Der reine kalte Duft von Schnee

Liebe blogfreunde,

Heute beflügelte mich textstaub. Es gibt so Texte…
…Du sowas Leises und Feingewirktes liest und denkst: Oh, ja. Bitte davon mehr. Danke sehr.

Liebe Grüße von der Fee✨

——————————–

Da ist die Nähe der verbliebenen Dinge, bemalt mit den zärtlichen Körperlauten, stofflich wie zwischen feine Wäsche gelegt. Als hätten die Dinge den Nachhall, das Glühen kerngespeichert. Sind sie die Trophäen möglichster Nahbarkeit, die Fangstücke gemeinsamer Jagden und der Trost zurück gelassener Einsamkeit, wenn sich das alles allein wieder in die Leere trennen muss wie zigfach zerfasert und wirbelnd in die kalte Nacht der Nichtigkeit. Viel schwebend Leicht verdichtet sich zur schweren Masse der Dinge.

Sie haben aufgehört ein leises abgekehrtes Leben führen zu wollen und sengen heiß vertraut hinter Augen. Unlöschbar gierig verbrennen sie die Haut und duften dabei so laut. Sie erscheinen beliebig berührbar im Unmaß ihrer ständigen Verfügbarkeit. Sachte fallen die lieblichen Dinge und beginnen den vereisenden See schweigend in verschlungenen Spuren zu bedecken mit der weißen Asche, dem Rückstand der Nähe, verführt vom reinen kalten Duft von Schnee.

Advertisements

Vorahnung vor Vorfrühling

50 Liebes-Sonette für Freyja


Numero 14

Dann stelle ich mir vor wie du mit…
nein, das lasse ich besser sein und bleiben.
Das muss ich lieber fein umschreiben.
Dann stelle ich mir also nicht vor wie du mit, 
nein, das wäre zu simpel!
philosophiert der gezierte Gimpel vom Dach.
Er ist sich schon wieder mal zu allein.
Ach!
Also stelle ich mir dich gar nicht vor
sondern lieber die alte Weide im Moor
die nimmt mein Leid
die ist ein mitfühlend Weib.

Ich reich ihr meinen Kummer hin und all den schlimmen schweren Sinn,
da sagt sie fein:
Bleib froh und bescheiden! Stelle dir genau so
dein Allerbestes vor
nur das Schönste soll deine Biegsamkeit lohnen!
Dann, mein kleiner Menschentor,
wird Frieden dir bald innewohnen
und dein Leid geht dich verschonen!
Spricht’s und treibt ein Grün in mich
so frühlingsfrisch!
Da denke ich nicht mehr an dich
mein Kummer ist vom Tisch.

P.S. Ein leiser doch tiefer Dank geht zu einer Muse, die mich durch ihre Eingebung mein Wissen über Weiden intensivieren ließ und mir neue Einblicke brachte. Die daraus entstandenen Poems machten mir viel Freude zu schreiben. Es ist sehr schön, Kontakt zu anderen Künstlern und ihrem Werk zu bekommen und zu pflegen. 

du

 

für n.

 

du 

pubertäres fohlenbein

glanzhaar, honigmädchen

enervierend hochstimmig

alles diskutierend

den mount everest

deine haare

meine strümpfe

gott bewahre!

 

dich beweisend

eine allzu übermütige ziege bist du

die über eine hohe blühende wiese springt

kein bisschen leise…

um sich tretend

in grabenkämpfen

ihre platzbehauptung

zu wummernden

dubsteprhythmen singt

 

du…

am abend neben mir

dein kopf an meiner schulter lehnt

es schauert mich 

vor liebe

Sowelu- An die Sonne

  

