Omnia- Auta luonto

Die Fee heizt ein.

…🧚‍♀️✨

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Kein Wunder

Ich wünsche allen meinen blogfreunden, den stillen Lesern wie meinen treuen Kommentatoren eine feinfühlbare Zeit, wie auch immer Ihr sie verbringt.

Ein kleiner lyrischer Pst-Gruß mit von allem ein bisschen und besonders aber meinem heimischen Rotgefunkel zu Euch.

Habt es gut…🔆

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img_4953Noch bevor ich mich später im Schatten der Zweige mit neuem Grün beflüstern kann, gehe ich am Abend in den Wald weil dann die Tiere sprechen um mit ihnen im Chor radezubrechen: Ach, lieber Frühling, komm doch bald. Es ist nicht kalt, ich weiß, eher warm und mir erscheint es sowieso wie glühend heiß, denn aller Harm fiel mir mit dem Kummer um wie in China ein Sack Puffreis und nach draußen vor die Tür.

Dort schliefen die Hunde mit warmen Decken auf dem Rücken bestückt in ihren Hütten und kein noch so vieler Regen war in der Lage ihre Knochen zu verrücken oder zu verschütten, denn dank ihrer Gourmetnasen erwitterten sie, wie sie mir schnarchend und japsend in zappelnden Träumen zu Nachtbeginn twitterten,  gar den Osterhasen ganz von ferne und sie schrieben in die Luft mit den Pfoten: lerne das Morgenrot genauso beachten wie die unsichtbar dahinter hochfunkelnden Sterne.

Im Dunkeln nahm ich mir Reiser auf dem Boden liegende Zweige und neigte mich tief hinab zu einem aufgerissenen Grab, gefüllt mit blutiger gerupfter Federkunde. Auch dies ist wirklich in dieser Nacht, in der ich die Geister um mich in die Runde rief während jeder Schritt auf Tritt mich nur noch weiter in schlundige Dunkelheit führte umso heiterer wurde mir als ich im Gehen abgefallenes und am Boden herumliegendes Holz nach minimalsten Vitalzeichen befühlte und berührte.

Dies also sollten meine Zweige sein, für die keine Tanne starb. Das Fallgeäst, das der Wald mir gab. Nur rettete ich, was sonst verdorben und gestorben wäre und nun soll es wieder grünend sich erkühnen in das nächste Jahr, sich mit einer Blattranke bedanken für das was längst gewesen war und noch längster will werden, für Hinzugekommenes wie das Verlorene, das geschah wie schon immer  in sich wiederholenden Zyklen im Schutz der Gemeinschaft der Herden, in den Obhuten der Schwärme.

Sie verwiesen leise mich in schlichten Berichten hin zu einem verdeckten Sinn, der ohne den Wunsch verstehen zu wollen, lose geblieben wäre und ohne Liebe auch nicht ausgetrieben hätte wie der wurzellose kleine Baum ohne jeden Blattflaum an der alten Kriegerstätte, den lange her irgend wer mit viel Verve in den Boden rammte und dort zu seinem Gedenken stehen ließ. Es war eine kleine Eiche zwischen lauter Rotfichten, die ihre Grünlaubgeschenke zwischen jahreszeitenlosen Kronen in das Licht ausgießt bis zum heutigen Tag und ich mich immer wieder dasselbe frag: wie kann etwas, das tot sein soll, dennoch Wurzeln in den Boden schießen als sei es ein verdammtes Wunder? Wohl nur hier fand das Totholz einen möglichen Annahmeort um erneut auszusprießen. Die vollendete Erklärung ist formlos wie eine vieläugige Flunder und kann sogar ohne treibende Sinnelemente fließen. Wie gewagt…

Daraufhin wurde Morgen und in mein schlecht geputztes Fenster schlägt offen der Regen. Über meine im Kupferkrug stehenden Sprödzweige streicht milder Atlantikwind. Sie beginnen sich leicht zu bewegen.

Bis zum neuen Jahr dann…

Liebe blogfreunde,

Ich habe mich bereits seit zwei Monaten verkrochen. Auf langen Wanderungen und vor allem lesend. Wie ein Dieb stehle ich mir Minuten für ein Kapitel, eine Stunde um etwas zu recherchieren oder zu überprüfen. Frühmorgenzeit um zu schreiben.

Neun Jahre lang bloggte ich intensiv, über längere Zeiten beinahe täglich. Diese (zugegeben) mich immer wieder aufs Neue befeuernde Intensität kann ich nicht mehr aufbringen, weil ich meine Zeit zum Schreiben nutze und Schreiben ist ein einsamer Job.

Einmal am Tag streife ich durch Eure blogs und lese was ich im Rundumblick schaffen kann. Im Wesentlichen geht es mir darum nach zu schauen, ob Ihr gesund und munter seid.
Ansonsten bleibe ich ein Stummvogel und hole mir aus dem Licht der dunkelsten Jahreszeit Kleingefunkel.
Warum ich mich melde?

Bei einer lieben Blog-Freundin las ich heute, dass es wichtig sei, wenn man einen Verschwindibus macht, sich ordnungsgemäß bei den Freunden abzumelden.
Solche Aufrufe nehme ich mir zu Herzen.
Sich einfach so davon zu machen (ohne umdrehen und winken),
wäre wie unehrenhaft desertiert.

Euch wünsche ich eine Adventszeit mit stimmungsvollen Momenten, ein frohes Weihnachtsfest und gut ins neue Jahr hinüber zu kommen.
Erinnert Ihr Euch noch an den „Winter Song“?

Heute hier wie alle Jahre für Euch.

Gehabt Euch wohl und gesund,

Eure Karfunkelfee

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