sei es dein verdammtes natural born angestammtes evolutionäres Erbrecht! Ich werde deiner Leiche einen hohen Turm bauen, damit dein schwarzer Geist endlich befreit wird und wieder ins Licht zurück kann. Vielleicht gibst du dann endlich Ruhe, böser Geist und lässt mich wie auch andere  ein für allemal in Ruhe.

Bis zum nächsten Mal, schwarzer Mann. Ich freue mich schon, dir ein weiteres Mal zu begegnen.

Ich werde  dich nicht suchen, doch wenn du wiederkommst, bin ich da und stehe kampfbereit.

Es wird Zeit.

Eins, zwei, drei, schwarzer Mann, versteck dich lieber schnell!

Schau in den nächsten Morgen: Die Sonne steigt, so schmerzend lichthell.

——

14 thoughts on “eins, zwei, drei, schwarzer Mann…

  1. Ich würde das hier nicht posten.

  2. bergsteig sagt:

    Mutig für Dich.
    Wichtig für die Gemeinschaft der I-Net Benutzer.

    Jede/r hat einen schwarzen Mann, eine schwarze Frau oder nur eine schwarze Gestalt in den Träumen und im Leben.

    • karfunkelfee sagt:

      So ist es.
      Die Gemeinschaft bedeutet mir ebenfalls etwas.
      Man kann diese Schattengestalten besiegen. Sie kommen aus der Vergangenheit und sie haben nur so viel Macht, wie man ihnen zugesteht. Jeder muss seinen Weg finden um ihnen zu begegnen und sich auf seine Weise mit ihnen auszusöhnen und es ist immer der alte Kampf von Gut gegen Böse. Aus den Träumen das Böse nehmen und als etwas Gutes für das Leben geben. So wollte ich diesen Muttext gern haben…
      Dank für Deinen ergänzenden Kommentar!✨

  3. sternenstaub sagt:

    Ist so schwer für uns einen heilsamen Umgang mit den gemachten Erfahrungen mit schwarzen Kreaturen zu finden, meist versucht es sich gegen uns zu wenden. Als Menschen mögen wir die Kreaturen nicht mehr bezeichnen. Dein Geschriebenes geht hier sehr nahe.

    • karfunkelfee sagt:

      Es sind ja keine Menschen, diese schwarzen Kreaturen. Es sind Ängste. Sie haben eine Form angenommen damit sie kenntlicher werden. Jeder Mensch muss seinen eigenen Weg finden, um ihnen gut begegnen zu können. Mein Weg ist einer, der die dunklen Weggefährten kennt und sie trotz Kampfansagen achtet. Ängste wollen uns in erster Linie schützen vor den Gefahren des Lebens. Es ist wichtig, ihnen jedoch nicht zu viel Macht einzuräumen. Über das Leben dürfen sie sie niemals gewinnen.
      Sehr herzlichen Dank für Deine Worte.
      Bedeuten mir gerade bei diesem Text Einiges…✨

  4. finbarsgift sagt:

    Atemberaubende Bilder, liebe Fee, die du hier beschreibst!

    Ängste, die einen wohl nie wieder loslassen, zeitlebens…

    Wir haben ja schon öfter über die Thematik des Schwarzen Mannes diskutiert.
    Ich denke, mit jedem Post, Bericht, Von-der-Seele-schreiben, hast du eine weitere Verarbeitungsstufe erklommen. Und deshalb freue ich mich über diesen Eintrag ganz besonders!

    Herzliche Septembergrüße vom Lu

    • karfunkelfee sagt:

      Lieber Lu,
      Dieser Eintrag ist so dermaßen schwarz, dass ich ihm 50 Liebes-Sonette voller von Licht und Liebe entgegensetzen muss um das irgendwie wieder gutzumachen, auszugleichen und zu relativieren.
      Ich Bin sehr fest davon überzeugt, dass diese Angst-Energie umgewandelt werden kann in etwas anderes, Positives. Also laut Albert Einstein, den tibetanischen Mönchen und genügend Fahrrädern im Stall!!!(oder einem Töff?)…☺️Mit diesem Text habe ich mich befreit. Ich werde sehen, ob es so gut nachhalten wird wie es das jetzt bereits tut.
      So dunkel dieser Text auch sein mag, so brutal und so wütend und verzweifelt wie er auch klingt, ist er eine bittere starke Medizin, wie Tausengüldenkraut. Wer daraus Mut und Stärke ziehen könnte, macht das Schreiben und Veröffentlichen jedes Wortes wert. Ich will damit auch etwas Gutes erreichen. Und sowas blogge ich auch noch am Internatinalen Tag des Friedens! Das ist ganz schön… aber du kennst mich ja, lieber Freund. Ich bin ein wandelnder Stil-Bruch.
      Danke für deine Worte und ich wünsche dir einen sehr guten Morgen✨👌

