noch einmal intensiv

50 Liebes-Sonette für Frey’ja

Numero 11

blühen, verwelken, vergehen, verwehen

ist in allem

alles feuer kaltet
irgendwann aus
gefühle überaltern
der tod der theorie
herrscht im haus

wer versteht
für sich
die blutige glut
immer wieder
neu zu schüren
treu wie wichtig sich bedenkt
immer wieder
neu
zu verführen
liedert selbst im ableben gut

singt sogar noch
dem tod
sein geschenk
sei es auch noch so
mickrig zittrig bangtief
aus dem bauch
in dem es vorher
frei und ruhig schlief

bleibt es doch
lebens abschiedsdank
noch einmal intensiv

An einem Sommermorgen wie diesem 

Noch Traum noch du darin dein armseliger kleiner Vorstadtkrieg und dann das frühe Ende der vorzeitigen Nacht, die salzverklebten Augen, im Kopf hebt gerade eine Boeing 747 ab, es ist eine Entführung, muss eine sein, ein Terrorakt und der islamische Staat ein untherapierbares Kind mit mindestens ADHS und hyperkinetischem Stressyndrom zusammen, zum Kuckuck, schreit Freud, alles ist therapierbar, verdammt noch mal alles und Osama Bin Laden kam als Kind nicht über den Verlust seines Lieblingskamels hinweg und verfluchte Allah dafür und das ist der wahre Grund für das Zurückbleiben des demografischen Wandels beim islamischen Staat. Alles ist zu verstehen, ist Psychologie und Alma Mater kotzt im Moment bloß noch und niemand will was davon wissen und alle wollen shoppen gehen und auf faltenlosen Events spenden gehen und dabei positiv denken bis es auch den letzten Arzt die abgeschriebene und geklaute Dissertation den schnell im Internet fratzenverhetzten Ruf kostet. Nach den Nachrichten das echte und ehrliche Erwachen dann noch einmal aufs Neue und dann das Setzen und den Kopf von vorn und hinten mit den Händen festhalten, der Schrei von Edvard Munch werden, doch keiner, der fassungslos seine Verzweiflung mit zugehaltenen Ohren herausschreit, sondern einer mit gefletschten Zähnen wie ein wütender Affe. 

*

Der Kupferkessel ist blank poliert, er schimmert und spiegelt rosagolden meine klitzekleine Welt wider. Ein Gefühl des Erkennens, die groteske Wahrheit neuer Toter und das viele Nachdenken der anderen. Eine tote Motte auf dem Küchentisch. Irrsinnigerweise heule ich um ihren Tod, er ist im Moment noch ein Zehnfaches größer als sonst. Ich bedecke den Winzling, leichter Aschehauch mit Beinen mit einer Träne und bestatte ihn dann respektvoll in meiner leeren Kaffeebohnentüte; tu noch eine Rose bei und einen Lavendel. Die tote Motte wiegt ganze Menschen auf, ist mehr als eine Kerze, wird mehr als klein, ist ein Schocksymbol. Dann besinne ich mich und lege sie so respektvoll es mir möglich ist zum Müll. Zünde mit Kleinkindgedanken die Kerze neben Buddha an und frage ihn wohl zum tausendsten Male welche Farbe Allah hat und ob Wahnsinn nach alten vertrockneten Popeln schmeckt. Heute wünsche ich mir ein Miniquantum vom extra heilenden bitteren Handal konzentrierter Wüstenweisheit auf meine offene Wunde, damit sie sich schnell schließe. Dann mahle ich die frischen Bohnen, die ich in einer 100 Jahre alten knallrot lackierten Kaffeemühle zermüllere und in einer italienischen Kaffeekanne auf dem Herd dampfbrühe und schwarzcremadolce auf dem Balkon im Schaukelstuhl genieße. Trendy fühlt sich heute zeitlos. Lieblingsweise ist es dabei Sommer, der Lavendel umhaucht die Peripherie der Blumenoase, die Vögel piepen, erste Sonne flasht mich mit Morgenrot bis ich brenne vor Seligkeit. Nur ein Augenblick davon weidet mich bis ich wieder jung und grün genug geworden bin, um diesem Weltwahnsinn standzustehen einer verlorenen Ordnung denkend und dennoch dankbar für eine Ordnung in ihrem kleinsten Maßstab und Motiv. Eine Gesinnung in vielen zu sein, sich in den anderen mit Vertrauen bergen im Mut einander gut tun zu wollen. Nein. Sie stehen leider nicht wieder auf. Es ist kein böser Film, es ist kein Videospiel, es ist kein Alptraum. Es ist das Gespenst des Friedens, der leibhaftige Spuk einer entarteten und pervertierten Realität, die von Geld regiert wird. Doch ringsum stehen andere mit offenen Augen, sie sehen und hören gut, sie sind wachsam, es sind die Gefährten, die Verbündeten. 

