كوه نور koh-i-noor

50 Liebes-Sonette für Freyja

Numero 7

ich sammmelte den abgerüsteten koh-i-noor auf nachtschwarzem spielfeld auf. er war friedlich und dunkelte. eine cosmea um die andere erblühte im schmuck meines staunens – dein rad schlug den vollendeten schwung. meine grotten überschwemmt von angelandetem treibgut; die flügel unterm gefieder trieb ich in der dünung der wasseranemonen grünen landes.
sahst du goldene städte? ich sah brandstiftende engel mit gelöstem Haar in ihrem unschuldigen feuerglanz stehen im tanz um das kalb der vergangenen tage, umwallt vom armaggedon des kommenden.

tief erschauerte ich über die apokalypse meines leicht verschlissenen fuchskleides, löschte instinktiv mit einem immerblühenden wunder das ich übrig geblieben in alten übertragenen klamotten fand, bestäubt vom gold meiner vielen kleinen reisen.
kühn wie ein delphin, leicht wie ein vogel, doch schwerer als mein kahn
das eis durchzieht mit flanierenden signalen, springen deine funken unverletzt in meine dunklen gräber, bedeckt mit gekerbter schwarzer erde, in die ich behutsam erinnernd eine gelbe chrysantheme grub, meerab bergauf dämmert der sonnentau deiner spiegelschrift in meine arabesk verschlungen brennenden heidepfade.

mein wort konnte ohne küsse fliehen, noch war es da, nun springt es wieder fort und ich inmitten des herbststurms! er schüttelt mich, was hast du erwartet indem die stunde ein letztes großes mal ein staunender anklang sein wollte? wie kannst du dies um dich beziehen wie einen schlecht sitzenden anzug? traumlos im brand der engel widerstand ich ihrer versuchung nur heute noch: das leere filigrane staubgespinst unter dem bett löst sich niemals ganz endgültig gestärkt im nächtlichsten widerspruch, wollte gern vom fortwehen bewahrt bleiben.

verhallen wärterschritte entwinden sich den gitterstäben befehlender gewissheiten in möglichkeiten im sich selbst aufoktruhierten schein herzlicher wahrheiten die von allen weltlichen berichten längst frei verurteilt wurden.
will ich mit rosenbrand die verwunschene wirklichkeit säumen, rühre ich aus  meiner asche mit der du mich bedecktest frischen mörtel für unsere gut vertäut schwimmenden dünenhäuser im wüstentreibsand noch während ich deine eigene asche, wohl warm in meiner hohlen hand wie ein licht zu behüten glaubte, starb unser fleisch tausend überflüssige tode auf allzu gegenwärtigen straßen. geklärtes wasser strich die heiligen kartenhäuser hoch, bis sie ihre weihen nahmen, blatt um traum initialisierten sie strebewerke, kostbar wie sternblumensamen bist du mir – darum werde ich nicht mit dir über das stählerne gefieder des  mondes streiten. du schenktest ihn mir irgend wann einmal vor uralt langer zeit und dieses fanal grünt weit ewiger fort als dein brennendes heidegestrüpp in meinem sand.

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2 Kommentare zu “كوه نور koh-i-noor

  1. Flowermaid sagt:

    … alles wurde und wird im Zeitkanal komprimiert…

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