Caruso

Liebe blogfreunde, heute inspirierte mich Tausend mal wieder. Sie hat ein altes Lied wiederentdeckt, das ich beinah vergessen hatte. Ich blogge es hier heute im Anschluss und verlinke auch noch einmal in Tausends blog.

Das Lied erinnerte mich an meinen Kanarienvogel Caruso, der mit fünfzehn stattlichen Jahren vor drei Jahren an Altersschwäche starb. Erst heute ist mir klar geworden wie sehr ich Käfighaltungen mittlerweile gänzlich ablehnend gegenüberstehe. Caruso war eine besondere Vogelpersönlichkeit. Dies ist ein Text von bereits einigen, die ich meinem gefiederten Freund und langjährigen Lebensbegleiter widme.
Der Bildauszug stammt aus dem Bild ‚Sphinx‘, das mir ein malbegnadeter Künstler schenkte. Der gelbe Vogel stellt Caruso dar.

Gruß von der Karfunkelfee

50 Liebes-Sonette für Frey’ja 

Numero 20

Caruso

Kein Käfig kann deine Wildheit zähmen.Die Zeit der Gefangenschaft ist vorbei.
Du bist frei, mein Freund.

In jeder orangenen Feder schwebt deine Botschaft
blieb lang deiner warmen Heimat entrissen, Exilvogel.
Wie oft hast du in diesem kalten Land gefroren?

Wie verzweifelt hast du nach Antworten in deiner Sprache gepfiffen?
Dein längster Gesang war 34 heiß schwärmende Strophen lang.

Er klang so leicht, so unbefangen
für menschliche Ohren.

Dabei war jeder kanarische Ton
ein Notruf nach Artgenossen.

Sogar in eine Meise warst du mal verschossen.

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10 Kommentare zu “Caruso

  1. bruni8wortbehagen sagt:

    Was muß so ein kleiner Kerl leiden, liebe Fee, aber vermutlich gewöhnt er sich irgendwie…
    Ich muß immer an den Panther denken, auch bei diesen kleinen Vögelchen

    Liebe Grüße von Bruni

    • karfunkelfee sagt:

      Liebe Bruni,
      Ich weiß nicht ob er litt. Er flog viel außerhalb seines Käfigs herum und verteidigte das Drahtding gegen jeden Eindringling von außen wie ein zischender Bundesadler. Der kleine Kerl war ein ganzer Kerl und sehr gesund. Zum Schluss erblindete ein Auge und die Flügel schafften es nicht mehr. Da ließ sich der Herr Maestoso Kanari halt von mir durch die Wohnung tragen oder saß stundenlang in dem Baum, der in meinem Zimmer wuchs, ein Riesen-Ficus…
      Gerade weil mir klar war, Jahre zu spät, dass mir sein Käfigsein zu teuer erkauft war, versuchte ich ihn dafür mit so viel Freiheit wie nur möglich zu umgeben. Heute weiß ich, dass auch das immer nur zu wenig sein kann…

      Einen lieben Gruß von der Fee✨

  2. bruni8wortbehagen sagt:

    Wer weiß, wo er gelandet wäre ohne Dich!

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