  5. Gestrig schon las ich nach, schwankte mit Dir zwischen Kampf und Hingabe. Hierzu noch etwas zu schreiben erscheint mir im Grunde zeigefingerig, ein jeder hat seine schwarzen Abgründe und muß sie benennen. Wer möchte darob urteilen?

    Dein schwarzer Mann ist der Nachtmahr, der in unterschiedlichsten Wahrnehmungen zerflossen ist und dessen Fratze doch wieder und wieder sich gleicht. Für einen so, für den anderen, nunja, anders so halt.
    Dein Mut benennt Deine Wahrnehmung und dem muß man Respekt zollen. Mehr nicht, aber verdammt nochmal auch nicht weniger…

    Grüße aus dem lieblichen Kleintal, welches mühsam nur in diesem Spätlangsommer zu erhalten ist.
    Von Herzen, Deine Käthe.

    • karfunkelfee sagt:

      Liebe Käthe, Du hast das genau richtig durchschaut. Es geht ums Benennen, es geht ums Sichtbarmachen. Es war nicht einer, nicht zwei oder drei, es waren sehr viele und alle sahen sie anders aus und agierten sie in unterschiedlichen Szenarien. Nur die Quintessenz blieb dieselbe. Diesen Kreis will ich durchbrechen. Jeder muss seinen Kreis aus Angst auf seine Weise durchbrechen. Manch einem gelingt dies sanft und ein anderer wird mit Gewalt konfrontiert und es geht nicht darum, Gewalt anzuwenden, sondern lediglich wie im Tierreich seine Position zu behaupten.

      Das, was schwarz war, soll versöhnt seln . Es wird nie ganz weiß, das muss es auch nicht.
      Ich kenne niemanden Menschliches, der ganz weiß ist. Ich kenne niemanden Menschliches, der ganz schwarz ist. Kein weißes Schaf, kein schwarzes ist je ganz weiß oder ganz schwarz. Das hat mir mal ein Schafhirte erklärt. Irgendwo finden sich immer auch andersfarbige Haare in einem Uni-Pelz, so es ein echter ist und kein Kunstfell.

      Es ist ein absoluter Text. So absolut wie die Träume sind. Doch das wirkliche Leben besteht aus Grauzonen. Es liegt an uns Menschen selbst, wie bunt wir darin sein wollen.
      Ein künftiger Song zum Freyja-Projekt. Ein kleiner Preview für Dich?❣️

      • Jetzt habe ich mir sogar die Zeit für eine Filmrecherche genommen, liebe Karfunkelige.
        Er scheint mir passend.
        Angerührte Grüße, ich muß jetzt tief Luftholen.

        Herzlichst, Deine Käthe.

      • karfunkelfee sagt:

        Es ist ein sehr schwieriges Thema und es gehört für mein Empfinden mit zum Thema Liebe. Der schlimmste Verlust für Eltern ist, wenn sie ihre Kinder überleben müssen. Das stelle ich mir kaum erträglich vor. Der Film soll sehr intensiv sein. Ich wurde auf ihn aufmerksam, als ich eher zufällig auf diesen Song stieß. Wie ich das Thema verdichte, weiß ich noch nicht. Am Ende möchte ich etwas herausbringen, das das Untröstliche belichtet, fühlt und weiter bewegt oder einen Weg beleuchten, den eine Mutter ging, in Richtung Weiterleben nach Jahren der Schockstarre. Es gehört viel Lebensmut dazu. Dieses tiefe Luftholen nach der Filmrecherche dieses Films hängt noch klopsartig um Wortfragmente geballt in mir drin fest….schwieriges Thema! Und…eines, das auch wieder relativiert. Fremdes Leid erdet den Geist vom abgehobenen Selbstbezug. Alles ist relativ. Albert hat Recht…
        Herzlichst zurück, Deine Karfunkelige

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