Es ist Sommer und für einige Menschen wird es der traurigste Sommer ihres Lebens werden. Mein Herz ist groß und weit genug, damit alle darin Platz finden. Ich mache Ausdauer- und Kraftsport, damit sich mein Herz weitet und wächst, damit ich stark genug werden kann, um jeden, der es sich wünscht unter die Fittiche zu packen und mitzunehmen und sei es in den Morgenmoment meines ambivalenten Sommermorgens, in eine friedlichere Stimmung als diese, die aus politischen Köpfen Rauch- und Stinkbomben macht. Es ist gleichermaßen schön wie grausam um meine Unwissenheit zu wissen. Darin ruht jede Menge noch unbewusstes Kraftpotential. Es findet sich Wasserperle zu Wasserperle zum perpetuummobilen Weltspiegel in einem limnischen System an einem Sommermorgen wie diesem.

in der nacht 



träumte

hände häute 
leute haare 
vom zerstören
vom bewahren
wachte über
schwarzen fluren 
bannte alpdruckkreaturen
kämpfte 
schwer wie blei 
hörtest 
meinen schrei 
kamst zu 
meiner wacht

schlief schnell
in hellen
vollmondspuren
konnte deine 
stimme hören
wie sie sagte
sei
habe es vollbracht
ruhte aus 
an deiner seite
trugst mich 
in der
schrecken weite
durch die
grauenvollen zeiten 
dunkel ahnte
dein gesicht 
in der nacht 

Le Rêve de Paix

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Beaucoup de bougies et des Mains pour les morts qui ont été martyrisés au nom de la paix, le lys blanc de montre de cohésion sur leurs âmes.
Allah à été profané et trahi, il n’a pas été autorisé à être si grand qu’il n’a rien à craindre les gens, pensent ce monde, ni du sang et des larmes de la demande doit être comprehensible. Qui utilize la violence révéler aucune puissance plus elevée, dans le monde, forçant son altérité mère dans la cupidité humaine séculaire pour le pouvoir et les possessions.
Une rose rouge pour les familles, un bleu forget-me-nots et un lys blanc comme neige.
Liberté, Egalité, Fraternité pour tous les religions qui vivent en France.
Le Rêve de Paix.

Viele Kerzen und viele Hände für die Toten, die Märtyrer wurden im Namen des Friedens, die weiße Lilie des Zusammenhalts wacht über ihren Seelen. Allah wurde geschändet und verraten, es wurde ihm nicht erlaubt so groß zu sein, dass er keine Menschenmeinung dieser Welt zu fürchten hat, noch Blut und Tränen fordern muss, um begreifbar zu werden. Wer Gewalt anwendet verrät jede höhere Macht dieser Welt und zwingt ihre übergeordnete Andersartigkeit in profane menschliche Gier nach Macht und Besitz. Eine rote Rose den Angehörigen, ein blaues Vergissmeinnicht und eine schneeweiße Lilie.
Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit für alle Religionen in Frankreich.
Der Traum vom Frieden.