Sowelu, kitzele mich wach mit deinen Strahlen in der NaseGrüne alle Bäume, wecke mich auf, in deiner Wärme entstanden Welten. Lass mich ihnen dienen, indem du mein Herz erhellst. Durch dich will ich wirken und gebenwas die Lebensfreude erhält. Du bist mein unbezwingbarer Glaube an die lichte Wirklichkeit kommender Tage. Meine Haut duftet salzig nach deinem Kuss. Du bist das Rad, in dem ich laufe und jeden Tag bist du mir archetypischer Gruß, selbst wenn Wolken dich verbergen. Mein Können badet ganz allein in deinem Wollen. Ich will mir deine Strahlen ins Haar flechten bis es kupferschimmert und achte deinen Brand auf meiner allzu weißen Haut. Mein Geschenk an dich ist das Vertrauen in mich, ich bin deine BrautSowelutakte mein Herz neu, ewig loyalist nirgends deine Welt mehr als in mir innen. In deinem Entstehen mit jedem einzelnen Schlag, sehe ich meine Vergangenheiten in Brand und Rauch zu beseeltem Atem zerrinnenBlicke ich in dich, schließe ich meine Wasseraugen vor deinem lebendigen Segen, fühle ich die Schatten fliehen in grünorangenen Nuancen, in fernen Ländern hinter fest geschlossenen Lidern verborgen. Kindlich werden wir am Morgen geboren, altern über den Tag und sterben in Abendröte gebadet als GreiseSowelu, in die Nacht Dunkelnde, ich bin in der Melancholie deiner Dämmerung geborgen und so frei, dass ich völlig in dir gefangen sein darf. Meine Seele befleckt wie dein Körper, langt nach den Flammen neuer TageDu belichtest das Negativ meiner dunkelsten Gedanken, ich will für dich singen und dir grünende Maienzweige von jungen Birken bringen. Ich bin dein Opfertier, eins deiner Wesen. Im Klang deiner Schönheit habe ich dein Liebeslied in hitzigen Noten wieder und wieder gelesen, bis es im Sand zu euphonischer Zärtlichkeit zerrann. Dein Schein zeigt und lehrt mich zutiefst durchdringend das uralte Wissen von dem was ich bin für das, was ich kann.

Am Fluss

  

Als wir im Gras saßen, Seite an Seite, fragtest du mich wie ich es fände. Genau in diesem Moment donnerte einer dieser Tiefflieger über unsere Köpfe hinweg und hinterließ eine Allee aus weißen Kondensfedern am blauen Himmel.
Der Wind rauschte in den Sommerkronen und auf dem Land lärmten Erntemaschinen.
Deine Hand war warm, legte sich auf meinen Arm, Ameisen liefen in einer langen Straße vor unseren Füßen in den faserigen Galerien lehmigen Grases.

Vor uns rauschte der Fluss.
Die laue Luft badete in der Essenz des Sommers, ich konnte hier mit dir nahebei sitzen und dich fühlen und ich dachte über deine Frage nach -ohne ein einziges Wort für eine nur halbwegs angemessene Antwort. Sie erschienen mir alle schwellenübertretend in ihrem Übermut.
Weil ich es nicht besser wusste oder mir Worte fehlten, in Anbetracht des Großen, Gewaltigen, das sie sein könnten und demütig vor ihrer möglichen Macht, sah ich dich nur lange an lächelte unter deiner warmen Haut schenkte dem Land alle meine Aquarellfarben und schwieg in die Neige der Stunden gegossen, geborgen in den Wellen des Flusses.

in der nacht 



träumte

hände häute 
leute haare 
vom zerstören
vom bewahren
wachte über
schwarzen fluren 
bannte alpdruckkreaturen
kämpfte 
schwer wie blei 
hörtest 
meinen schrei 
kamst zu 
meiner wacht

schlief schnell
in hellen
vollmondspuren
konnte deine 
stimme hören
wie sie sagte
sei
habe es vollbracht
ruhte aus 
an deiner seite
trugst mich 
in der
schrecken weite
durch die
grauenvollen zeiten 
dunkel ahnte
dein gesicht 
in der nacht