auf die augen taut der schnee

noch schraubzwingt
ein stecken stabgerüst
die blattwunder das meer
paart zu boden im weißen geflocke
dicht an dicht inschlichten
die bitten der windschreienden
sie fliegen hoch hoch hoch!

die flügel werfen sie wie verlorene arme wie flockenreigen
säumen ihre schnabulierenden schnäbel
in den wundbluten zu späteren nachhuten
treiben sie unstet
kristallen inmitten einen schmerzkern
gerinnseln das blattwundermeer
mit dem stecken dem stabgerüst
unter dem zuckerhimmel streckt
die grasgrüne leckzunge
raus raus raus!

samthaucht seidenweicht warm dunkel
raunt der traum schaut aus
wie in aller unschuld geschnitten
eisblumen auf die gerahmten augen
taut der schnee

—-

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2 Kommentare zu “auf die augen taut der schnee

  1. Arabella sagt:

    Ohhhh und Ahhh.
    Wunderbar.

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