Allerseelen

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Da es sich als gewissenhafte Fee gehört den alten Bräuchen zu huldigen und ich das auch bereits seit Jahren mache, kommt natürlich anlässlich Samhain und Allerseelen hier das entsprechende Poem. Es steht für meine geliebten Menschen, deren Verluste ich beklagen musste. Es sind schon ganz schön viele…
In diesen Tagen denke ich oft an sie. Doch jetzt mache ich wieder den Verschwindibus in meine Textarchive.

Einstweilen liebe Grüße zu Euch und eine gute Woche.🙂

Gruß von der Karfunkelfee

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Allerseelen (2016)

Sind Gespenster
Erinnerung in Zwischenwänden
dann deine Stimme:
auch ich musste enden
bitterlich

kein Trost kommt zu allein
fragt nach Gesellschaft
will trotz allem Schmerz
zusammen sein

 
kein großes Trauern
geht je ganz
überlebt in tiefsten Tiefen
als geliebte Resonanz.

—-

6 thoughts on “Allerseelen

  1. meertau sagt:

    ein wunderbares poem haben sie da hinterlassen, bei ihrer kurzen stipvisite im blöchen🙂

  2. Clara HH sagt:

    Meine liebe Fee, für mich haben ja diese beiden Tage immer etwas ganz Besonderes: Viel Trauer und weniger Trauer, die das Schöne vom heutigen Tag leider etwas überdeckt.
    Für mich ist nach wie vor Heiko der Mensch, um den ich am intensivsten trauere.
    Ganz lieben Gruß zu dir von
    Clara

    • karfunkelfee sagt:

      Liebe C. das geht mir sehr ähnlich. Ich bin meinen Toten immer so nah wie möglich, doch an diesen Tagen noch etwas mehr. Trauer ist ein Arbeitsprozess. Er lässt sich nicht tagweise begrenzen. Doch sie stehen für mich auch für den Mut, Trauer offen zu begegnen. Sie darf einen Raum haben, doch das Haus will ein Haus des Lebens sein.
      Ganz liebe Grüße auch zu Dir von der Fee

      P.S. Die Dahlienbilder in Deinem Fotoblog sind klasse! https://chh150845.wordpress.com/

  3. Liebe Fee,
    dein Verweis auf Samhain ließ mich nachschauen, was es damit auf sich hat. Die alten Kelten glaubten ja, dass an Samhain der Schleier zwischen dem Natürlichen und Übernatürlichen besonders dünn ist,
    und auch bei den Römern gibt es die Vorstellung, dass an diesem Tag die Unterwelt offensteht. In diesem Zusammenhang lese ich dein Poem mit anderen Augen.
    Dir auch eine gute Woche, wünscht
    Jules

    • karfunkelfee sagt:

      Lieber Jules,
      Dein Kommentar freut mich sehr! Denn Du hast trefflich erkannt auf was es mir ankam mit meinem Poem…
      ich wollte die Gespenster entspenstern. Die Kelten stecken ihre entschlafenen Seelen nicht in ein Fegefeuer, in dem sie erst geläutert werden müssen, sondern gedenken ihrer voller Achtung und Liebe. Sicherlich gehört auch der Gedanke einer Versöhnung dazu. Doch dies würde ich niemals Ablass nennen wollen, wie es die Katholiken zum Beispiel tun.
      Viel schöner der Gedanke an ein Tor, das eine Zeitlang geöffnet wird oder an Schleier, die sich heben um zu einen und für die Dauer feierlicher Tage zusammenzuführen, was durch den Tod getrennt wurde.
      Und aus diesen weiter führenden Gedanken heraus entstand mein Poem.
      Herzlichen Dank für Deine Worte und Verweise. Ich wünsche Dir eine gute Woche. Hier im Teuto stürmt es ein bisschen.
      Liebe Grüße von der Fee

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